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  • Von: Christian Schwitalla
  • Development Datenbank
  • 17.10.2016

DOAG Big Data Days 2016: Erfahrungsaustausch rund um das Thema Oracle und Big Data

Vom 29. bis 30. September hat die DOAG zum dritten Mal die Big Data Days veranstaltet – ein zweitägiges Treffen mit viel Wissens- und Erfahrungsaustausch rund um das Thema Oracle und Big Data, aber auch mit jeder Menge Networking und einem gemeinsamen Abend im Landbierparadies.

Vom 29. bis 30. September hat die DOAG zum dritten Mal die Big Data Days veranstaltet – ein zweitägiges Treffen mit viel Wissens- und Erfahrungsaustausch rund um das Thema Oracle und Big Data, aber auch mit jeder Menge Networking und einem gemeinsamen Abend im Landbierparadies. Erfreulicherweise konnte die Veranstaltung einen positiven Trend hinsichtlich der Teilnehmerzahl verzeichnen – es gab 42 Anmeldungen.

Im ersten Vortrag „Big Data Architekturen“ führte Guido Schmutz, Trivadis, die Teilnehmer in das Thema ein. Eine kurze Befragung hatte die Notwendigkeit eines Einstiegs in das Thema zutage gebracht: die meisten Teilnehmer waren zum ersten Mal bei den DOAG Big Data Days. Guido Schmutz gebührt besonderer Dank – er füllte zusätzlich zu seinem regulären Vortrag zwei durch Absagen entstandene Lücken mit weiteren Beiträgen. Dass er den Einführungsvortrag halten sollte, erfuhr der Experte erst in der Kaffeepause vor dem Start – vielen Dank dafür!

Der Dank gebührt aber auch den anderen Dozenten, die durch ihre Beiträge zum abwechslungsreichen Programm beigetragen haben – das Feedback der Teilnehmer fiel entsprechend positiv aus!

Jan Ott stellte im Vortrag „Spark SQL“ eindeutig fest, dass man die altbewährte Datenbankabfragesprache auch in der Big Data Welt gut nutzen kann. Das Open-Source-Framework erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Die Datenverarbeitung findet hier bevorzugt im Memory statt, was zu einer Performancesteigerung um den Faktor 100 im Vergleich zur Map-Reduce-Verarbeitung auf Festplatten führt. Gleichzeitig finden Oracle-Entwickler durch die SQL-Unterstützung einen leichten Einstieg.

In seinem zweiten Vortrag „Oracle Stream Analytics – Ereignisverarbeitung leicht(er) gemacht“ stellte Guido Schmutz das Analyse-Tool für IoT vor. Wie spannend die Analyse eines Datenstroms sein kann, erlebten die Teilnehmer in einer Live-Demo: hier konnte man die Positionen von LKWs verfolgen. Mit relativ wenig Aufwand kann die Datenauswahl neu definiert werden. Dabei wird die Menge der angezeigten Objekte dynamisch dem neuen Filter angepasst. Alles andere als langweilig!

Peter Welker, Trivadis, zeigte in seinem Vortrag „Data Federation“, wie man Daten aus unterschiedlichen Quellen optimal zusammenführen kann. Zur Sprache kamen unterschiedliche Tools ebenso wie Probleme, die in diesem Umfeld typischerweise auftreten. Über den Reifegrad der jeweiligen Tools entwickelte sich eine rege Diskussion.

Dr. Nadine Schöne und Detlef Schröder, ORACLE Deutschland B.V. & Co. KG präsentierten in „Data und Big Data in der Cloud“ ein sehr aktuelles Thema: die Cloud. Die beiden Experten stellten zunächst die immer breitere Palette der Oracle Cloud Services mit dem Schwerpunkt Big Data vor. Hierzu gab es viele Fragen. Schnell wurde klar, dass die Cloud-Welt sich noch in der Entwicklungsphase befindet – nicht alle Produkte sind bereits verfügbar, und auch die Preise sind noch nicht bekannt. Viele der Teilnehmer schenken diesem Thema besonders viel Aufmerksamkeit – das wurde während des Vortrags deutlich. Im Anschluss folgte eine Hands-On-Sessions zum „Oracle Data Visualization Desktop“.

Damit war das Programm des ersten Tages vorbei. Am Abend trafen sich die Teilnehmer zum Get-Together im Landbbierparadies: in gemütlicher und lockerer Atmosphäre ging der Tag zu Ende.

 

Den zweiten Tag eröffnete Guido Schmutz mit seinem Vortrag „IoT und Big Data“. Im Paradigma des Internet of Things entstehen in der Regel große Menge an Daten, überwiegend aus Sensoren und Maschinen. Häufig ist dann Big Data die geeignete Technologie, um die Datenflut zu bewältigen. Besonderes Augenmerk legte der Referent auf die IoT-Architektur. Kein Wunder – die Architektur von IT-Systemen ist sein Steckenpferd.

Christian Löhnert, ConSol Consulting & Solutions Software GmbH, stellte im Vortrag „Big-Data-Potentiale identifizieren – leichtgewichtiger Start und schrittweises Vorgehen“ Best Practices aus zahlreichen „Big Data“-Projekten vor – eine gelungene Abwechslung nach den vielen technischen Vorträgen. Beim Aufbau eines „Big Data“-Projektes kann man vieles falsch machen, stellte der Experte fest. Insbesondere, wenn diese Technologie beim Kunden noch nicht etabliert ist. Seiner Meinung nach hat sich agiles Vorgehen und das Benennen von überschaubaren Projektzielen als erfolgversprechend herausgestellt.

Mit einem Projektbericht folgte Lukas Höfer, ConSol Consulting & Solutions Software GmbH („Running High: Mit DWH und Hadoop gemeinsam trainieren“). Projektberichte sind in der Regel bei den Teilnehmern besonders beliebt, und auch dieses Mal war es nicht anders. Mit zahlreiche Fragen entlockten die Teilnehmer Lukas Höfer viele Details. Hinter dem Projekt steht die App „Runtastic“, die Daten vieler Freizeitsportler verwaltet und auswertet. Die Einführung von Big Data hat hier zur Lösung zahlreicher Performanceprobleme beigetragen.

Im letzten Vortrag „Node.js“ stellten Kai Donato, MT AG, und Carsten Czarski, ORACLE Deutschland B.V. & Co. KG, das beliebte „Java Script“-Framework vor. Mit vielen kleineren Live-Demos demonstrierten sie die Mächtigkeit von Node.js. Die asynchrone Arbeitsweise des Frameworks bereitet Anfängern gewisse Probleme, die jedoch schnell überwunden sind. Ein Stärke von Node.js ist auch das breite Angebot an fertigen Paketen auf npmjs.com (Node Package Manager). Die geplante Hands-On-Session hat leider nicht stattgefunden, da die Zeit am Ende wie im Fluge verging und viele Teilnehmer die Veranstaltung pünktlich verlassen mussten.

Alle Vorträge und Hands-On-Sessions stehen unter hier zum Download zur Verfügung.

An dieser Stelle vielen Dank an alle Teilnehmer, Dozenten und das DOAG-Office für die Organisation – es war ein gelungenes Event! Das Feedback der Teilnehmer bestätigt dies deutlich. Auch gab es Fragen nach einer Fortsetzung. Und ja: Sofern alles nach Plan läuft, finden im kommenden Herbst die DOAG Big Data Days 2017 statt!