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  • Von: Marina Fischer
  • Community
  • 18.12.2014

Die (Oracle-)Welt wächst zusammen: Meeting mit der Taiwan Java User Group in Taipei

Gunther Pippèrr, freiberuflicher Berater bei GPI Consult, verbrachte im Oktober 2014 zwei Wochen in Taiwan und initiierte dort ein Treffen mit der Taiwan Java User Group. Neben einem regen Erfahrungsaustausch mit der taiwanesischen Community konnte er auch viele kulturelle Eindrücke sammeln.

Gunther Pippèrr, freiberuflicher Berater bei GPI Consult, verbrachte im Oktober 2014 zwei Wochen in Taiwan und initiierte dort ein Treffen mit der Taiwan Java User Group. Neben einem regen Erfahrungsaustausch mit der taiwanesischen Community konnte er auch viele kulturelle Eindrücke sammeln.


Dass er ausgerechnet am anderen Pippèrr und Schmidt bei Oracle in TaipeiEnde der Welt auf Gleichgesinnte treffen würde, die genau wie er große Anhänger des NoSQL-Ansatzes sind, hätte sich Pippèrr nun wirklich nicht träumen lassen. Doch bei genauerer Betrachtung sei das in einem Land wie Taiwan gar nicht so weit hergeholt: „Das schnelle Marktwachstum sowie der hohe Marktdruck in den asiatischen Ländern erfordern, alles möglichst schnell umzusetzen und möglichst schnell fertig zu werden – ganz anders als in Deutschland, wo Wartbarkeit, Sorgfalt und niedrige Betriebskosten entscheidend sind“, berichtet er von seinen Beobachtungen. „Gerade das könnte ein Grund dafür sein, weshalb der NoSQL-Ansatz in den asiatischen Ländern so beliebt ist“, vermutet er. Denn auch bei NoSQL gehe es darum, schnell Lösungen für Applikationen zu finden, die in der Regel nur kurz zum Einsatz kommen.

Wege zur internationalen Zusammenarbeit

Pippèrrs Reise begann eigentlich mit der Einladung eines befreundeten Software-Entwicklers, der schon seit einigen Jahren in Taiwan lebt. Pippèrr hatte bald eine Idee: Zusammen mit seinem Reisegefährten, Slava Schmidt, ebenfalls Software-Entwickler, wollte er ein Treffen mit der Oracle Anwendergruppe vor Ort organisieren. Auf der Suche nach einem Ansprechpartner wandte sich Pippèrr an Dr. Dietmar Neugebauer, Vorstandsvorsitzender der DOAG. Dieser freute sich über das Engagement: „Der von Pippèrr initiierte Austausch ist ein gutes Beispiel für eine gelungene Kommunikation über Ländergrenzen hinweg und zeigt, wie die Usergruppen auf internationaler und persönlicher Ebene zusammenarbeiten können. Die DOAG unterstützt bei solchen Vorhaben gerne bei der weltweiten Kontaktvermittlung.“ So konnte er Pippèrr nach kurzer Zeit einen Kontakt zur taiwanesischen Java User Group vermitteln.

Treffen mit der Taiwan Java User Group

Obwohl sie noch Zweifel aPippèrr und Schmidt beim Treffen mit der Java User Group in Taipeiufgrund der Sprachbarrieren und der großen Entfernung hatten, traten Pippèrr und Schmidt die Reise an. Doch alles klappte reibungslos: Das Meeting mit der Taiwan Java User Group fand wie geplant am 4. Oktober in Taipei statt und war für beide Seiten ein voller Erfolg. Rund 40 Teilnehmer hatten sich für die Vorträge der beiden im Oracle Headquarter eingefunden.

Pippèrr begann mit seinem Vortrag zum Thema „Developing high performance applications with the Oracle NoSQL Database”. Trotz der anfänglichen Bedenken klappte die Kommunikation zwischen dem Vortragenden und den Zuhörern gut, im Anschluss wurden viele Fragen gestellt. Schmidt, der im Scala-Umfeld sehr aktiv ist, hielt einen Vortrag zum Thema „Single Page Web Application with Scala/Spray.IO” und begeisterte im Anschluss die technikverliebten Taiwanesen, indem er in einer Demo Spielzeug mit seinem Smartphone steuerte. Die Resonanz auf beide Vorträge war sehr positiv und die Themen stießen auf großes Interesse.

Die Gastfreundschaft der Taiwanesen beeindruckte Pippèrr ganz besonders. Im Anschluss an den Vortragstag gingen sie zusammen in ein traditionelles taiwanesisches Restaurant und teilten sich dort wie in Taiwan üblich viele verschiedene Gerichte. So konnten sie kreuz und quer über den Tisch die unterschiedlichsten Speisen probieren – eine schöne Art, gemeinschaftlich zu essen und den Vortragstag gemeinsam ausklingen zu lassen.

Moderne trifft Tradition

Pippèrr, der vorher noch nie in Tapei Tower 101Asien war, fielen vor allem die starken Kontraste in Taipei auf: „Dumpling-Kocher und taiwanesische Kultur treffen hier auf moderne Hightech-Welt und westlichen Lebensstil.“ Die Stadt sei permanent im Wandel. „Man hat den Eindruck, dass sich durch das hohe Wirtschaftswachstum sehr viel tut“, schätzt Pippèrr die Situation ein. „Ich glaube, dass in Asien die technischen Revolutionen in Zukunft eher sichtbar werden als bei uns. Die Dynamik ist dort viel stärker und man wird nicht so ausgebremst.“

Pippèrr kehrte jedenfalls voller Tatendrang von seiner Reise zurück: „Gerade in dieser Region gibt es sehr viel Potential für die Zusammenarbeit mit der asiatischen Community.“ Für die Zukunft regt er daher einen Besuch bei der Chinesischen Oracle Anwendergruppe an, um die internationale Vernetzung weiter voranzutreiben. Der Kontakt sei ja inzwischen hergestellt. Dabei war es Pippèrr zufolge erstaunlich leicht, mit den Asiaten Kontakte zu knüpfen und das Meeting zu organisieren. „Einfach mal eine E-Mail schreiben, anfragen und probieren“, resümiert er den erfolgreichen Austausch. „Die Sprache sollte kein Hindernis sein. Schließlich wächst die Welt immer weiter zusammen.“