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  • Von: Marina Fischer
  • Javaland
  • 07.03.2016

JavaLand4Kids: Mehr als nur YouTube und Smartphones

Kinder spielerisch an das Programmieren heranführen und sie fit für den Umgang mit Computern und neuen Technologien machen – den begeisterten Stimmen der kleinen Teilnehmer und ihrer Mentoren nach geht das Konzept der JavaLand4Kids mehr als auf. Rund zwanzig Grundschüler im Alter von neun und zehn Jahren nutzten auch bei der zweiten Ausgabe der Veranstaltung im Phantasialand in Brühl bei Köln die Gelegenheit, viel Neues zu erforschen und auszuprobieren.

Fragt man die Kinder nach ihren bisherigen Erfahrungen und Kenntnissen am Computer, fällt vor allem eines auf: im Internet surfen und Computerspiele stehen gleich an oberster Stelle. Nach dem heutigen Tag werden ihre Antworten sicher anders ausfallen. Dafür dürften die beiden spannende Workshops mit dem humanoiden "Nao Roboter" und der fahrenden Drohne "Jumping Sumo" sorgen, die den Nachwuchs auf kreative Weise mit dem Programmieren vertraut gemacht haben.

Viel Spaß beim Ausprobieren und Entdecken

Der kleine „Nao Roboter“ sorgte bei den Kindern schon gleich zu Beginn für viel Begeisterung, als er sich persönlich vorstellte. Mit seinen vielen Sensoren am Körper und einem eingebauten Sonar bot der menschlich wirkende Roboter viele Möglichkeiten der visuellen Programmierung. Die Kinder lernten schnell, die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Aktionen des Roboters und der zugrundeliegenden Programmierung zu verstehen und konnten schon bald mit dem Roboter interagieren und verschiedene Choreografie-Übungen absolvieren.

Im Workshop „Jumping Sumo“ brachten die Kinder der Drohne eine Reihe von Kunststücken bei. Neben 80 cm hohen Sprüngen programmierten sie mittels eines Routenplans auch eine Abfolge von Aktionen und konnten so die Drohne gezielt steuern.

„Wichtig ist uns bei der JavaLand4Kids vor allem, dass die Kinder den kreativen Umgang mit Computern lernen und einen Einblick bekommen, wie die Technik funktioniert, anstatt sie nur zu benutzen“, betont Uwe Sauerbrei, der die JavaLand4Kids mitorganisiert hat und sich als einer der Leiter der Java User Group Hamburg auch für die Interessen der erwachsenen Java-Programmierer einsetzt.

Der Schulleiter der Hans-Christian-Andersen-Schule in Sankt Augustin, Jörn Diercks, der die Schüler begleitet hat, zeigte sich begeistert vom Konzept: „Die Kinder nehmen sicher sehr viel des Gelernten und vor allem von ihrer Begeisterung für die Technik mit nach Hause.“ Dank des Buchgeschenks „Java für Kids“ des mitp-Verlags für jedes der Kinder können sie das Gelernte auch später noch weiter vertiefen.

Treffen mit den „Großen“

Ein besonderes Highlight war für die Kinder die abschließende Präsentation ihres Lernerfolgs vor prominentem Publikum. Denn mit Stephen Chin hatte sich eine echte Größe der Java-Szene angekündigt, um den Nachwuchsprogrammierern Hallo zu sagen.

„Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr hat auch die diesjährige Veranstaltung gezeigt, dass die JavaLand4Kids der richtige Weg ist, um Kinder an aktuelle Technologien heranzuführen. Dafür spricht nicht nur die Begeisterung und Neugierde der teilnehmenden Mädchen und Jungen, sondern auch die damit verbundene Hoffnung, durch eine frühe Förderung dem Fachkräftemangel in der IT besser begegnen zu können“, zog Fried Saacke, Vorsitzender des iJUG Interessenverbund der Java User Groups e.V. und Veranstalter der JavaLand, zufrieden Bilanz. Als inzwischen fester Bestandteil der JavaLand-Konferenz soll die Veranstaltung auch im nächsten Jahr wieder durchgeführt werden.

Organisiert wurde die JavaLand4Kids von der DOAG in Zusammenarbeit mit dem iJUG Interessenverbund der Java User Groups e.V. im Rahmen der JavaLand, einer jährlich im Phantasialand stattfindenden Konferenz für Java-Entwickler, zu der in diesem Jahr mehr als 1.200 Teilnehmer erwartet werden.