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  • Von: DOAG Online
  • Themen
  • 02.08.2012

HP gewinnt Itanium-Streit, Oracle will in Berufung gehen

Hewlett-Packard (HP) hat sich vor Gericht durchgesetzt: Oracle muss die Unterstützung seiner Produkte auf HPs Itanium-Servern weiterhin gewährleisten.

Das Gericht beruft sich auf eine Abmachung, die beide Parteien am 20. September 2010 unterzeichnet hatten. Oracle habe sich mit dieser Vereinbarung dazu verpflichtet, sämtliche Software-Produkte für Itanium-Prozessoren zu liefern, so interpretiert es das US-Gericht. 

Solange HP diese Server anbietet, muss Oracle demnach alle Software-Produkte für Itanium samt Updates und Releases seit dem Zeitpunkt der Abmachung zur Verfügung stellen. 

In einer Erklärung hat Oracle nun angekündigt, gegen die Entscheidung in Berufung gehen zu wollen. „Wir wissen, dass Oracle in den von HP zitierten 27 Wörtern aus einer Personalsache ohne Bezug nicht das Recht aus der Hand gegeben hat, Entscheidungen zur Plattformentwicklung zu treffen. HPs Argumentation stellt das Konzept von ‚Partnerschaften‘ im Silicon Valley auf den Kopf“, so das Statement von Oracle. HP hätte sowohl Partner und Kunden getäuscht, heißt es in dem Schreiben weiter. Oracle geht nämlich davon aus, dass die Itanium-Server das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben.

Oracle hatte 2011 angekündigt, die Softwareentwicklung für Itanium-Chips zu beenden. HP hatte daraufhin eine Klage eingereicht, mit der Begründung, Oracle wollte somit das eigene Hardware-Geschäft ankurbeln.