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  • Von: Karsten Stöhr
  • Data Warehouse Data Integration
  • 06.01.2014

Werkzeug schafft Abhilfe bei Migration von OWB zu ODI

Der Oracle Data Integrator (ODI) soll als strategisches ETL-Tool von Oracle den Oracle Warehouse Builder ablösen. Da viele Anwender erhebliche Investitionen in OWB getätigt haben, unterstützt das Software-Unternehmen eine stufenweise Migration von OWB 11gR2 (11.2.0.4) zu ODI 12c (12.1.2). DOAG Online gibt einen Überblick über die Funktionen, die den Übergang erleichtern sollen.


Der Oracle Data Integrator (ODI) soll als strategisches ETL-Tool von Oracle den Oracle Warehouse Builder ablösen. Da viele Anwender erhebliche Investitionen in OWB getätigt haben, unterstützt das Software-Unternehmen eine stufenweise Migration von OWB 11gR2 (11.2.0.4) zu ODI 12c (12.1.2). DOAG Online gibt einen Überblick über die Funktionen, die den Übergang erleichtern sollen.

Oracle Data Integrator 12c bietet eine vollständig integrierte Lösung für die Erstellung, Bereitstellung und Verwaltung von datenzentrierten Architekturen in operativen und analytischen Umgebungen. Darüber hinaus vereint er alle Elemente der heutigen Datenintegration. Das betrifft die Echtzeit-Daten-Bewegung, Transformation, Synchronisation, Datenqualität sowie das Datenmanagement und die Datendienste. So können Informationen stets aktuell, genau und konsistent über komplexe Systeme verteilt werden.

ODI 12c vereint Elemente der heutigen Datenintegration:
  • Echtzeit-Daten-Bewegung
  • Transformation
  • Synchronisation
  • Datenqualität
  • Datenmanagement
  • Datendienste

Um den immer komplexeren Datenintegrationsanforderungen gerecht zu werden, liefert ODI Komponenten, die sowohl aus Kern-ETL-Anforderungen als auch aus neuen Trends resultieren – wie zum Beispiel Echtzeit und Big Data.

Migration von OWB zu ODI

Wer sich für eine Migration zu ODI entscheidet, muss nicht wieder von vorne anfangen: ODI 12c unterstützt die Ausführung und Verwaltung der Jobs von OWB 11gR2 direkt im ODI-Studio oder in der ODI-Konsole. Mit dieser gemeinsamen Orchestrierungs- und Monitoring-Lösung können OWB-Objekte auf sinnvolle Art und Weise über einen längeren Zeitraum migriert werden.

OWB-Workspace in ODI

Mit ODI 12c können auch OWB-11gR2-Konzepte und -Objekte zu denen des ODI 12c zugeordnet werden. Zusätzlich schafft ein Migrationswerkzeug Abhilfe. Dieses ist in der Lage, automatisch viele OWB-Objekte und -Zuordnungen in ihre ODI-Äquivalente zu übersetzen.

Das Migrationswerkzeug

Dieses Migrationswerkzeug ist ein Kommandozeilenprogramm, das mit dem Patch 17830453 für die Installation von OWB 11gR2 (11.2.0.4) bereitgestellt wird. Es verwendet eine Konfigurationsdatei, um die Migration durchzuführen. Damit können die Entwurfszeit-Metadaten aus OWB zu ODI migriert werden. Laufzeitdaten und physikalische Objekte indes werden nicht migriert.

Das Migrationsprogramm ist als Hilfsmittel zu betrachten. Da damit nicht alle Arten und Varianten von OWB-Objekten migriert werden können, ist ein zusätzlicher manueller Aufwand erforderlich.

Objekte, die migriert werden

Objekte, die nicht migriert werden

 
  • Module (Quelle und Ziel)
  • Locations
  • Datenobjekte
    • Tabellen (Spalten, Schlüssel, Indizes)
    • Views (Spalten, Schlüssel)
    • Materialized Views (Spalten, Schlüssel, Indizes)
    • Externe Tabellen (Spalten)
    • File (Records, Fields)
    • Sequences
  • Mappings
    • Classic Mappings
    • Code Template Mappings
    • Pluggable Mappings
  • Mapping Operators
    • Aggregator
    • Constant
    • Deduplicator
    • Expression
    • External Table
    • Filter
    • Flat File
    • Joiner
    • Key Lookup
    • Mapping Input Parameter
    • Materialized View
    • Pivot
    • Pre/Post Mapping Process
    • Sequence
    • Set
    • Sorter
    • Splitter
    • Subquery
    • Table
    • Table Function
    • Transformation
    • Unpivot
    • View
 
 
  • Datenobjekte
    • Tabellen (Partitionen, Attribute Sets, Data Rules)
    • Views (Attribute Sets, Data Rules)
    • Materialized Views (Partitionen, Attribute Sets, Data Rules)
    • External Table (Data Rules, Locations)
    • Sequences (Spalten)
  • Dimensional Modeling Metadata
  • Oracle Discoverer Metadata und abgeleitete Oracle Business Intelligence Suite Enterprise Edition (OBI EE) Metadata
  • Custom PL/SQL (Prozeduren, Packages u.a.)
  • Queues, Streams, CDC (Change Data Capture) Konfigurationen, User-defined Types
  • Process Flows
  • Mappings mit Dimensions und Cubes, Cursor-based Maps, Name und Adressen, Match-merge, Data Rules, Data Auditors, Iteratoren, Expand, Construct, Anydata Cast
  • Data Quality, Data Profiles, Data Auditors
  • Konfigurationsdetails (Security, User Extensions, Transportable Modules, Schedules/Collections, User Folders)
  • OWB Experts
  • OMB*Plus scripts
 

Die Migration erfolgt in folgenden Schritten:

 

  • Vor Ausführung des Migrationswerkzeugs prüfen Sie bitte, ob Ihr System den Anforderungen entspricht und schauen Sie sich genau an, welche Objekte migriert werden können. Unterstützt werden die Plattformen Linux x86-64 und Windows x64. Zudem müssen OWB und ODI folgenden Patch-Level haben:
 

Oracle Warehouse Builder

Oracle Data Integrator

Basisversion

11.2.0.4

12.1.2.0.0

Notwendiger Patch

17830453 (11.2.0.4.1)

17053768

  • Editieren Sie die Konfigurationsdatei des Migrationsprogramms und überprüfen Sie, ob die Einstellungen für Ihre Umgebung richtig gesetzt sind. Die Konfigurationsdatei enthält Verbindungsinformationen und weitere Details, die für die Migration erforderlich sind.

  • Starten Sie das Migrationsprogramm, um die OWB-Objekte zu konvertieren anhand der Informationen in der Konfigurationsdatei.

  • Überprüfen Sie nach erfolgter Ausführung die Log-Datei des Migrationsprogramms. Diese enthält Details über die Objekte, die migriert wurden, sowie eventuelle Fehlermeldungen.

  • Überprüfen Sie den Exklusions-Bericht des Migrationsprogramms. Dieser bietet eine Übersicht über die Objekte, die migriert wurden. Zudem führt er für jedes Objekt auf, ob die Migration erfolgreich verlief oder Fehler auftraten.

  • Starten Sie ODI-Studio, verbinden Sie sich mit Ihrer ODI-Umgebung und führen Sie einen Post-Migrationstest aus, um die erfolgte Migration zu überprüfen.