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  • Von: DOAG Online
  • Datenbank
  • 18.05.2016

Flex RAC und ASM: „Optimale Ausnutzung von Server-Ressourcen“

Christian Pfundtner ist Geschäftsführer der DB Masters GmbH und seit 1992 mit der Oracle Database verbunden. Als Oracle Trainer lebt er zudem automatisch am Puls der Datenbank. Im Interview geht er auf Details zu „Oracle 12c Flex RAC und ASM“ ein.

Christian Pfundtner ist Geschäftsführer der DB Masters GmbH und seit 1992 mit der Oracle Database verbunden. Als Oracle Trainer lebt er zudem automatisch am Puls der Datenbank. Im Interview geht er auf Details zu „Oracle 12c Flex RAC und ASM“ ein.

Herr Pfundtner, die Flex-Technologie bei Oracle RAC und ASM wurde mit der Database 12c eingeführt. Was sind Anwendungsbeispiele für die Technologie?

Das beste Beispiel ist der Betrieb von datenbanknahen Applikationen wie beispielsweise APEX Listener oder andere Applikationsserver im Clusterverbund auf LEAF-Nodes. Dabei übernimmt die Cluster-Software das Monitoring und die Hochverfügbarkeit der Applikation – und das ohne zusätzliche Lizenzkosten seitens Oracle.

Können Sie uns die Vorteile von Flex RAC und ASM näher erläutern?

Mit Flex RAC ist es möglich, zwei Arten von Cluster-Knoten zu betreiben. Zum einen die HUB-Knoten mit Storage-Anbindung für den Betrieb der Datenbanken. Zum anderen die LEAF-Knoten ohne Storage-Anbindung für den Betrieb von anderen Ressourcen, etwa WebServer, Applikations-Server und andere Services, die keinen direkten Zugriff auf Datenbank-Dateien benötigen. Mithilfe des ASM Cluster Filesystem (ACFS) kann man auch auf den LEAF-Knoten auf gemeinsame Dateien zugreifen. Flex RAC und Flex ASM gemeinsam ermöglichen es damit, dass die ASM-Instanzen nur noch auf zwei bis drei der HUB-Knoten laufen. Die Datenbank-Instanzen auf den anderen HUB-Knoten greifen dann über das Netzwerk via der ASM-Instanzen auf ihre Metadaten zu.

Dadurch erspart man sich also die Ressourcen für die nicht mehr benötigten lokalen ASM-Instanzen?

Genau, und zusätzlich gewinnt man ein Plus an Verfügbarkeit, weil die Datenbank-Instanzen zu jeder beliebigen ASM-Instanz gehen können. Solange noch eine ASM-Instanz in Betrieb ist, können die Datenbank-Instanzen folglich ebenfalls laufen. In früheren Oracle-Versionen – bis 11gR2 – terminierten die Datenbank-Instanzen, wenn die lokalen ASM-Instanzen nicht verfügbar waren.

Wie steht es um den Aufwand für die Aufteilung auf HUB- und LEAF-Knoten?

Durch die mit 11gR2 eingeführten Verbesserungen im Bereich von Serverpools ist es ab Oracle 12c einfacher, Datenbank-Instanzen flexibel auf die vorhandenen Knoten zu verteilen. Mit Grid Plug and Play (GPnP) kann man den vorhandenen Cluster zudem schnell um weitere Knoten vergrößern und verkleinern, ohne dafür stundenlang die Konfigurationen zu modifizieren.

Gibt es weitere Vorteile?


Flex ASM bietet einige Administrationsverbesserungen, etwa größere LUN Sizes mit bis zu 511 Diskgroups, mit der Möglichkeit diese auch umzubenennen. Speziell in Kombination mit der ACFS-Nutzung auf den LEAF-Knoten ist der Betrieb eines eigenen ASM-Netzwerks hilfreich, um das Interconnect-Netzwerk zu entlasten. Zudem gibt es eine neue Management Database, die in 12.1.0.1 optional und ab 12.1.0.2 verpflichtend erzeugt wird. In dieser werden von verschiedenen Tools Performance- und Monitoring-Daten gesammelt. Aktuell gibt es noch kein Analysetool dafür, dieses soll aber mit 12.2 vorgestellt werden – und dann auch 12.1.0.x unterstützen. Eine „Cloud Control“-Integration für die neue Management Database wird ebenfalls in späteren Oracle-Versionen nachgereicht werden.

Das Expertenseminar mit Christian Pfundtner zum Thema "Oracle 12c Flex RAC und ASM“ findet vom 30. bis 31. Mai in Berlin statt. Als Teilnehmer profitieren Sie von der optimalen Ausnutzung Ihrer Server-Ressourcen durch Reduktion von unnötigem Overhead und Verbesserung der Verfügbarkeit Ihrer Applikationen durch die Oracle-Clusterware.

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