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  • Von: DOAG Online
  • Infrastruktur & Middleware
  • 21.08.2013

Virtual Compute Appliance für einen schnellen Infrastruktur-Aufbau

Die Familie der Engineered Systems hat Zuwachs bekommen: Oracle kündigte vergangene Woche die Oracle Virtual Appliance an. Die Maschine eignet sich zur schnellen und einfachen Virtualisierung und ermöglicht einen schnellen und wiederholbaren Infrastruktur-Aufbau, der laut Oracle in weniger als einer Stunde betriebsbereit ist.

Die Familie der Engineered Systems hat Zuwachs bekommen: Oracle kündigte vergangene Woche die Oracle Virtual Appliance an. Die Maschine eignet sich zur schnellen und einfachen Virtualisierung und ermöglicht einen schnellen und wiederholbaren Infrastruktur-Aufbau, der laut Oracle in weniger als einer Stunde betriebsbereit ist.

Die Appliance wurde so konzipiert, dass mehrere Applikationen und verschiedene Betriebssysteme gleichzeitig auf der Infrastrukturplattform laufen, dabei werden Oracle Solaris, Oracle Linux sowie andere Linux Distributionen neben Microsoft Windows problemlos unterstützt. Dafür sorgt Oracle VM (OVM). Die Software unterstützt bis zu 128 vCPU. Aufgrund der Oracle Trusted Partitions können Anwender Oracle Software Lizenzen auf vCPU-Basis erwerben.

Durch den Einsatz vorab konfigurierter und getesteter Oracle VM Templates kann der Anwender schnell und unkompliziert eine ganze Software-Palette einschließlich Datenbank-, Middleware- und Business-Applikationen installieren. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, eigene Templates zu erstellen. Die Administration von OVM erfolgt mit dem Oracle VM Manager, der ebenfalls vorinstalliert ist. Eine enge Anbindung an den Oracle Enterprise Manager ist auch vorgesehen.

Die Netzwerk-Virtualisierung hat Oracle erst seit der Übernahme von Xsigo Systems im Portfolio. Die sogenannte Oracle SND Software (Software Defined Network) übernimmt die dynamische Verbindung zwischen Servern, Netzwerk und Storage und ersetzt die physikalische Storage- und Netzwerk-Karten durch virtuelle Network Interface Cards (vNIC) und virtuelle Host Bus Adapter (vHBA).

Für Administration und Monitoring der Hardware sorgt der vorinstallierte Oracle Virtual Compute Appliance controller. Dieser übernimmt auch die Administration der virtuellen Ressourcen (vServer, vNetzwerk, vStorage).

Auf der Hardware-Seite basieren die Maschinen auf zwei hauseigenen x86-Servern Oracle Sun Server X3-2. In einem Rack können bis zu 25 Systeme betrieben werden. Das Hinzufügen eines weiteren Compute Nodes ist laut Oracle einfach: Der Node wird direkt an das Serverrack angeschlossen und mit den vorhandenen Kabeln verbunden. Mit dem Start der Appliance findet eine automatische System-Konfiguration statt; die Appliance erkennt den neuen Node und verwendet ihn.

Zum Lieferumfang gehört auch eine integrierte Oracle ZFS Storage Appliance.  Das integrierte Netzwerk setzt auf schnelle InfiniBand-Switches und verbindet sich mit den existierenden Ethernet- und Fibre-Channel-Netzwerken durch gepoolte Anschlüsse, die für jede virtuelle Maschine zur Verfügung stehen. Die Appliance kostet laut Preisliste ab 265.000 US-Dollar.