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  • Von: DOAG Online
  • Community Lizenzierung
  • 28.04.2015

Collaborate 2015: DOAG intensiviert Zusammenarbeit mit internationalen User Groups

Rund 5.500 Besucher reisten für das Event mit über 1.000 Vorträgen rund um die Datenbank-Technologien und Business-Applikationen von Oracle nach Las Vegas. Die DOAG nutzte die fünftägige Konferenz Mitte April zur Intensivierung der Zusammenarbeit mit anderen User Groups.

Die Collaborate 2015 fand vom 12. bis 16. April in Las Vegas statt. Rund 5.500 Besucher reisten für das Event mit über 1.000 Vorträgen rund um die Datenbank-Technologien und Business-Applikationen von Oracle an. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Independent Oracle User Group (IOUG), der Oracle Applications Users Group (OAUG) und der Quest International User Group.

Bei der diesjährigen Konferenz standen insbesondere die Intensivierung der Gespräche und der Austausch mit den anderen User Groups im Vordergrund. Das Ziel: eine stärkere Zusammenarbeit über die Ländergrenzen hinweg. Als Vertreter der DOAG waren Dr. Dietmar Neugebauer (DOAG-Vorsitz), Fried Saacke (DOAG-Vorstand und -Geschäftsführer), Dr. Frank Schönthaler (Leiter der Business Solutions  Community) sowie Kasi Färcher-Haag (Themenverantwortlicher JD Edwards) vor Ort.

Die DOAG-Verantwortlichen konnten sich intensiv mit den Ansprechpartnern der OUAG, Quest und IOUG austauschen. Das Ergebnis ist die Planung gemeinsamer Projekte auf europäischer und internationaler Ebene, mit dem Ziel, den Nutzen für alle Mitglieder der einzelnen User Groups zu erhöhen. Umgesetzt werden sollen die ersten Projekte in naher Zukunft.
 
Nicht nur international sondern auch auf europäischer Ebene kamen die User Groups aufeinander zu. Erste Kontakte zur ODTUG wurden aufgebaut und ein Austausch mit weiteren europäischen User Groups intensiviert. Die OAUG bot zudem der DOAG ihre Unterstützung bei der Organisation von Veranstaltungen auf internationaler Ebene an.

Das Thema Lizenzierung im Fokus

Die neue Lizenzierungspolitik hinsichtlich Oracle-Produkten in virtualisierten Umgebungen (die DOAG berichtete) war auch auf der Collaborate ein großes Thema. Allerdings scheiden sich bei diesem Thema die Geister: Die IOUG agiert mit Bedacht und mahnt ihre Mitglieder zur Vorsicht. Der amerikanische IT-Dienstleister "House of Brick Technologies" zeigt sich sehr engagiert und sieht keine Einschränkung bezüglich der "host affinity DRS rules". In Deutschland ist hingegen eher die gegenteilige Auffassung vertreten, getreu dem Motto: "Was nicht explizit erlaubt ist, ist verboten".

Weiterhin wurde im Rahmen der Konferenz innerhalb der IOUG eine VMware SIG gegründet, bei der auch das Lizensierungsthema eine wichtige Rolle spielen wird. 

Neuer Schwung für die E-Business Suite

Konnte man bei den vergangenen Konferenzen noch den Eindruck gewinnen, dass viele EBS-Kunden aufgrund ihrer vielen Customizations noch nicht dazu bereit waren, auf eine neue Version zu migrieren, war eine solche Zurückhaltung in diesem Jahr nicht mehr zu spüren. Die Berichte drehten sich nun insbesondere auch um erfolgreiche R12.2-Migrationen. Zudem sind mobile Applikationen erwartungsgemäß im Trend. In den Anwendungsfeldern HCM und CRM steigt mehr und mehr das Interesse von EBS-Kunden an der "Oracle Fusion Cloud" und der "Oracle Planning & Budgeting Cloud".

JD Edwards: Digitalisierung und Internet of Things

Das Thema “SMAC” (Social, Mobile, Analytics und Cloud) ist vielerorts in aller Munde - so auch auf der Collaborate. Mit zahlreichen neuen Produkten im Bereich von Mobile Apps und “One View Reporting” untermauert es den Trend zur Digitalisierung der Geschäftsprozesse.

Immer mehr Bedeutung gewinnt das Thema “Internet of Things”. Auch hier zeichnen sich erste Lösungen ab. Die Zukunftsschmiede “JDE Labs“ aus der Product Strategy Gruppe in Denver widmet sich etwa neuen Themen wie “Wearable Technologies“. Sie stellten den ersten Prototypen einer Smartwatch in Verbindung mit JDE EnterpriseOne vor.

Die Cloud gewinnt an Bedeutung

Die Erfahrungsberichte haben gezeigt, dass Oracles HCM Cloud, Sales Cloud und Marketing Cloud im Markt angekommen sind. Begeistert aufgenommen wurden erste Berichte zur Einführung der Oracle ERP Cloud.

Das Thema Cloud bildete auch den thematischen Schwerpunkt eines Treffens der User Group Leaders mit John Fowler, Oracle Executive Vice President of Systems. Er machte deutlich, dass die Cloud "keine Zauberei", sondern vielmehr ein neues Paradigma sei. Dieses müssten Kunden für sich individuell "mit dem gebotenen Pragmatismus" bewerten. Das Thema Sicherheit sei und bliebe der wichtigste Entwicklungsaspekt, so Fowler weiter.

"Smart Factory, Smart Supply Chain - Are Oracle Applications Smart Enough?"

In seinem Vortrag ging Dr. Frank Schönthaler, Leiter der DOAG Business Solutions Community, auf den Trend "Industrie 4.0" ein. Seiner Ansicht nach wird die unternehmensübergreifende Kollaboration auf Basis cyber-physikalischer Systeme entlang der Wertschöpfungskette zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Konventionelle Unternehmensapplikationen sind für diese Formen der Kollaboration nur unzureichend ausgerüstet. Kunden sollten ihre Applikationslösungen deshalb auf die Nutzbarkeit für Industrie 4.0 hin prüfen. Um ihre Mitglieder auf den Wandel vorzubereiten, möchte die DOAG hierfür eine kritische Diskussionsplattform bieten und ist bereit, einen wertvollen Beitrag in der gezielten beruflichen Weiterbildung zu leisten.

Trend: Frauenanteil auf der Collaborate und in den User Groups steigt

Wie schon in den Jahren zuvor war der Frauenanteil bei den Teilnehmern auch bei der diesjährigen Konferenz hoch. Der Anteil der Frauen in den User Groups legt ebenfalls zu: Bei der OAUG sind bereits acht der 14 Board-Mitglieder Frauen. Mit Melissa English als Präsidentin und Patricia Dues als President-Elect hat die OAUG außerdem eine weibliche Doppelspitze.