Zum Inhalt springen
  • Von: DOAG Online
  • Themen
  • 18.12.2015

Oracles Umsatz stagniert aufgrund des starken Dollar

Der starke Dollar lässt den Umsatz von Oracle im zweiten Geschäftsquartal 2016 stagnieren. Das ehemalige Zugpferd des Konzerns bremst heute das Geschäft – der Verkauf von Lizenzen und Wartung sinkt weiterhin. Dafür wird das Unternehmen durch seine Cloud-Sparte zunehmend gestärkt und erzielt einen höheren Umsatz in diesem Bereich.

Der starke Dollar lässt den Umsatz von Oracle im zweiten Geschäftsquartal 2016 stagnieren. Das ehemalige Zugpferd des Konzerns bremst heute das Geschäft – der Verkauf von Lizenzen und Wartung sinkt weiterhin. Dafür wird das Unternehmen durch seine Cloud-Sparte zunehmend gestärkt und erzielt einen höheren Umsatz in diesem Bereich.

Oracle hat die Ergebnisse des zweiten Geschäftsquartals 2016 nach Börsenschluss am Mittwoch, den 16. Dezember 2015, veröffentlicht. Das Quartal endete am 31. November 2015 mit folgender Bilanz: Der Umsatz des Konzerns sinkt in US-amerikanischer Währung um sechs Prozent auf insgesamt rund neun Milliarden US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr. Ohne die negativen Währungseffekte blieben die Umsätze gleich. Auch der Gewinn von Oracle fiel im Jahresvergleich um zwölf Prozent auf knapp 2,2 Milliarden US-Dollar.

Aufwind im Cloud-Bereich

Höhere Investitionen und das Anheizen der Geschäfte bei den Kunden der Cloud-Sparte verhelfen Oracle im abgeschlossenen Quartal zu einer ordentlichen Umsatzsteigerung. Die Dienste „Software as a Service“ (SaaS) und „Platform as a Service“ (PaaS) wachsen um 34 Prozent auf 484 Millionen US-Dollar und der Dienst „Infrastructure as a Service“ (IaaS) immerhin um sieben Prozent auf 165 Millionen US-Dollar. Larry Ellison, Gründer und Chief Technical Officer (CTO) von Oracle, zeigt sich zudem optimistisch, dass der Konzern im laufenden Finanzjahr mehr neue Cloud-Geschäfte abschließen werde als seine Konkurrenten. Namentlich nennt er den Konkurrenten salesforce.com als Maßstab.

Software-Verkäufe sind rückläufig

Unter anderem durch die Umsatzsteigerung im Cloud-Bereich, bricht der Verkauf neuer Software-Lizenzen folglich weiter weg. Die Umsätze im Kerngeschäft des Konzerns sinken um sieben Prozent auf rund 6,4 Milliarden US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr. Um die Verluste bei seiner größten Umsatzquelle zu kompensieren und mehr Umsätze zu generieren, dürfte das Unternehmen an seiner aktuellen Lizenzpolitik festhalten und die Kunden zudem weiter in Richtung Cloud weisen.

Hardware-Sparte hinkt erneut hinterher

Satte 16 Prozent oder rund 211 Millionen US-Dollar Umsatzeinbußen verzeichnet Oracle im zweiten Quartal mit seiner Hardwaresparte. Die Sparte, bestehend aus dem Hardware-Verkauf und -Support, macht mittlerweile nur noch zwölf Prozent des Gesamtumsatzes aus. Der Absatz von Hardware-Produkten sinkt im Jahresvergleich um erhebliche 20 Prozent. Bei den Erlösen aus dem Support macht Oracle elf Prozent Verlust. Zu der Zukunft der Sparte äußert sich der Konzern im zweiten Geschäftsquartal nicht explizit.