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  • Development Datenbank
  • 08.10.2013

„Entwickler sind jetzt in der Lage, eigene Pluggable-Databases zu erstellen“

Er ist ein beliebter Speaker und tritt dieses Jahr wieder auf der DOAG Konferenz + Ausstellung auf: Bryn Llewellyn, Product Manager bei Oracle im Bereich Database Server Technologies. Dieses Jahr beleuchtet er das neueste Datenbank-Release Oracle Database 12c aus dem Blickwinkel eines Entwicklers. Die DOAG hat ihn im Vorfeld dazu befragt.

Er ist ein beliebter Speaker und wird dieses Jahr wieder auf der DOAG Konferenz + Ausstellung auftreten: Bryn Llewellyn, Product Manager im Bereich Database Server Technologies. Dieses Jahr beleuchtet er die Oracle Database 12c aus dem Blickwinkel eines Entwicklers. Die DOAG hat ihn im Vorfeld dazu befragt.

Welche Vorteile erhalten PL/SQL-Programmierer mit der neuen Datenbank 12c?Bryn Llewellyn, Product Manager im Bereich Database Server Technologies

Die Oracle-Datenbank 12c bringt neue PL/SQL-Funktionen sowie transparente Performance-Steigerungen für PL/SQL-Anwendungen. Im Einzelnen gibt es zum Beispiel Verbesserungen im Zusammenspiel zwischen PL/SQL und SQL. Insbesondere der einfachere Aufruf von PL/SQL-Unterprogrammen von außerhalb der Datenbank ist zu betonen. Hinzu kommen auch neue Konstrukte zur Verbesserung der Modularisierung sowie neue APIs zur Ablaufverfolgung  und zur Diagnose von Laufzeitfehlern.

Wann sollten Software-Ingenieure auf PL/SQL setzen?

Eine alte Weisheit besagt, dass man eigentlich die Datenbank über eine PL/SQL-API an den clientseitigen Code einbinden sollte. Die Implementierungsdetails (Namen und Strukturen der Tabellen sowie die SQL-Statements, die diese manipulieren) sollte man gegenüber dem Client sicher kapseln. Bis zu diesem Zeitpunkt ignorierten viele die Regel oder ließen sie unbeachtet. Dafür gibt es vernünftige Gründe. Es ist bekannt, dass PL/SQL in der Datenbank nicht ohne Ausfallzeit ausgetauscht werden kann. Die Datentypen für die Informationsübergabe von der Applikation zum PL/SQL-Code sind umständlich zu verwenden und bringen Performance-Probleme. Außerdem ist es ineffizient, jedem Entwickler eine Sandbox zu geben, um darin am PL/SQL-Code zu arbeiten. Die Oracle-Datenbank 12c bringt eine Reihe von Änderungen, die diese Einschränkungen aufheben.

Welche Message für PL/SQL-Programmierer bringen Sie mit auf die Konferenz?

Jetzt kann man mehrere Pluggable Databases innerhalb einer einzigen Container Database haben. Jede Operation, die eine Pluggable Database als Einheit behandelt (zum Beispiel create, open, close, unplug, plug in, clone und drop), macht man mit einem SQL-Statement. Wenn das Filesystem die Erstellung eines Klons ermöglicht, muss man nur das Schlüsselwort „Snapshot“ in den SQL-Code einfügen.

PL/SQL ist die optimale Orchestrierungssprache für SQL. Entwickler sind jetzt in der Lage, eigene Pluggable-Databases zu erstellen, um an einem bestimmten Referenzpunkt oder zu einer bestimmten Referenzzeit aufzusetzen.