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  • Von: DOAG Online
  • Themen
  • 16.12.2016

Boomendes Cloud-Geschäft hält Oracles Konzernumsatz stabil

Der US-Konzern hat im vergangenen Quartal mit dem Verkauf seiner Cloud-Lösungen erstmals Erlöse über 1 Milliarde US-Dollar erzielt. Dennoch ist der Quartalsgewinn zurückgegangen. Das traditionelle Geschäft mit klassischer Software und Hardware schwächelt weiterhin.

Der US-Konzern hat im vergangenen Quartal mit dem Verkauf seiner Cloud-Lösungen erstmals Erlöse über 1 Milliarde US-Dollar erzielt. Dennoch ist der Quartalsgewinn zurückgegangen. Das traditionelle Geschäft mit klassischer Software und Hardware schwächelt weiterhin.

Wie Oracle mitgeteilt hat, schloss das kalifornische Unternehmen das zweite Geschäftsquartal mit einem Gewinn von 2,03 Milliarden US-Dollar ab. Das entspricht im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum einem Rückgang von acht Prozent. Als Gründe hierfür nennt Oracle den starken Dollar und einen unvorhergesehenen Verlust auf die ägyptische Währung.

Deutlich schwerer dürften allerdings die weiterhin starken Einbußen in den klassischen Geschäftsbereichen Software-Lizenzen und Wartung wiegen: Oracles Software-Geschäft sank um 4 Prozent auf 6,1 Milliarden US-Dollar, das Geschäft mit den Software-Lizenzen ging um 20 Prozent auf 1,35 Milliarden US-Dollar zurück. Auch im Hardware-Bereich musste das Unternehmen einen Rückgang um 10 Prozent auf 1 Milliarde US-Dollar hinnehmen.

Insgesamt konnte Oracle aufgrund des gut laufenden Cloud-Geschäfts einen leichten Umsatzanstieg auf 9,07 Milliarden US-Dollar verzeichnen. Die Erlöse im Cloud-Bereich waren insgesamt um 62 Prozent auf 1,05 Milliarden US-Dollar angestiegen, aufgeteilt auf 878 Millionen US-Dollar für Software-as-a-Service und Platform-as-a-Service sowie 175 Millionen US-Dollar für Infrastructure-as-a-Service. Durch die starken Zuwächse blieb der Konzernumsatz damit zwar stabil, Analysten hatte sich aber etwas mehr erwartet, weshalb die Oracle-Aktie um rund zwei Prozent nachgab.