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  • Von: Marina Fischer
  • Development Anwendungsserver Forms
  • 23.01.2017

DOAG Forms Day 2017: Wer ist der typische Forms-Entwickler? Gandalf!

Die Forms-Gemeinschaft der DOAG startete hochmotiviert ins neue Jahr. Mehr als 60 Teilnehmer kamen am 18. Januar im Berliner Humboldt Carré zusammen, um sich über den aktuellen Stand der Oracle-Technologie auszutauschen. Ihr Fazit: Das Interesse an Oracle Forms ist nach wie vor groß. Damit das so bleibt, ist aber aktive Nachwuchsarbeit und ein besserer Wissensaustausch nötig.

Die Forms-Gemeinschaft der DOAG startete hochmotiviert ins neue Jahr. Mehr als 60 Teilnehmer kamen am 18. Januar im Berliner Humboldt Carré zusammen, um sich über den aktuellen Stand der Oracle-Technologie auszutauschen. Ihr Fazit: Das Interesse an Oracle Forms ist nach wie vor groß. Damit das so bleibt, ist aber aktive Nachwuchsarbeit und ein besserer Wissensaustausch nötig.

„Wer sind eigentlich diese erfahrenen Forms-Entwickler?“, fragte Frank Hoffmann, seines Zeichens selbst Forms-Experte, gleich zu Beginn der Veranstaltung. Daraufhin zeichnete er in seinem unterhaltsamen wie appellierenden Vortrag zur Zukunft von Oracle Forms ein klares Bild des typischen Forms-Anhängers und kam zu dem Schluss: Der typische Forms-Entwickler entspricht in der Regel dem erfahrenen Zauberer Gandalf aus „Herr der Ringe“ – weise zwar, aber schon im fortgeschrittenen Alter.

Damit sprach Hoffmann eine der größten Herausforderungen der Forms-Anhänger an: die fehlenden jungen „Gefährten“. Denn wer kann in Zukunft dafür sorgen, dass Forms weiterlebt, wenn der Mehrheit der Forms-Experten in den nächsten zehn Jahren der Renteneintritt bevorsteht? Hoffmanns Appell lautete daher: „Forms geht nur weiter, wenn alle mitmachen.“ Die Zukunft von Forms hänge vor allem davon ab, ob die Forms-Gemeinschaft es schaffe, das eigene Wissen weiterzugeben und junge Leute auszubilden. Wie bei „Herr der Ringe“ machen sich also die selbsternannten Forms-Gefährten auf den gemeinsamen Weg, um ihr Heiligstes zu schützen: das laut eigener Aussage „beste Oracle-Backoffice-Tool, was es gibt“.

Weg mit dem angestaubten Image

Die Modernisierung von Forms war an diesem Tag ebenfalls ein allgegenwärtiges Thema. Mark Eichhorst widmete der Thematik einen ganzen Vortrag und zeigte, was inzwischen alles möglich ist. Zur Anschauung hatte er viele Vorher-/Nachher-Beispiele und Demos im Gepäck. „Clicky, fancy, bunty – es geht alles“, fasste er begeistert zusammen. Auch er ließ es sich nicht nehmen, noch einmal an die Teilnehmer zu appellieren: „Kümmern Sie sich um Ihre Applikation!“ Die Oberfläche sollte auf keinen Fall vernachlässigt werden, immerhin sei sie das Gesicht zum Nutzer.

Neben der Modernisierung standen insbesondere auch die Neuerungen von Forms 12c auf dem Programm. Zahlreiche Projektbeispiele und Erfahrungswerte sollten den alteingesessenen Forms-Gefährten zeigen, was mit der jüngsten Version inzwischen alles möglich ist, und sie zum Umdenken motivieren. Denn obwohl die Version 12c bereits im Oktober 2015 veröffentlicht wurde, ist sie gerade in Deutschland zurzeit kaum im Einsatz. Das zeigte auch eine spontane Befragung des Publikums. Diejenigen jedoch, die Forms 12c schon im Betrieb haben, bestätigten dagegen eine merkliche Verbesserung der Installation und Performance im Vergleich zur Vorgängerversion.

Insgesamt waren alle Vorträge sehr interaktiv, ganz egal, ob es um Installation und Administration, Oberflächengestaltung, Modernisierung, Integration, Reports oder Mobile ging. Immer wieder entwickelten sich spontane Diskussionen. Oft gab es so viel Gesprächsstoff, dass viele Vorträge erst nach der angesetzten Vortragslänge endeten.

Die Gefährten auf ihrem Weg in eine Welt des Austauschs

Die Begeisterung für Forms jedenfalls scheint sich seit Version 12c noch einmal neu entfacht zu haben. Jürgen Menge, DOAG-Themenverantwortlicher für Forms, zeigte sich begeistert von der großen Teilnehmerschar: „Wir hatten zwar gehofft, dass viele Teilnehmer kommen – das überwältigende Interesse hat uns aber dann doch überrascht. Das zeigt ganz deutlich, dass es nach wie vor viele Kunden gibt, die Forms einsetzen und die den Wunsch haben, sich mit anderen Forms-Anwendern auszutauschen.“

Den Austausch untereinander zu fördern erwies sich in der Diskussionsrunde für die Gefährten als eine weitere zu bewältigende Etappe auf ihrer Mission. Denn oft wisse der eine Forms-Entwickler gar nicht, vor welchen Herausforderungen andere Gefährten stünden, so eine Diskussionsteilnehmerin. Die eigenen Lösungen könnten zwar anderen weiterhelfen, aber verstaubten zu oft in einer Schublade.

Doch das soll sich ändern: Um die Zeit bis zum nächsten DOAG Forms Day zu überbrücken, hat das Gefährten-Trio um Jürgen Menge, Gerd Volberg und Frank Hoffmann mehrere Plattformen ins Leben gerufen, auf denen sich alle Forms-Interessierten über Demos, Source Code und ihre Fragen rund um Forms austauschen können: 1) Forms Community Plattform, 2) Forms Community GitHub und 3) Forms Community Demo Server. Wer sich aktiv beteiligen möchte oder weitere Information benötigt, wendet sich gerne an einen der drei Ansprechpartner.