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  • Von: DOAG Online
  • Lizenzierung
  • 15.09.2015

Geänderte Vertragsbedingungen für OTN-Lizenzen

Oracle Technology Network (OTN) Developerlizenzen sind kostenfrei, unterliegen aber strengen Einschränkungen. So streng, dass sie für viele IT-Abteilungen bislang nicht geeignet waren. Das könnte sich jetzt ändern: Oracle hat die Vertragsbedingungen für die Entwicklungslizenzen geändert – zum Vorteil der Anwender.

Oracle Technology Network (OTN) Developerlizenzen sind kostenfrei, unterliegen aber strengen Einschränkungen. So streng, dass sie für viele IT-Abteilungen bislang nicht geeignet waren. Das könnte sich jetzt ändern: Oracle hat die Vertragsbedingungen für die Entwicklungslizenzen geändert – zum Vorteil der Anwender.

Wie Michael Paege, Leiter des Competence Centers Lizenzierung und stellvertretender Vorsitzender der DOAG, Opens external link in new windowin seinem Blog schreibt, waren die OTN-Developerlizenzen aufgrund folgender Einschränkungen meist ungeeignet für den Einsatz in Unternehmen:

  • 1 Person auf 1 Computer: „The programs may be installed on one computer only, and used by one person in the operating environment identified by us. You may make one copy of the programs for backup purposes;
  • Nur zur Erstentwicklung: „You may not continue to develop your application after you have used it for any internal data processing, commercial or production purpose without securing an appropriate license from us, or an Oracle reseller;”
  • Nicht zur Nutzung selbstentwickelter Applikationen: „You may not use the application you develop with the programs for any internal data processing or commercial or production purposes without securing an appropriate license from us;”

Oracle hat diese Bedingungen geändert und bietet nun neben einer allgemeinen OTN-Entwicklerlizenz zusätzlich OTN-Verträge für WebLogic und JDeveloper.

Opens external link in new windowAllgemeine OTN-Entwicklerlizenz:
Diese gilt vor allem für die Datenbank, DWH/BI-Tools und andere Technologieprodukte, für die nicht die speziellen OTN-Verträge für WebLogic und JDeveloper (siehe weiter unten) gültig sind.
Änderungen:

  • Die 1-Person- auf-1-Computer-Restriktion ist nicht mehr enthalten
  • Das Verbot, selbstentwickelte Applikationen zu nutzen, taucht ebenfalls nicht mehr auf

Hinweis: Die Einschränkung bezüglich der „Erstentwicklung“ bleibt bestehen:
 „Oracle grants You a nonexclusive, nontransferable, limited license to internally use the Programs, subject to the restrictions stated in this Agreement, only for the purpose of developing, testing, prototyping, and demonstrating Your application and only as long as Your application has not been used for any data processing, business, commercial, or production purposes, and not for any other purpose.“

Opens external link in new windowOTN-Entwicklerlizenz für WebLogic-Produkte:
Michael Paege nimmt an, dass diese Entwicklerlizenz mindestens für alle Produkte gilt, die WebLogic im Namen tragen. Die Einschränkungen:

  • 1 Person auf 1 Computer: „This license permits you to allow each of Your Developers to deploy the Programs on one Developer Desktop Computer. You may not use the Programs in a Shared Development Environment.“
  • Nicht zur Nutzung selbstentwickelter Applikationen: „You may not: use the application(s) you develop with the Programs for any internal data processing or commercial or production purposes.“


Die Vertragsbedingungen für Weblogic-Produkte orientieren sich also an den ursprünglichen OTN-Developerlizenzen, mit Ausnahme der Einschränkung bezüglich der „Erstentwicklung“ – diese wurde aufgehoben:

„You may continue to develop, test, prototype and demonstrate your application(s) with the Programs under this license after you have deployed the application(s) for any internal data processing, commercial or production purposes (subject to the requirement to procure a production release version of the Programs as described in the preceding sentence).“

Michael Paege verweist schließlich noch auf die Opens external link in new windowOTN-Entwicklerlizenzen für JDeveloper.