DOAG Deutsche ORACLE-Anwendergruppe e.V.
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„Dojo“ steht für Übungsraum: Günther Stürner über das kleine rote Heft aus dem Hause Oracle

DOAG Online: Herr Stürner, laut Duden ist Dojo ein Ort, an dem Kampfkünste gelehrt und geübt werden, sowie eine Stätte der Meditation. Welcher Teil dieser Definition trifft auf das Dojo-Helft zu?

Günther Stürner: Unsere Dojos sollen einen Übungsraum, eine Trainingsmöglichkeit bieten. Wir wollten unseren Kunden und Partnern die Möglichkeit geben, etwas einzuüben, zu trainieren. Als wir überlegt haben, wie wir die Reihe nennen wollen, hat Claus Jandausch, der das erste Heft geschrieben hat, den Namen vorgeschlagen. Ich fand diesen Namen gut und passend für das, was wir planten.

DOAG Online: Wenn man sich das Format des Dojos anschaut, denkt man sofort an die Reclam-Hefte aus der Schulzeit. Welche Idee steckt dahinter?

Günther Stürner: Die Inspiration kam tatsächlich  von den Reclam-Heften. Mir schwebte  schon seit längerer Zeit ein kleines Heftchen vor, das man überall mitnehmen kann. Auf der DOAG Konferenz + Ausstellung  habe ich einen jungen Kollegen gesehen, der das Dojo in seiner Jeanstasche hatte. Genauso hatte ich es mir vorgestellt. Es ist handlich im Format, erläutert ein Thema kurz und knapp und trotzdem beschreibt es Schritt für Schritt die einzelnen Vorgänge –  zum Beispiel einer Installation. Wir haben wirklich versucht, eine einfache, klare Sprache zu sprechen. Das Dojo-Heft ist sozusagen ein Wegbegleiter, der immer wieder aus dem Buchregal geholt wird, wenn man Hilfestellung braucht.

DOAG Online: Oracle hat im World Wide Web sämtliche Plattformen, auf denen Inhalte vermittelt werden. Warum wollen Sie zurück zu einer Art Lehrbuch in Papierform?

Günther Stürner: Ja, die Frage ist bei uns intern auch aufgetaucht. Warum macht man es in dieser Form – gedruckt, auf Papier? Wir haben einfach Folgendes festgestellt: Durch die schiere Menge an Material, die im Internet  zirkuliert, werden manche Inhalte gar nicht mehr wahrgenommen. Es gibt unendlich viel Material, es ist keine Frage. Alles ist bereits gesagt und beschrieben. Wir hoffen jedoch, dass wir mit dieser neuen bzw. alten Form und der Art und Weise, wie wir Themen angehen und beschreiben, bei vielen Kunden und Partnern Aufmerksamkeit und Interesse wecken können.

DOAG Online: Und diese Inhalte muss man erst mal im Internet finden.

Günther Stürner: Das Stimmt. Die Mitarbeiter unserer Kunden kommen kaum noch dazu, sich in eine neue Thematik einzulesen und auf Schulungen zu gehen. Dojos sollen helfen, schnell und einfach in ein Fachgebiet einzusteigen.

DOAG Online: Das erste Heft wurde auf der DOAG Konferenz vorgestellt. Wie war die Resonanz?

Günther Stürner: Das Heft findet einen riesengroßen Zuspruch. Die Kunden schätzen das Format, die Knappheit der Beschreibungen. Es ist kompakt und einfach. Wir haben es zur Konferenz aus dem Druck bekommen und die erste Ausgabe während der Konferenz verteilt. 500 Teilnehmer haben sie mitgenommen und wir bekommen  ständig Anfragen von Kunden. Auch im deutschsprachigen Ausland ist die Resonanz sehr gut. Der Bedarf ist also da.

DOAG Online: Das Erste Heft war zum Thema Installation von  Oracle 11g R2 mit Real Application Clusters auf Windows Server 2008 Release2. Warum dieses Thema?

Günther Stürner: Es gibt keinen besonderen Grund. Als es konkreter wurde, hat Claus Jandausch angeboten, das erste Heft zu schreiben. Claus hat das Buch Oracle10g Release2 für Windows und .NET geschrieben, das  heute als eine Art Standardwerk im Oracle/Windows Umfeld gilt. Er hatte von daher schon die nötige Erfahrung, Dinge einfach, präzise und klar zu beschreiben. Für die Installation und das Tuning von Oracle11g Datenbanksystemen im Windows Umfeld ist dieses Heft goldwert.

DOAG Online: Wie geht es jetzt mit dem Dojo weiter? Sind weitere Ausgaben geplant?

Günther Stürner: Wir möchten in Zukunft versuchen, fünf bis sechs Dojos pro Jahr herauszugeben. Es wird eine gewisse Regelmäßigkeit geben aber keine genau definierte Frequenz. Wenn die Bücher fertig sind, gehen sie in den Druck. Es werden allerdings nicht immer Installationsanleitungen sein. Wir möchten auch Technologien erklären. Im Moment verantwortet meine Abteilung die Reihe, deswegen möchten wir uns erst mal auf die Themenbereiche Datenbank und Middleware konzentrieren. Ein Heft mit dem Schwerpunkt „Data Warehouse“  ist in Planung. Weitere Themen könnten die InMemory-Technologien aufgreifen. Auch ein Heft über Kompressionstechnologien im Oracle-Umfeld  kann ich mir vorstellen  Es gibt also schon Ideen, aber noch keine Entscheidung darüber, was als nächstes kommt.

DOAG Online: Wie können Oracle-Anwender die Bücher bestellen?

Günther Stürner: Zu diesem Zeitpunkt können sie sie per E-Mail bestellen. Auch in den Oracle-Niederlassungen liegen sie aus.  Später werden wir sicherlich eine Webseite dafür einrichten. Derzeit haben wir eine Auflage von 2.000 Exemplaren, wenn sie nicht mehr erhältlich sind, werden wir sie als PDF und eBook zur Verfügung stellen. Aber es gibt sie erst mal in gedruckter Form. Sie werden auch kostenfrei bleiben. Wir würden uns übrigens auf Feedback freuen.

Weitere Informationen

Für alle die leer ausgegangen sind oder nicht an der DOAG 2011 Konferenz + Ausstellung teilnehmen konnten, gibt es jetzt eine weitere Möglichkeit, um an die erste Ausgabe vom Dojo zu kommen.

Wer eine E-Mail mit dem Stichwort "Oracle Dojo Nr. 1" und vollständiger Anschrifft an Frau Barbara Frank (barbara.frank(at)oracle.com) schickt, bekommt kostenfrei ein Exemplar zugestellt - solange der Vorrat reicht.

14.12.2011 Datenbank, Middleware
Von: mdi