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  • Von: DOAG Online
  • Themen
  • 08.06.2016

Kursfall wegen Bilanzmanipulation: Aktionäre reichen Klage gegen Oracle ein

Wie das Tech-Magazin „The Register“ berichtet, hat eine Gruppe von Aktionären, allen voran der Investor Grover Klarfeld, Klage gegen Oracle eingereicht. In der Klageschrift beschuldigt er den Konzern, aufgrund von Bilanzmanipulationen für einen drastischen Kursfall der Oracle-Aktie verantwortlich zu sein. Auch soll Schadensersatz geltend gemacht werden, falls der Aktienkurs infolge der Manipulationen signifikant einbrechen sollte. Der Wert der Oracle-Aktie ist innerhalb weniger Tage bereits um mehrere Prozentpunkte gefallen.

Vorausgegangen waren Berichte über die Klage einer ehemaligen Oracle-Mitarbeiterin gegen den Konzern. Nach eigenen Angaben hatte sich Svetlana Blackburn geweigert, die Umsatzzahlen des Cloud-Business zu beschönigen, woraufhin ihr gekündigt worden sei. Die Managerin war in der Buchhaltung tätig gewesen. Da es sich um einen sogenannten „Whisteblower Lawsuit“ handelt, hätte die Mitarbeiterin bei Erfolg Anrecht auf einen Teil des gegen Oracle verhängten Bußgeldes.

Der Konzern weist die Vorwürfe energisch zurück und will Svetlana Blackburn nun seinerseits verklagen.