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  • Von: Marina Fischer
  • Infrastruktur & Middleware Datenbank
  • 15.04.2016

Rennauto oder Güterzug? DOAG 2016 Exaday informiert über Engineered Systems

Zur dritten Auflage des DOAG Exadays kamen am 13. April rund 70 Teilnehmer ins Hotel Barceló in Hamburg, um sich über die aktuellen Entwicklungen zur Oracle Exadata und weiteren Engineered Systems zu informieren. Auch der interaktive Austausch kam dank zahlreicher Diskussionsbeiträge und Gelegenheiten zum Netzwerken nicht zu kurz.

Zur dritten Auflage des DOAG Exadays kamen am 13. April rund 70 Teilnehmer ins Hotel Barceló in Hamburg, um sich über die aktuellen Entwicklungen zur Oracle Exadata und weiteren Engineered Systems zu informieren. Auch der interaktive Austausch kam dank zahlreicher Diskussionsbeiträge und Gelegenheiten zum Netzwerken nicht zu kurz.

Ob Oracle Exadata oder weitere Appliances aus dem Oracle-Portfolio – der DOAG 2016 Exaday bot den Teilnehmern einen umfassenden Überblick über die derzeitigen Trends im Bereich Engineered Systems. Neben den klassischen Themen wie Betrieb, Implementierung, Monitoring und Patching war auch das Thema Cloud beim diesjährigen Exaday auf dem Vormarsch. Das zeigten nicht nur die Vorträge zu den neuesten Entwicklungen im Cloud-Bereich, wie etwa der Beitrag von Frank Schneede zur Exadata in der Cloud oder der Vortrag von Stefan Seck und Borys Neselovskyi zu Aufbau und Einsatz einer Unternehmens-Cloud mit der Exadata. Auch das Interesse der Teilnehmer am dreistündigen Workshop „IaaS – From Zero to Cloud in Nullkommanichts“ bestätigte das. Mit seinem Know-how der „Private Cloud Appliance“ und deren Integration in den „Oracle Enterprise Manager 13.1c“ bereitete der Referent Christian Ritzka die Teilnehmer gut gelaunt auf einen reibungslosen Einstieg in die Cloud vor.

Der Rennwagen unter den Engineered Systems

Vorträge zur Oracle Data Appliance (ODA) oder dem Oracle SuperCluster waren ebenfalls gehäuft vertreten. Marco Mischke berichtete über die erfolgreiche Konsolidierung vieler einzelner Windows-Server hin zur ODA, während Stefan Hinker in gleich zwei Vorträgen Hilfestellung zum SuperCluster gab und über Multi-Tenant-Umgebungen und OVM-Templates informierte. Martin Bach stellte schließlich in seinem unterhaltsamen Vortrag Exadata und SuperCluster direkt gegenüber und kam zu dem Schluss: „Die Exadata ist wie ein Rennauto. Sie hat zwar weniger Kerne und weniger Threads als der SuperCluster, ist dafür aber superschnell.“ Den Oracle SuperCluster verglich er dagegen eher mit einem Güterzug. Letztlich käme es wie so oft auf den Einsatzzweck an, für welche Lösung man sich entscheiden sollte.

Viele Vorträge wurden durch Fragen und spontane Diskussionen belebt, die häufig auch noch nach den Vorträgen fortgesetzt wurden. Insbesondere in Hinblick auf Lizenzierungsfragen gab es immer wieder regen Diskussionsbedarf, wie etwa in Daniele Massimis Projektbericht „Exadata OVM als Konsolidierungsplattform“.

Aktuelles aus der X6-Familie

Beim an die Veranstaltung anschließenden Treffen der Interessengemeinschaft Engineered Systems waren noch zahlreiche Teilnehmer anwesend. Nicht zuletzt, um von Frank Schneede die neuesten Details zur „Exadata X6“ zu erfahren, die Anfang April 2016 überraschend vorgestellt wurde. Die aktualisierte Hardware der „Exadata X6-2“ kommt mit neuer CPU (22 Kerne anstelle von 18), einer gegenüber der Vorgängerversion um 13 Prozent gesteigerten „DDR4 DRAM“-Frequenz und einer Verdoppelung der Flash-Kapazität. Bei der Exadata X6-8 gab es dagegen nur wenige Änderungen. Die für die neue Hardware benötigte Software 12.1.2.3.0 steht bereits seit Februar zur Verfügung. Damit sollen Updates jetzt zweieinhalb Mal so schnell erfolgen können.

Treffen der Interessengemeinschaft Engineered Systems

Auch über die weitere Ausrichtung der Interessengemeinschaft Engineered Systems wurde am Mittwochabend noch ausführlich diskutiert. Als Grundlage stellten Frank Schneede und Stefan Panek die Ergebnisse der Umfrage vor, die während der DOAG 2015 Konferenz + Ausstellung durchgeführt wurde. Die Befragten wünschten sich in erster Linie eine Themenabdeckung der üblichen Bereiche, darunter Implementierung, Betrieb, Patching, Monitoring, ODA und Erfahrungsberichte. Darüber hinaus sei knapp über die Hälfte der Befragten bereit, sich dafür zu engagieren – mit durchschnittlich drei Stunden pro Person im Monat sei die Bereitschaft aber durchaus noch ausbaufähig, so das Fazit.

Ausgehend von den Ergebnissen entstand eine angeregte Diskussion, und gemeinsam mit den Teilnehmern wurden einige Impulse für zukünftige Aktivitäten erörtert. So wurde etwa der Austausch mit internationalen Interessengruppen, die Aufnahme des Themas Exadata bei den größeren Regionaltreffen und ein Treffen der Interessengemeinschaft im Vorfeld der DOAG 2016 Konferenz + Ausstellung angeregt.

Der DOAG-Themenverantwortliche Engineered Systems, Stefan Panek, freute sich über die große Teilnehmerzahl sowie die rege Beteiligung an der Diskussion und zog ein zufriedenes Fazit zur Veranstaltung: „Es war ein spannender Tag für uns alle, mit vielen interessanten Vorträgen.“ Gleichzeitig ließ er es sich nicht nehmen, noch einmal an die Teilnehmer zu appellieren: „Alle, die aktiv mitarbeiten möchten, sind herzlich dazu aufgerufen, Vorträge im Call for Papers für die DOAG 2016 Konferenz + Ausstellung einzureichen und sich einzubringen.“

Entspannter Ausklang

Beim anschließenden Get-together im Foyer ließen die Teilnehmer den Tag in entspannter Atmosphäre bei Snacks und kühlen Getränken gemeinsam ausklingen und noch einmal Revue passieren. „Zum Netzwerken und für den Austausch mit anderen ist die Veranstaltung einfach genial“, berichtete ein Teilnehmer begeistert. Dafür sorgten nicht nur das Get-Together, sondern auch die ausgedehnten Pausenzeiten zwischen den Vorträgen. Er und auch die anderen Teilnehmer können sich schon jetzt auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr freuen: Auch 2017 wird es wieder einen Exaday geben.