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  • Von: DOAG Online
  • Themen
  • 21.12.2011

Prognose verfehlt: Quartalsergebnis von Oracle schwächer als erwartet

Steht die Computerbranche vor lausigen Zeiten? Weil Oracle seine Quartalzahlen Wochen vor seinen Wettbewerbern bekannt gibt, gilt das Softwareunternehmen als Stimmungsbarometer für die Technologie-Branche. Nun sehen die Zahlen für das abgelaufene Quartal, nicht so rosig aus, wie der Konzern es sich vorgestellt hatte.

Wie aus den veröffentlichen Zahlen hervorgeht, stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lediglich um magere zwei Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar. Analysten hatten 9,2 Milliarden Dollar erwartet. 
Besonders mau sieht das Ergebnis im Hardware-Geschäft aus: Der Umsatz schrumpfte  in dem Bereich um 14 Prozent. Der Verkauf neuer Software-Lizenzen stieg hierbei lediglich um zwei Prozent, während das Geschäft mit Lizenz-Updates und Produkt-Support um 14 Prozent wuchs. 

Trotz der ernüchternden Ergebnisse bleibt Larry Ellison zuversichtlich: Der Verkauf von Systemlösungen habe im zweiten Quartal stark zugenommen, so der Oracle-Chef in einer Pressemitteilung. Das Geschäft mit Produkten wie Exadata und Exalogic laufe gut. Die SPARC SuperCluster werden nun ausgeliefert und im dritten Quartal sollen auch die Exalytics Systeme sowie die Oracle Big Data Appliance auf den Markt kommen. Im Software-Geschäft setzt die rechte Hand von Ellison, Mark Hurd, auf Produkte wie Fusion Cloud ERP ans Cloud CRM, um ein solides organisches Wachstum zu erzielen. 

Ohne Abschreibungen hätte der Gewinn laut Oracle bei 54 Cent je Aktie gelegen, erwartet worden waren 57 Cent. Die Oracle-Aktien gaben nach der Veröffentlichung der Quartalsbilanz um bis zu 9 Prozent nach. Auch die Aktien von SAP und IBM brachen ein.