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  • Von: DOAG Online
  • Datenbank
  • 05.06.2014

DOAG 2014 Datenbank: In-Memory-Option mit Column- und Row-Ansatz

"Zum ersten Mal liefert Oracle mit einem Patch Set eine wichtige Option aus", betont Oracle Vice President Server Technologies und Sales Consulting Günther Stürner. Gemeint ist die angekündigte In-Memory Option der Oracle-Datenbank, die seit der Jahreskonferenz der DOAG im vergangenen November bereits auf unterschiedlichen Veranstaltungen vorgestellt wurde und im Patch Set 12.1.0.2 enthalten sein wird. Auf der DOAG 2014 Datenbank in Düsseldorf preiste der Keynote-Speaker vor etwa 250 Teilnehmern die lang erwartete Option etwas detaillierter an. Weitere Informationen dürften beim offiziellen deutschen Launch am 17. Juni in Frankfurt durchsickern.

"Zum ersten Mal liefert Oracle mit einem Patch Set eine wichtige Option aus", betont Oracle Vice President Server Technologies und Sales Consulting Günther Stürner. Gemeint ist die angekündigte In-Memory Option der Oracle-Datenbank, die seit der Jahreskonferenz der DOAG im vergangenen November bereits auf unterschiedlichen Veranstaltungen vorgestellt wurde und im Patch Set 12.1.0.2 enthalten sein wird. Auf der DOAG 2014 Datenbank in Düsseldorf preiste der Keynote-Speaker vor etwa 250 Teilnehmern die lang erwartete Option etwas detaillierter an. Weitere Informationen dürften beim offiziellen deutschen Launch am 17. Juni in Frankfurt durchsickern.

"Diese Technologie wurde bei Oracle schon seit sechs/sieben Jahren in internen Foren und Blogs diskutiert. Es gab unterschiedliche Meinungen zu der Frage, ob man In-Memory überhaupt machen sollte. Angepackt hat man das Thema erst, als SAP kam", verrät Stürner.

Das Warten auf die Lösung der SAP-Konkurrenz könnte sich gelohnt haben: Zusätzlich zum vorhandenen Cache hat das Entwickler-Team die Datenbank um einen In-Memory-Store für Query-Processing ergänzt. Im Gegensatz zu der sonst zeilenorientierten Datenbank speichert dieser Informationen spaltenorientiert (column based store). Bei Abfragen wie Select MAX (umsatz) FROM f_umsatz muss das System somit nicht alle Blöcke lesen, sondern eine einzige Spalte.

Die erste Annäherung Richtung Spaltenorientierung kam mit der Hybrid Columnar Compression. Diese ist allerdings Anwendern von Exadata vorbehalten. Die In-Memory-Option indes soll für alle Systeme verfügbar sein. Dabei ist sie als Schalter zu verstehen, der je nach Bedarf einfach ein- und ausgeschaltet werden kann. DBAs definieren die Objekte, die in-memory gehalten werden sollen. Es kann sich um Tabellen, Partitionen oder einzelne Spalten einer Tabelle handeln. Es können auch Materialized Views oder alle Objekte eines Tablespaces sein. Und natürlich kann auch eine vollständige Datenbank In-Memory gehalten werden. Dafür nutzt die Datenbank das neue Columnar-Format.

Im Unterschied zum bisher bekannten "Row"-Format, das parallel in der System Global Area (SGA) und auf dem Disk gehalten wird, wird das Columnar-Format aus dem Row-Format und dem "Hybrid Columnar"-Format generiert und ausschließlich in der SGA gehalten. Dieser duale Ansatz sei genial, meint Stürner.

Und um auf SAP zurückzukommen: "Datenbanken mit nur einer Funktionalität – die sogenannten One-Trick-Ponys – werden nicht überleben", sagt Stürner voraus. Zu diesem Zeitpunkt fänden Verhandlungen statt, um eine Version für SAP-Systeme auszuliefern, ergänzt der Oracle-Manager ganz nebenbei.

Für ihn stehe fest: Wer sich für die Oracle-Datenbank entschieden habe, habe eine zukunftsfähige Lösung gewählt. Denn sie hat auch abseits vom In-Memory-Hype ihre Berechtigung. Das zeigen die folgenden 24 Vorträge der Fachkonferenz, die sich an eher traditionelle aber doch immer noch hochaktuelle Themen des klassischen Datenbank-Betriebs wie Monitoring, Administration, Performance, Partitionierung oder Security orientieren.