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  • Von: DOAG Online
  • Datenbank
  • 14.12.2016

„Multitenant? Ich bin ein absoluter Fan!“

Spricht man den Datenbank-Experten Johannes Ahrends auf die Multitenant-Architektur der Oracle-Datenbank an, merkt man gleich, dass er mit großer Begeisterung bei der Sache ist. Den Teilnehmern der Noon2Noon-Veranstaltung am 2. und 3. Februar 2017 will er daher nicht nur die Migration nach Oracle 12c, sondern auch die noch wenig genutzte Multitenant-Option schmackhaft machen. Im Gespräch mit DOAG Online erklärt er, warum es so wichtig ist, sich jetzt damit auseinanderzusetzen.

Spricht man den Datenbank-Experten Johannes Ahrends auf die Multitenant-Architektur der Oracle-Datenbank an, merkt man gleich, dass er mit großer Begeisterung bei der Sache ist. Den Teilnehmern der Noon2Noon-Veranstaltung am 2. und 3. Februar 2017 in Mainz will er daher nicht nur die Migration nach Oracle 12c, sondern auch die noch wenig genutzte Multitenant-Option schmackhaft machen. Im Gespräch mit DOAG Online erklärt er, warum es so wichtig ist, sich jetzt damit auseinanderzusetzen.

Johannes, was erwartet die Teilnehmer im Februar in deinem Vortrag zur Multitenant Database Architektur?

Einerseits geht es natürlich um die generelle Architektur: Was ist eigentlich Multitenant? Welche Vorteile bringt es mir? Außerdem werde ich die neuen Features in Oracle 12.2 behandeln. Denn dieses ungute Bauchgefühl, das viele Leute noch haben, wird durch die vielen neuen Funktionalitäten in Version 12.2 sehr stark abgeschwächt.

Multitenant gibt es schon seit drei Jahren, ist aber bei vielen noch nicht angekommen. Warum sollte man sich deiner Meinung nach unbedingt damit beschäftigen?

Oracle hat mit Version 12 angekündigt, dass die Non-CDB, also die klassische Datenbank, nicht mehr weiterentwickelt wird. Zwar bietet Oracle noch Support an, aber die Architektur wurde so sehr umgekrempelt, dass ich nicht annehme, dass Oracle diese Architektur noch lange unterstützt. Um bei Version 13 dann nicht sowohl mit der neuen Architektur als auch den neuen Features konfrontiert zu werden, sollte man unbedingt anfangen, sich mit der neuen Architektur zu beschäftigen. Jetzt hat man noch die Möglichkeit, langsam damit zu starten und sich sukzessive das Know-how über die Multitenant-Architektur anzueignen.

Viele schrecken auch vor den hohen Kosten der Multitenant-Option zurück. Für wen lohnt sich denn der Einsatz?

Für alle! Ich glaube, dass sich die Kosten sehr schnell amortisieren, weil man die Ressourcen, die man zur Verfügung hat, wesentlich besser nutzen kann. Wenn ich heute beispielsweise 32 CPUs brauche, um meine Datenbank zu betreiben, und zukünftig vielleicht nur noch 24 CPUs, dann habe ich das Geld, das Multitenant mehr kostet, schnell wieder raus.

Die Migration nach 12c wird gerne auf die lange Bank geschoben. Wie kann man denn schon im Vorfeld dafür sorgen, dass das Upgrade möglichst reibungslos über die Bühne geht?

Ein Upgrade ist immer mit einem Risiko verbunden. Testen ist dabei natürlich sehr wichtig, aber man muss auch erst einmal sehen, welche Möglichkeiten überhaupt zur Verfügung stehen. Das Risiko, dass ein Upgrade schief läuft, liegt oftmals darin, dass man versucht, die Produktion upzugraden. Wenn das schief geht, dann steht alles. Wenn ich dagegen die Chance habe, eine neue Datenbank aufzusetzen und mit Replikationsmethoden aufzubauen, dann habe ich im günstigsten Fall gar keine Down-Time.

Warum sollte man aus deiner Sicht unbedingt an der Noon2Noon-Veranstaltung teilnehmen?

In so kurzer Zeit an nur einem Ort so viele Experten anzutreffen und derart viele Informationen zu bekommen, gibt es so schnell nicht wieder: Mit dabei sind unter anderem die Datenbank-Gurus Martin Klier, Mike Dietrich, Uwe Hesse und Martin Bach, die den Teilnehmern für 24 Stunden für all ihre Fragen zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen zu Noon2Noon am 2. und 3. Februar 2017 in Mainz sowie Tickets erhalten Interessierte unter diesem Link.