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  • Von: DOAG Online
  • Data Warehouse Data Integration
  • 20.11.2013

DOAG-Umfrage: Befragte setzen Oracle Warehouse Builder massiv ein

Die DOAG hat die Ergebnisse ihrer Online-Umfrage zur Nutzung von ETL-Tools auf der DOAG 2013 Konferenz + Ausstellung präsentiert. Laut Umfrage setzen mehr als 95 Prozent der Befragten, die in Deutschland ihr Data Warehouse auf Basis der Oracle-Database-Infrastruktur betreiben und ETL-Tools nutzen, den „Oracle Warehouse Builder“ (OWB) ein. An der Umfrage haben rund 200 Personen teilgenommen.

Die DOAG hat die Ergebnisse ihrer Online-Umfrage zur Nutzung von ETL-Tools auf der DOAG 2013 Konferenz + Ausstellung präsentiert. Laut Umfrage setzen mehr als 95 Prozent der Befragt
en, die in Deutschland ihr Data Warehouse auf Basis der Oracle-Database-Infrastruktur betreiben und ETL-Tools nutzen, den „Oracle Warehouse Builder“ (OWB) ein. An der Umfrage haben rund 200 Personen teilgenommen. Extract, Transform, Load (ETL) ist der Prozess, mit dem Daten aus verschiedenen Quellen in ein Data Warehouse integriert werden. 

Die Nutzer von OWB haben viel Zeit in Schulung, Aufbau von Bibliotheken etc. investiert. Die Basic-ETL-Komponenten des OWB gehören zur Lizenz der kostenpflichtigen Datenbank-Editionen und sind somit kostenfrei  nutzbar, wenn die Datenbank lizenziert ist. Laut der DOAG-Umfrage nutzen 87 Prozent der Befragten diese Basic-ETL-Komponenten.

Oracle will laut dem Statement of Direction zum OWB und Oracle Data Integrator (ODI)  den OWB nach dem Release 1 der Datenbank 12c nicht mehr zertifizieren. „Mit dieser Umfrage können wir nun Oracle mit konkrete Zahlen belegen, dass die Anwender den Warehouse Builder auch über das  Release 1 der Datenbank 12c hinaus behalten möchten“, so Dr. Dietmar Neugebauer, Vorstandsvorsitzender der DOAG.

Stattdessen sollen die Unternehmen künftig ODI einsetzen. Dafür ist jedoch ein Umschulungsaufwand erforderlich, der von rund 80 Prozent der Befragten als „hoch“ beziehungsweise „sehr hoch“ eingeschätzt wird. Darüber hinaus gehen 89 Prozent der Unternehmen von einem „hohen“ beziehungsweise „sehr hohen“ Migrationsaufwand aus.

„Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass wir die richtige Zielgruppe adressiert haben und dass das aktuelle Statement of Direction von Oracle für diese Zielgruppe einen hohen Leidensdruck bedeutet", fasst Christian Weinberger, Themenverantwortlicher für BI & Data Warehouse zusammen. „Oracle muss hier dringend handeln, immerhin sind fast Dreiviertel der Befragten bereit, alternative Anbieter zu eruieren.“ 

Zudem ist die Oracle Data Integrator Enterprise Edition ein kostenpflichtiges Produkt, das zusätzlich zur Datenbank lizenziert werden muss. „Eine kostenfreie Light-Version des ODI im Rahmen der Datenbank-Lizenz, die die Funktionalitäten der bisherigen Basic-ETL-Komponenten enthält, könnte zumindest eine längerfristige Alternative für die Benutzer des OWB sein“, ergänzt Michael Paege, stellv. Vorstandsvorsitzender der DOAG und Leiter Competence Center Lizenzierung. „So würden die Investitionen in die bewährte OWB-Technologie geschützt.“

Im Anschluss an die Präsentation der Ergebnisse im Rahmen der DOAG 2013 Konferenz + Ausstellung signalisierte Günther Stürner, Vice President Server Technologies und Sales Consulting bei der ORACLE Deutschland B.V. & Co. KG, Verhandlungsbereitschaft: „Wir werden das Problem gemeinsam mit der DOAG besprechen und eine gute Lösung für die betroffenen Anwender anstreben.“