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  • Von: DOAG Online
  • Themen Datenbank
  • 21.10.2014

Der fliegende Slowene

Jože Senegacnik, von seinen Freunden einfach "Joc" genannt, liebt zwei Sachen über alles: IT und das Fliegen. Ersteres macht der Slowene seit 26 Jahren. Auf der DOAG 2014 Konferenz + Ausstellung hält er einen Vortrag zu den neuen Optionen des Optimizer in 12c.

Jože Senegacnik, von seinen Freunden einfach "Joc" genannt, liebt zwei Sachen über alles: IT und das Fliegen. Ersteres macht der Slowene seit langer Zeit. Er startete seine Karriere als Datenbank-Administrator vor 26 Jahren mit der Version 4 der Oracle-Datenbank. Was das Fliegen anbelangt, musste sich das Oak-Table-Mitglied eine kleine Ewigkeit gedulden, bis er sich diesen Traum erfüllen konnte und das ferngesteuerte Flugzeugmodell seiner Kindheit durch eine echte Maschine ersetzen konnte. Seinen Privatpilotenschein machte er erst mit 53 Jahren, nachdem seine zwei Töchter aus dem Elternhaus ausgezogen waren. Das war 2007.

Seitdem hat der langjährige Referent der DOAG Konferenz + Ausstellung mit seinem Piper PA-28-140B Cherokoee ganz Europa beflogen. Inzwischen hat er das Flugzeug durch ein Mooney M20E ersetzt und rund 800 Flugstunden angesammelt. Weil es ohne IT alles nur halb so witzig wäre, beobachtet der "Oak Table Member" mit Interesse die neuesten Entwicklungen in Sachen Computerisierung der Luftfracht und legt selber Hand an: "Ich habe eine Flugplanungssoftware entwickelt, mit der man die slowenischen Flughäfen und den Luftraum entdecken kann. Aber diese Lösung basiert nicht auf dem Oracle-Technologie-Stack, sondern auf Google Maps und Web-Technologien."

Im Cockpit wird es computertechnisch immer interessanter. Mit der GPS-Technologie haben sich ganz neue Möglichkeiten eröffnet, das Fliegen sicherer und kostengünstiger zu machen. "Das Undenkbare scheint, Wirklichkeit zu werden", meint Jože. "In den USA gibt es sehr interessante Versuche, sogenannte NEXTGEN Systeme in Produktion zu bringen. Damit können Flieger einen direkten Weg zwischen zwei Flughäfen fliegen, ohne die Luftwege berücksichtigen zu müssen. Dadurch werden die Flüge billiger, weil sie die kürzesten Wege nutzen. Gleichzeitig ist die erforderliche Sicherheit gewährleistet."

Computerisation im Cockpit ist nicht die einzige Verbindung zwischen seinen zwei Leidenschaften. Für Gewöhnlich ist das Leichtflugzeug mit dem Kennzeichen G-ATOU sein bevorzugtes Transportmittel zu Konferenzen. Aber zur DOAG Konferenz + Ausstellung ist er selten auf eigene Faust geflogen. Die Wetterbedingungen im November erweisen sich oftmals als zu schlecht für eine Maschine ohne Enteisungssystem.

Sein letzter Nürnberg-Flug wird dem Hobby-Piloten dauerhaft in Erinnerung bleiben. Die Wettervorhersage im Vorfeld war exzellent. Der Flug vom Flughafen Diva?a, im südwestlichen Teil von Slowenien, über Salzburg an Ingolstadt vorbei lief super. Ankunft plangemäß in Nürnberg.

Als der "Oracle Ace Director" allerdings am nächsten Tag nach seinem Vortrag die Alpen Richtung Süden zurücküberqueren wollte, war es extrem nebelig. "Ohne Aussicht auf eine Verbesserung. " Ich war so froh, dass der Nebel sich auflöste und ich starten konnte. Ich wurde nämlich einen Tag später auf der nächsten Anwenderkonferenz in Bulgarien erwartet. Diese Erfahrung war mir eine Lehre: Ich habe die Zusatzausbildung für Instrumentenflug (IFR) gemacht."

Dieses Jahr wird es Jože wieder mit der Propeller-Maschine versuchen. Ob es klappt, sei mal hingestellt. Tatsache ist, dass er am zweiten Konferenztag mit einem praktischen Vortrag zu den neuen Optionen des Optimizer in 12c erwartet wird.