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  • Von: DOAG online
  • Datenbank Infrastruktur & Middleware
  • 13.12.2013

Oracle stellt fünfte Generation von Exadata vor

Es ist die fünfte Generation von Datenbank-Maschinen: Oracle hat die Exadata X-4 vorgestellt. Ob der Einsatz in der Cloud, im OLTP- oder DWH-Bereich vorgesehen ist – die Datenbank-Maschine soll deutlich schneller arbeiten als das aktuelle Modell X-3. Den Fokus hat Oracle auf die Verbesserung der Performance und der Storage-Kapazitäten gelegt. Somit soll die Maschine je nach Konfiguration um 50 bis 100 Prozent leistungsfähiger sein und 33 bis 100 Prozent mehr Speicherkapazitäten besitzen als ihre Vorgängerin.

Oracle Exadata X-4Es ist die fünfte Generation von Datenbank-Maschinen: Oracle hat die Exadata X-4 vorgestellt. Ob der Einsatz in der Cloud, im OLTP- oder DWH-Bereich vorgesehen ist – die Datenbank-Maschine soll deutlich schneller arbeiten als das aktuelle Modell X-3. Den Fokus hat Oracle auf die Verbesserung der Performance und der Storage-Kapazitäten gelegt. Somit soll die Maschine je nach Konfiguration um 50 bis 100 Prozent leistungsfähiger sein und 33 bis 100 Prozent mehr Speicherkapazitäten besitzen als ihre Vorgängerin.

Was die Hardware anbelangt, so sorgen zwei zwölf-Kern-Xeon-Chips E5-2697 v2 von Intel und 256 GB RAM pro Datenbank-Server für die nötige Computing-Leistung. Das RAM kann auf 512 GB erweitert werden.

Wie üblich ist die neue Exadata in vier Größen erhältlich. In der kleinsten Konfiguration stellt die Maschine als Achtel-Rack zwei Datenbank- und drei Storage-Server zur Verfügung. Ein vollausgestattetes Rack beinhaltet indes acht Datenbank- und 14 Storage-Server. In allen Konfigurationen kann der Schwerpunkt entweder auf „High Performance“ oder „High Capacity“ gelegt werden. Die Maschinen enthalten im Achtel-Rack 18 Festplatten von jeweils 1,2 TB für die „High Performance Disks“ beziehungsweise 4 TB für die „High Capacity Disks“. Im Voll-Rack sind 168 Festplatten eingebaut. Wie in bei den Vorgängern kann die Nutzung der Festplatten durch „Hybrid Columnar Compression“ (HCC) drastisch optimiert werden.

Auch die Storage-Server arbeiten mit jeweils zwei Intel-Xeon-Prozessoren, die datenintensive Workloads beschleunigen – ähnlich wie Grafikkarten dies mit Bildern machen.

Wenig genutzte Daten werden automatisch auf Festplatte gespeichert, während oft genutzte Daten zusätzlich in „Exadata Smart Flash Karten“ gehalten werden. Jeder Storage-Server beinhaltet vier solcher Karten, die auf der PCI-Technologie basieren. Alle vier zusammen erreichen eine Rohkapazität von 3,2 TB.

„Exadata Smart Flash Karten“ 

Laut Oracle liegt die effektive Flash-Kapazität der „Exadata Smart Flash Karten“ zehn Mal höher als beim physischen Flash-Cache. Ein Voll-Rack hätte laut Oracle somit oftmals eine effektive Flash-Kapazität von 440 TB. Zudem profitiere die Technologie von der „Exadata Smart Flash Cache Compression“. Diese ermöglicht eine dynamische Steigerung der Kapazität, indem Benutzerdaten im Flash-Cache komprimiert werden. Die Kompression soll sowohl für die Datenbank als auch für die Anwendung transparent sein.

Die Schreib- und Lesegeschwindigkeiten haben sich laut Oracle um 77 bis 100 Prozent verbessert und erreichen nun maximal 2,66 Millionen Lese-IOPs (Input/Output operations Per Second) pro Rack und 1,96 Millionen Schreib-IOPs auf Flash-Speicher.

Mit Infiniband und dem „Zero-loss Zero-copy Datagram Protocol (ZDP) wird nun die doppelte Datenmenge durchgeschleust. Zusätzlich sorgt das „Network Resource Management“ für niedrige Antwortzeiten bei Latenzzeit-kritischen Datenbank-Operationen, selbst wenn parallel dazu Reporting-Aufgaben, Batch-Verarbeitungen oder Backups durchgeführt werden.

Listenpreise

In der Voll-Rack-Konfiguration hat die Maschine einen Listenpreis von 1,1 Millionen US-Dollar. Für die Achtel-Rack-Lösung fallen 220.000 Dollar an. Die Listenpreise können hier abgerufen werden. Exadata X-4 wird entweder mit Oracle Linux 5 Update 9 oder Solaris 11 Update 1 mitgeliefert.

Abgesehen vom Betriebssystem sind etwaige Software-Lizenzen nicht im Preis enthalten. Das gilt auch für die Exadata Storage Server Software. Auch Dienstleistungen, die die Installation und Konfiguration der Maschinen betreffen, werden zusätzlich berechnet.

Die Oracle Exadata Database Machine X4 ist abwärtskompatibel zu früheren Versionen der Exadata Database Machine, wodurch Kunden die neueste Version laut Oracle unkompliziert in ihre vorhandene Infrastruktur integrieren können. Auch die neue Version der Oracle Exadata Software unterstützt alle früheren „Exadata Hardware“-Generationen sowie Oracle Database 12c (inklusive Multitenant Option) und Oracle Database 11g Release 2.

Oracle Exadata wurde im Jahre 2008 ins Leben gerufen – damals mit HP-Hardware unter dem Namen HP Oracle Database Maschine. Nach Angaben des Herstellers sind heute Tausende von den Maschinen weltweit im Einsatz.