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  • Von: DOAG Online
  • Oracle & SAP Support
  • 29.07.2015

Update der Zertifizierung von Oracle-Datenbank-Technologien für SAP: In-Memory-Option zertifiziert

Mit der Zertifizierung der In-Memory-Option steht diese nun auch im SAP-Umfeld zur Verfügung. Bis zur Zertifizierung und zum Einsatz der für viele Kunden interessanten Multitenant-Architektur müssen sich die Anwender aber noch bis 2016 gedulden. Doch die Zeit drängt: Da der derzeit noch kostenfreie „Extended Support“ für Release 11g Ende Januar 2016 auslaufen wird, müssen sich die Unternehmen nun kurzfristig entscheiden, ob sie weiterhin auf die favorisierten Features warten oder umgehend migrieren wollen.

Mit der Zertifizierung der In-Memory-Option steht diese nun auch im SAP-Umfeld zur Verfügung. Bis zur Zertifizierung und zum Einsatz der für viele Kunden interessanten Multitenant-Architektur müssen sich die Anwender aber noch bis 2016 gedulden. Doch die Zeit drängt: Da der derzeit noch kostenfreie „Extended Support“ für Release 11g Ende Januar 2016 auslaufen wird, müssen sich die Unternehmen nun kurzfristig entscheiden, ob sie weiterhin auf die favorisierten Features warten oder umgehend migrieren wollen.

Seit Ende Juni können Kunden bei der Oracle-Datenbank in Verbindung mit SAP-Lösungen, die auf der SAP NetWeaver 7.x Technologie-Plattform basieren, die „Oracle In-Memory Option“ nutzen, um zum Beispiel schnellere Daten-Analysen durchzuführen.

Zertifizierung der Multitenant-Architektur kommt erst 2016

Bereits im März dieses Jahres hatte SAP die Basis-Funktionalität der Oracle-Datenbank 12c freigegeben. Doch damit ist der Weg zur Migration noch nicht geebnet. Denn noch sind nicht alle Features der Oracle-Datenbank verfügbar. In der „SAP Certification Roadmap“ ist abzulesen, dass die Multitenant-Architektur nach der Freigabe von ADO/ILM und „Hybrid Columnar Compression for Exadata“ sogar erst 2016 erfolgen soll. Nach heutigem Stand steht noch nicht einmal das Quartal der Zertifizierung fest. 

Die Multitenant-Architektur ist für SAP-Anwender aus mehreren Gründen besonders interessant. Zum einen soll die zugrundeliegende, geänderte Datenbank-interne Prozess-Struktur in kommenden Releases die bisherige Architektur ablösen. Damit bietet sich schon für die jetzt vorzunehmenden, technischen Anpassungen die Chance, die Adaptionen in die Umstellungsprojekte von 11g nach 12c zu integrieren, was Kosten sparen kann. Zum anderen sind beispielsweise Pluggable Databases eine sehr gute Möglichkeit, Datenbank-Services granularer als bisher voneinander abzugrenzen und Ressourcen gezielter zuzuteilen. Bestimmte Bereiche der Datenbank können gemeinsam und damit effizienter genutzt werden.  

Die eingefangene Stimmung im Rahmen des „DOAG Oracle & SAP Day“ am 30. Juni in St. Leon-Rot machte deutlich, dass es offensichtlich die wenigsten Anwender eilig haben, trotz Kenntnis der obigen Fakten.  „Die vollständige Verfügbarkeit und Stabilität der SAP-Tools für Installationen, Migrationen und Betrieb sowie die saubere Integration der zu nutzenden, neuen Features wird als sehr wichtige Vorbedingung angesehen“, bewertet Jörg Hildebrandt, DOAG-Themenverantwortlicher Oracle für SAP, die Situation. „Positive Erfahrungsberichte erleichtern die Entscheidung zum Start eines Projektes. Natürlich möchte zum Beispiel niemand der Erste sein, der auf einen Bug läuft“, so Hildebrandt weiter.

Kostenfreier Extended Support endet Januar 2016  

Problematisch wird die lange Wartezeit auf die vollständige Verfügbarkeit aller Funktionalitäten für die SAP-Anwender in Verbindung mit dem bald schon auslaufenden Support. Der derzeit noch kostenfreie Extended Support für Release 11g endet nach der aktuellen Support-Matrix bereits Ende Januar 2016. „Der verbleibende Zeitraum für einen Umstieg auf Release 12c ist zu kurz“, äußert sich Christian Trieb, Leiter der DOAG Datenbank Community, zur Situation. „Die DOAG steht zurzeit mit Oracle in Kontakt, um hier eine Support-Verlängerung zu erreichen.“  

Die Anwender müssen sich nun kurzfristig entscheiden. Entweder warten sie mit den Umstiegsprojekten, bis alle favorisierten Features zur Verfügung stehen, oder die Migrationsprojekte werden umgehend geplant. Mit dem ersten Ansatz lassen sich eventuell Projektkosten sparen und bestehende Infrastruktur könnte mit Multitenant besser ausgenutzt werden. Die wenig wünschenswerte Alternative wäre der kurzfristige Abschluss eines teuren, erweiterten Support-Vertrags.