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  • Von: DOAG Online
  • Forms
  • 28.02.2018

Der DOAG Forms Day 2018: Ausgebucht, praxisnah, mit einer Prise Humor

Nach der positiven Resonanz im Vorjahr hatte die DOAG auch am 21. Februar 2018 wieder zum Austausch von Erfahrungen im Umgang mit Oracle Forms nach Berlin eingeladen. Das Release Forms 12c ist bereits seit längerer Zeit verfügbar. Die Veranstaltung stand daher unter dem Motto: "Erfahrungen mit Oracle Forms 12c aus der Praxis für die Praxis".

Sehr erfreulich: Die Veranstaltung war restlos ausgebucht. Was motivierte wieder einmal über 60 IT-Spezialisten, den Vorträgen und Diskussionen über den Einsatz von Forms beizuwohnen? "In unserem Unternehmen gehen wir im April mit Forms 12c produktiv. Hier erhalte ich komprimierte Informationen dazu und muss keine dicken Bücher wälzen", formulierte eine IT-Mitarbeiterin ihre Erwartungen. Ihr Arbeitskollege ergänzte: „Forms ist in Deutschland aus guten Gründen sehr beliebt. Die Veranstaltung ist hier hochkarätig besetzt. Die DOAG ist eine 'Selbsthilfeorganisation' im besten Sinne. Ich möchte hier gerne erfahren, wie die Nutzung von 12c browserunabhängig werden kann. Eine weitere Stimme: „Man erkennt die Gesichter wieder und kann einfach fragen.“ 

Frank Hoffmann startete mit einer Schnellumfrage zum derzeitigen Einsatz von Forms 12c in den Unternehmen der Anwesenden. Angesichts der Handvoll Meldungen zeigte er sich überrascht: „Das ist weniger als ich dachte.“ Hoffmann berichtete vom browser-losen Betrieb von Forms-Applikationen mit dem Forms Standalone Launcher (FSAL) aus einem großen Projekt mit 5.000 Mitarbeitern im öffentlichen Bereich. Durch den auslaufenden Support für das Java Plug-In im Browser und die limitierte Zukunft von WebStart werde FSAL für den Betrieb von Forms-Applikationen immer bedeutsamer. Beim Blick auf die Zukunft prognostizierte Hoffmann hier: „Über kurz oder lang bleibt nur noch FSAL übrig.“

Jan-Peter Timmermann zeigte die Möglichkeiten, aber auch die Schwierigkeiten bei der Implementierung einer Lösung mit Single Sign-On (SSO) im Forms-Umfeld. Timmermann: „Das Thema `SSO und IT-Sicherheit´ kehrt immer wieder.“ Es sei ein Treiber von Kosten und Problemen. Der IT-Service müsse den Fachabteilungen daher immer voraus sein.

Der Tag in Berlin war international besetzt. Luc Gyelinck und Chris Schockaert (beide aus Belgien) und Laura Stroet (aus Dänemark) beschäftigen sich mit der Modernisierung von Forms-Applikationen für namhafte Auftraggeber. Basis ihrer Erfahrungsberichte waren jeweils Hunderte von UI-Anpassungen. Das Thema „Look & Feel“ ist für viele ihrer Kunden ein Schwerpunkt der Modernisierung, um eine bessere Akzeptanz der Anwendungen bei den Benutzern zu erreichen. Referent Christian Wille formulierte in seinem Vortrag zu diesem Punkt die Herausforderung so: „Wir müssen überlegen, wie wir unsere Applikationen attraktiver machen. Dafür gibt es zum Beispiel ColorSchemes.“ Die Teilnehmer sahen bei den Vorträgen zahlreiche Beispiele für modernes Design beim Einsatz von Forms.

Die Vorträge von Volker Linz und Adam Lukaszewski zeigten mit dem Selbstverständnis eingefleischter Java-Entwickler, wie Methoden der modernen Software-Entwicklung in die zumeist sehr traditionelle Entwicklung von Forms-Applikationen eingeführt werden können. Diese Wege bieten die Chance, Entwicklungsprozesse agiler und damit schneller sowie effizienter zu gestalten.

Wie zahlreiche andere Teilnehmer fand auch Lukaszewski lobende Worte für Forms: „Ein schönes, stabiles System. Top!“ und schloss seinen Vortrag zu Softwareentwicklungsprozessen mit Git und API Master mit den Worten: „Schaffen Sie sich hier Freiheitsgrade, um agil zu bleiben.“

Luc Gyelinck war am Tag der Tagung 56 Jahre alt geworden und sagte dem Publikum augenzwinkernd: „Ich denke, dass das auch das Durchschnittsalter der Gruppe von uns hier ist.“ Zustimmendes lautes Lachen war zu vernehmen. Den Gag nahm Christian Wille später bei seinem Beitrag auf: „Ist einer außer mir hier noch unter 40?“ Wieder war lautes Lachen zu hören und sechs von 65 linken Händen ragten bekennend in die Höhe.

In der abschließenden Feedback-Runde warf Gerd Volberg die Frage „Wie geht es weiter? Was erwartet ihr von der Forms Gemeinschaft?“ in die Runde. Hier zeigten sich die Teilnehmer zufrieden über die Möglichkeit des Austauschs („Die Vorträge haben mir geholfen“) und der Information über aktuelle Entwicklungen: „Gut sind konkrete Tipps, sodass wir Andere profitieren lassen.“ Auch wurde der Wunsch geäußert, zukünftig Webinare zu bestimmten Forms-Themen durchzuführen. Hier kündigt sich bereits ein passender Termin an: Jan-Peter Timmermann wird am 27. April zum Thema „Oracle Forms Hochverfügbarkeit“ online referieren.

Dr. Jürgen Menge, DOAG-Themenverantwortlicher für Forms, dankte Oracle für die Bereitstellung der Räume im Oracle Customer Visit Center. Menge freute sich sichtlich angesichts des ermutigenden Zuspruchs. Die meisten Teilnehmer wünschen sich die Durchführung eines Forms Day im nächsten Jahr. Spannend bleibt bis dahin die Frage, welche Altersnennung im Jahr 2019 für Lacher sorgen wird.

Menge ermunterte das Publikum zur Nutzung des Oracle-Forums: „Die Forms-Community-Seite bietet Diskussionen und spontane Kommunikation. Der Wunsch nach Austausch bei Forms ist stark. Versuchen Sie das gerne mal im Forum. Die Erfahrung ist positiv.“ 

 

Die Präsentationen des DOAG Formes Day 2018 sind online im Abschnitt "Unterlagen" abrufbar.