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  • Von: Marina Fischer
  • Support Datenbank
  • 02.11.2015

Oracle Database Standard Edition 2: Oracle reagiert mit verlängertem „Extended Support“ und Telefon-Hotline

Mit einem Brief des Country Leaders Oracle Deutschland, Frank Obermeier, hat der Konzern gegenüber der DOAG Stellung bezogen. Nach dem Release der neuen Standard Edition 2 (SE2) war Oracle in die Kritik geraten, den Bestandskunden zahlreiche Nachteile zu bescheren und Nutzer der SE und SE1 zur Migration zu zwingen.

Mit einem Brief des Country Leaders Oracle Deutschland, Frank Obermeier, hat der Konzern gegenüber der DOAG Stellung bezogen. Nach dem Release der neuen Standard Edition 2 (SE2) war Oracle in die Kritik geraten, den Bestandskunden zahlreiche Nachteile zu bescheren und Nutzer der SE und SE1 zur Migration zu zwingen.

Obermeier kündigte in seinem Schreiben die Verlängerung des „Extended Support“ für die Oracle Database 11gR2 um drei weitere Jahre bis Dezember 2020 an. Der „Extended Support ohne Zusatzkosten“ für die DB 11gR2 wurde bis Mai 2017 ausgeweitet (die DOAG berichtete). Damit reagierte der Konzern endlich auf die Forderungen der DOAG. Der Verein hatte sich mehrmals bei Oracle dafür eingesetzt, eine Support-Verlängerung zu erreichen.

Zu den Forderungen nach einer Verlängerung des „Premium Support“ für die SE1 und SE 12.1.0.1, der zum 31. August 2016 auslaufen soll, äußerte sich Oracle gegenüber der DOAG jedoch vorerst nicht. Dabei war die Verkürzung des Premium Supports bei laufenden SE/SE1-Verträgen einer der Hauptkritikpunkte nach dem Release der Standard Edition 2 (die DOAG berichtete). Der Sachverhalt wird derzeit von der DOAG auf Rechtmäßigkeit geprüft. In der Kritik standen außerdem die Limitierungen bei Sockeln und Threads, Supportkostensteigerungen für Kunden der Standard Edition One sowie das Thema Hosting-Lizenzen.

DOAG setzt sich weiterhin für Gesamtlösung ein

„Die DOAG begrüßt es, dass Oracle hinsichtlich unserer Forderungen im Sinne der Anwender zu einem ersten Entgegenkommen bereit ist und den Dialog mit den Kunden suchen möchte“, bewertet Christian Trieb, Leiter der DOAG Datenbank Community und des Competence Center Support, das Schreiben des Country Leaders. „Dennoch wird die DOAG weiterhin auf eine klare, einheitliche Lösung für alle Betroffenen bestehen. Dies betrifft insbesondere die Vorgehensweise bei Kunden, die zurzeit noch Server mit drei oder vier Sockeln betreiben, vor allem dann, wenn diese Kunden erst vor kurzem investiert haben und sich dabei auf die seinerzeit geltenden Lizenzregelungen verlassen haben.“

Weiterhin können sich betroffene Kunden mit der DOAG in Verbindung setzen. Neben Christian Trieb begleitet auch Michael Paege, Stellv. Vorstandsvorsitzender und Leiter des DOAG Competence Center Lizenzierung, die Thematik intensiv.

Einrichtung einer SE2-Telefon-Hotline

Um den Fragen der verunsicherten Kunden zu begegnen, hat Oracle nun eine SE2-Telefon-Hotline eingerichtet. Unter der Telefonnummer 0331 200 7230 soll den Kunden täglich zwischen 9:00 und 17:00 Uhr direkt geholfen werden.