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  • Von: DOAG Online
  • Lizenzierung
  • 17.02.2015

DOAG unterstützt offenen Brief der Campaign for Clear Licensing

Die britische Non-Profit-Initiative „Campaign for Clear Licensing“ (CCL) hat in einem offenen Brief an Oracles CTO Larry Ellison in einem „Sieben-Punkte-Plan“ dargestellt, wie Oracle zukünftig den Umgang mit seinen Kunden verbessern könnte. „Generell unterstützen wir diese sieben Punkte“, so Dietmar Neugebauer, Vorstandsvorsitzender der DOAG. „Insbesondere in den Bereichen Kommunikation und Information gibt es bei Oracle noch Verbesserungspotential.“

Die britische Non-Profit-Initiative „Campaign for Clear Licensing“ (CCL) hat in einem offenen Brief an Oracles CTO Larry Ellison in einem „Sieben-Punkte-Plan“ dargestellt, wie Oracle zukünftig den Umgang mit seinen Kunden verbessern könnte. „Generell unterstützen wir diese sieben Punkte“, so Dietmar Neugebauer, Vorstandsvorsitzender der DOAG. „Insbesondere in den Bereichen Kommunikation und Information gibt es bei Oracle noch Verbesserungspotential.“

Ihre Forderungen stützt die „Campaign for Clear Licensing“, die sich für klare Lizenzbestimmungen für die Kunden von Business-Software einsetzt, auf ihre im letzten November veröffentlichte Studie. Rund 100 IT-Manager hatte die CCL zu Oracles Lizenzpolitik befragt – um anschließend zu einem ernüchternden Ergebnis zu kommen. 92 Prozent der Befragten berichteten von erheblichen Mängeln in der Kommunikation. So sollen in einigen Fällen nach Änderung der Lizenzbestimmungen sogar veraltete Informationen kommuniziert worden sein. Weiterhin bewerteten 88 Prozent der Befragten die Anforderungen in Oracle-Audits als unklar. Lediglich 22 Prozent stuften Oracles „License Management Service“ (LMS) bei Vertragserneuerungen und -verhandlungen als behilflich ein.

„Oracles Kommunikation und Informationspolitik sind verbesserungswürdig“

Mit dem Ergebnis der Studie greift die CCL Anliegen auf, die Oracle-Kunden schon seit längerer Zeit beschäftigen. Die DOAG unterstützt daher generell die von der CCL vorgestellten sieben Punkte:

  1. Strategischer Fokus auf Kundenzufriedenheit
  2. Klarheit bei Audits
  3. Informationen aus einer Hand
  4. Wissensdatenbank
  5. Geringeres Risiko bei Reengineering
  6. Motivation und Prozess-Blueprints für Software Asset Management
  7. Kommunikation

„Besonders wichtig für uns sind dabei die Punkte Wissensdatenbank und Kommunikation“, so Dietmar Neugebauer. Kunden machten ihn immer wieder auf die mangelnden Informationen aufmerksam. Der Auf- und Ausbau einer umfassenden Wissensdatenbank zum hochkomplexen Thema der Lizenzierungen sei daher wünschenswert.

Gleichzeitig appelliert Neugebauer auch an die Kunden, sich rechtzeitig auf die Audits vorzubereiten und sich mit ihren Lizenzen und Oracles Lizenzregeln auseinanderzusetzen. Den eigentlichen Handlungsauftrag sehe er jedoch beim Hersteller: „Oracle müsste mehr informieren, die Komplexität abbauen und die Kommunikation mit den Kunden verbessern“, schlussfolgert er. Michael Paege, stellv. Vorsitzender und Leiter Competence Center Lizenzierung der DOAG, ergänzt: „Insgesamt wünschen wir uns hier mehr Engagement von Oracle und fordern mehr Kundenorientierung, ein stärkeres Eingehen auf die Wünsche und Probleme der Kunden und ein Anpassen von Oracles Lizenzpolitik an Marktgegebenheiten wie beispielsweise in Hinblick auf VMware.“

Lizenzguide der DOAG

Die DOAG hat hier schon frühzeitig den Handlungsbedarf erkannt und mit dem digitalen Lizenzguide ein Nachschlagewerk herausgebracht, in dem sich DOAG-Mitglieder über die wichtigsten Aspekte der Lizenzierung von technischer Oracle-Software informieren können. Außerdem finden Interessierte auf den Internetseiten des Competence Center Lizenzierung der DOAG weitere Informationen rund um das Thema Lizenzierung.