Die Fusionsforschung steht mit dem Bau eines Testreaktors (ITER in Cadarache Südfrankreich) vor gewaltigen technischen und wissenschaftlichen Aufgaben. Das betrifft natürlich auch die Informationstechnologie. Experimente an heute in Betrieb befindlichen gepulsten Anlagen (Tokamaks und Stelleratoren) generieren innerhalb von Sekunden Datenmengen in der Grössenordnung von 10GB. Diese Daten müssen von Betreibern der Anlage und Wissenschaftlern innerhalb weniger Minuten analysiert werden um das nächste Experiment zu planen.
Dabei wird immer mehr Wert auf den Einsatz von schnellen Rechnern gelegt, die die Daten verarbeiten und die Ergebnisse in Datenbanken speichern. Die so analysierten Daten stehen den Wissenschaftlern allgemein zu Verfügung. Zusätzlich werden die bei solchen Experimenten anfallenden Metadaten mit Hilfe von Web- Schnittstellen in einer Datenbank gespeichert, um die Experimente und die daraus resultierenden Entscheidungen auch noch nach Jahren nachvollziehen zu können. Das ersetzt die in der Vergangenheit benutzten Logbücher.
An Hand des im Forschungszentrum betriebenen Experiments TEXTOR werden die einzelnen Anwendungen vorgestellt.