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  • Von: Marina Fischer
  • Development Themen
  • 14.09.2016

Open Source: Entwicklung mit Oracle JET

Was tut man, wenn das Entwicklungsbudget zu knapp ist? Luc Bors, Oracle ACE Director und Technical Director bei eProseed, ist in einem Kundenprojekt kurzerhand auf Open Source umgestiegen. Auf der DOAG 2016 Konferenz + Ausstellung im November stellt er das erfolgreich abgeschlossene Projekt mit all seinen Herausforderungen vor.

Was tut man, wenn das Entwicklungsbudget zu knapp ist? Luc Bors, Oracle ACE Director und Technical Director bei eProseed, ist in einem Kundenprojekt kurzerhand auf Open Source umgestiegen. Auf der DOAG 2016 Konferenz + Ausstellung im November stellt er das erfolgreich abgeschlossene Projekt mit all seinen Herausforderungen vor.

Nachdem das Team um Luc Bors im Projekt anfangs mit Cloud-basierten Produkten wie „Oracle Database Cloud Service“ und „Oracle Java Cloud Service“ gestartet war, tauchten schon bald Finanzierungsschwierigkeiten auf. Sie suchten nach einer kostengünstigen Alternative und fanden sie in einer Kombination aus „Oracle JavaScript Extension Toolkit“ (JET), Glassfish, MySQL und eclipseLink – allesamt Oracle-Open-Source-Produkte, mit der sie schließlich die geforderte Multitenant-Lösung entwickelten.

Dabei waren gleich am Anfang einige Hürden zu überwinden, berichtet der Technical Director: „Zunächst mussten wir überhaupt erst einmal Oracle JET erlernen. Wir hatten das Toolkit bis dahin noch nie verwendet und es dauerte eine Zeit lang, bis alles funktionierte. Die nächste Herausforderung bestand im Wechsel von Oracle Weblogic und Oracle XE Database zu Glassfish und MySQL. Man sollte meinen, der Wechsel wäre einfach zu bewerkstelligen, aber es war ganz schön knifflig. Was auf dem einen läuft, läuft nicht zwangsläufig auch auf dem anderen.“

Ein weiterer Punkt, den man bedenken sollte, ist das Browser-Caching und Cache-Busting: „Die JET-Anwendung wird im Browser zwischengespeichert. Es gibt aber Möglichkeiten, dies zu umgehen. Vor allem beim Einsatz neuerer Versionen ist es ein Muss, dass der Browser gezwungen wird, die Anwendung zu aktualisieren.“

Die Vorteile von Oracle JET

Bei der Architektur der Anwendung entschied sich das Team für ein Web-basiertes Frontend, das sie mit Oracle JET gebaut haben. Dieses Frontend ist verknüpft mit REST Services, die auf JPA Entities mit TopLink erstellt werden. Die Services werden auf Glassfish eingesetzt. Die Daten werden schließlich in einer MySQL-Datenbank gespeichert.

Der große Vorteil von Oracle JET steckt dabei im Detail: Das Toolkit unterstützt die Entwicklung von Web-Anwendungen mittels JavaScript und beinhaltet außerdem eine Zusammenstellung häufig verwendeter Open-Source-JavaScript-Bibliotheken wie Knockout, RequireJS und JQuery. Folglich gibt es bereits eine große Sammlung an Wissen und Dokumentation in der Community. Ergänzt wird das Toolkit durch ein umfangreiches Set vorgefertigter UI-Komponenten. „Das alles half uns, die Benutzeroberfläche der Anwendung schnell zu erstellen“, zieht Bors zufrieden Bilanz.

Ebenso sehr wie die Open-Source-Entwicklung faszinieren den Halbmarathonläufer die Themen Mobile und Web: Über die Jahre hat er sich auf Oracle Forms, ADF und das Mobile Application Framework spezialisiert. Aber auch dem Internet of Things ist er nicht abgeneigt. Seit einem Jahr bastelt er in seiner Freizeit an einem Roboter, den er, sobald er fertig ist, mit Oracles IoT-Cloud verbinden will.