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  • Von: DOAG Online
  • Business Solutions CRM JD Edwards E-Business Suite Primavera Data Warehouse
  • 30.10.2014

Business Solutions Konferenz zeigt auch Chancen für Mittelstand und Start-Ups auf

Gute Gespräche und in der Summe interessante Vorträge – das ist die Resonanz bei der DOAG 2014 Business Solutions Konferenz (BSK) und Primavera Days (PM Days). Rund 180 Teilnehmer wohnen der Berliner Veranstaltung zwischen dem 21. und 23. Oktober bei, um die neuesten Trends, Strategien und Projektberichte im Applikationsumfeld zu entdecken.

Gute Gespräche und in der Summe interessante Vorträge – das ist die Resonanz bei der DOAG 2014 Business Solutions Konferenz (BSK) und Primavera Days (PM Days). Rund 180 Teilnehmer wohnen der Berliner Veranstaltung zwischen dem 21. und 23. Oktober bei, um die neuesten Trends, Strategien und Projektberichte im Applikationsumfeld zu entdecken.

Ein paar Wochen nach der Oracle Open World steht die diesjährige Veranstaltung auch im Zeichen der Wolke. Die Berliner Konferenz punktet allerdings mit ihrem Praxis-Fokus und den ersten Erfahrungsberichten zu den Cloud-Produkten. Der BI-Stream, den die Business Solutions Community der DOAG zum ersten Mal anbot, wird gut angenommen und vervollständigt das Vortragsprogramm auf sinnvolle Weise.

Die Anwesenheit des Oracle-Staffs fällt in diesem Jahr trotz einer Impuls-Keynote von Hakan Yüksel, Applications-Chef bei Oracle Deutschland, recht unauffällig aus. Yüksel macht auf die traditionelle Produktlinie aufmerksam: "On-premise bleiben wir nicht still. Wir haben noch große Kunden, die diese Produkte seit Dekaden einsetzen und zwei bis dreimal im Jahr funktionale Upgrades erhalten", betont er.

Als zentralen Aspekt der Keynote stellt der Manager die Cloud-Strategie des Software-Riesen heraus. "Ich bin selbst erstaunt, wie schnell wir on-premise-Lösungen in die Cloud bringen", sagt er und fügt hinzu: "Oracle ist über alle Layer hinweg sehr konsequent – SaaS, PaaS, IaaS". Er nennt noch die Rechenzentren in Frankfurt und München, die noch in diesem Jahr eröffnet werden sollen und macht auf eine Myriade von Zertifikaten aufmerksam, die die Security-Anforderungen deutscher Unternehmen garantieren sollen.

Dass inzwischen auch deutsche Unternehmen den Weg zur Cloud gewagt haben, zeigt Yüksel anhand von Beispielen: Der Autohersteller BMW setzt die HCM Cloud (Human Capital Management) ein, während sich die Elektronik-Fachmarktkette Media-Saturn für die Service Cloud entschieden hat.

Auch der Elektrokonzern Siemens hat den Schritt gewagt: In einer spannenden Keynote demonstriert Referent Peter Gapp von Siemens den Teilnehmern, wie sein Unternehmen die Oracle Marketing und Oracle Sales Cloud in über 90 Ländern implementiert hat. Im Fokus der Überlegungen: Die Digitalisierung der Gesellschaft hat das Verhalten der Konsumenten grundsätzlich geändert.

Customer Experience und Cloud

Das neue Verständnis für Marketing- und Vertriebsaktivitäten beleuchtet auch Dirk Schmachtenberg von Trevisto in seinem Vortrag "DWH+BI+CRM=UX?". Hierbei geht es keinesfalls um eine mathematisch angehauchte Vorlesung, sondern um das Aufkommen des Themas Customer Experience (CX). Der Experte macht anhand von zahlreichen Praxisbeispielen deutlich, dass Kundenbindung neugedacht werden muss.

In anderen Bereichen, wie zum Beispiel im Enterprise-Ressource-Planing (ERP), scheint die Cloud zu diesem Zeitpunkt eher theoretischer Natur zu sein. Viele Endanwender wie zum Beispiel Staples, Amway, die DAB Bank oder Payback präsentieren ideenreiche On-premise-Projekte.

Dass der Weg zur Cloud im finanziellen Bereich nicht unbedingt für alle zögerlich ist, deutet Yüksel in seiner Keynote an. Er sehe da neue Chancen für den Mittelstand und Start-Ups. Diese Aussage stützte das Beispiel des Berliner Start-Ups SoundCloud, das die Financials Cloud innerhalb von drei Monaten implementiert habe. Das Unternehmen bietet eine Werbeplattform für Musiker zum Austausch und Distribution von Audiodateien.