DOAG Deutsche ORACLE-Anwendergruppe e.V.
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Oracle Virtual Desktop Infrastructure und Sun Ray Software mit Plugin für Enterprise Manager 12c

Beide Lösungen unterstützen zudem Oracle Linux 6.3 und Oracle Solaris 11.1. Allerdings gibt es ein paar Einschränkungen in Zusammenhang mit VDI: Innerhalb eines Oracle VDI Centers müssen die Hosts das gleiche Betriebssystem nutzen. Auch die Version muss übereinstimmen: So ist es nicht möglich, im selben VDI Center Linux 5 und Linux 6 oder Solaris 10 und Solaris 11 zu betreiben. Darüber hinaus ist jetzt mit Oracle VDI auch die Virtualisierung von Windows 8 und Ubuntu 12.04 vorgesehen. Für die Virtualisierung von Applikationen kann im neuen Release zudem Microsoft Application Virtualization (App-V) genutzt werden.

Größte Neuerung in den neuen Releases sind zweifelsohne die neuen Monitoring-Fähigkeiten mittels eines Enterprise-Manager-Plugins. Dieser ermöglicht die Verwaltung und Überwachung von Ressourcen (targets) wie Oracle VDI Center und seine Hosts, Desktop-Pools, Hypervisor Hosts und Storage.

Auch die Bereitstellung gestaltet sich einfacher: Mit der neuen Aktion „Reclone Desktop“ (vda desktop-reclone) können Administratoren besondere Desktops für das klonen auswählen. Personenbezogene Daten sowie Benutzerzuordnungen bleiben dabei erhalten und werden dem neugeklonten Desktop angewandt. Besonders bei einem kompromittierten System Drive kann diese Funktionalität von Interesse sein.

Die Revision eines Templates kann innerhalb eines Pools als Master für das Klonen von Desktops definiert werden. Ändert man den Master, so müssen alle darauf basierenden Desktops anhand des neuen Masters neu geklont werden. Doch dies muss nun nicht mehr sofort erledigt werden. Administratoren haben nämlich die Möglichkeit, die Veröffentlichung von neuen Desktop-Templates zu terminieren. So können aktivitätsarme Zeiten optimal für automatische Updates genutzt werden.

Bei einem Update eines Desktop auf eine neue Template-Revision werden normalerweise die lokalen Daten des Anwenders vernichtet. Mit der Aktion „Export User Profile Action“ (vda pool-profiles-export) können Administratoren ein Netzwerk für den Import und Export von Benutzerdaten definieren. Dieses Feature ist allerdings nur unter Oracle VM Virtual Box verfügbar.

Aufgrund der wachsenden Anforderungen in Bezug auf Flexibilität und Mobilität gewinnt die Benutzerfreundlichkeit von virtuellen Desktops auf mobilen Devices stets an Wichtigkeit. Deswegen geht das neue Release in Sachen Rich User Experience ein Stück weiter: Auf iPads und Android-Tablets ist nun sowohl eine Größenänderung als auch eine Rotation vorgesehen, die das Arbeiten auf Kleingeräten erleichtert. Darüber hinaus bieten die Releases auch eine bessere Multimedia-Wiedergabe für Desktop-Umgebungen unter Windows.

Auch der Bedarf im Bereich Sicherheit wächst stets. Deswegen sorgt eine neue Option für eine sichere Kommunikation zwischen Sun-Ray-Clients und Oracle Virtual Desktop Infrastructure und Sun-Ray-Software-Servern.  Die IPsec-Option (Internet Protocol Security) bietet verschiedene Verschlüsselungsstufen bis zu AES-256.

Für Linux-basierte Implementierungen ist der Einsatz von Chipkarten möglich. Die Authentisierung  erfolgt über die PC/SC-lite-API. Die Chipkarten können auch für PIN-Anmeldungen und digitale Signaturen verwendet werden.

20.03.2013 Infrastruktur
Von: DOAG Online