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  • Infrastruktur & Middleware
  • 15.03.2012

Unbreakable Enterprise Kernel Release 2 jetzt mit Btrfs

Mit dem Release 2 vom Unbreakable Enterprise Kernel nimmt Oracle das neue Dateisystem offiziell in die Distribution auf. Das "Next Generation Filesystem" gilt für viele Anbieter als experimentell und wird standardmäßig nicht angeboten.

Bis dato hatte nur SUZE kürzlich den Schritt gewagt und Btrfs in das hauseigene Enterprise Linux 11 integriert. Nun folgt Oracle und bestätigt somit, dass die Technologie nach fünf Jahren Entwicklung nun für den produktiven Einsatz reif ist.

Und das Dateisystem ermöglicht Einiges: Btrfs ist mit seinen RAID-, Snapshots- und Kompressionsfunktionen versehen und für SSDs optimiert. Laut Oracle ermöglicht das Dateisystem eine vereinfachte Administration und unterstützt Speicher bis zu 16 Exabyte.

Das zweite Release bringt weitere Änderungen mit sich. Oracle zufolge soll das neue Betriebssystem besser skalieren und schneller arbeiten. Darüber hinaus hat der Hersteller auch die Virtualisierungsmöglichkeiten auf Vordermann gebracht und ermöglicht eine bessere Unterstützung der Paravirtualisierung und Hardwarevirtualisierung. Auch die Gruppierung von Prozessen mit cgroups (Control Groups) und das Cluster-Dateisystem OCFS2 wurden verbessert.

In der neuen Version hat Oracle sämtliche Treiber aktualisiert  und viele der Funktionen bereitgestellt, die bereits im offiziellen Linux-Kernel integriert wurden. Dazu gehören Transparent Huge Pages (THT), Memory compaction und Transmit Packet Steering.

Hinzu kommen noch Features, die noch im Entwicklungsstadium sind und vom Oracle Support nicht abgedeckt werden, wie die Replikationslösung DRBD, die Container-Virtualiserung Linux Containers (lxc) und der von Solaris stammende Tracing-Lösung Dtrace.