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Primavera P6 Enterprise

„Ein schlechter Terminplan ist schlecht für die Kommunikation im Projektteam“

Auf dem zehnten DOAG Primavera Community Day am 15. Februar 2017 dreht sich alles um die Enterprise-Software Primavera. Ein Thema ist die quantitative Analyse von Terminplänen. Mahmoud Abbasi, Senior Project Controls Engineer bei Roche, erklärt, worauf es dabei ankommt.

Auf dem zehnten DOAG Primavera Community Day am 15. Februar 2017 dreht sich alles um die Enterprise-Software Primavera. Ein Thema ist die quantitative Analyse von Terminplänen. Mahmoud Abbasi, Senior Project Controls Engineer bei Roche, erklärt, worauf es dabei ankommt.

Herr Abbasi, in Ihrem Vortrag auf dem DOAG Primavera Community Day geht es um die Analyse von Terminplänen. Warum ist das eine zeitaufwendige und schwierige Aufgabe?
Zum einen ist das so, weil Sie als Reviewer nicht im Detail im Projekt integriert sind. Zum anderen gibt es in einem großen Terminplan bis zu 5.000 oder mehr Vorgänge. Hier kann nicht jeder einzelne Vorgang und jede einzelne Verknüpfung untersucht werden. Eine Vorstufe für die Aussage über die Qualität eines Terminplans ist die quantitative Analyse. Hier geht es meist nur darum, Metriken und Benchmarks zu untersuchen. Das kann zum Beispiel die Verknüpfungsdichte sein: Wie viele Verknüpfungen und Aktivitäten liegen vor? Wie ist das Verhältnis von Meilensteinen zu Aktivitäten? Wieviel Prozent der Vorgänge sind nicht verknüpft? Bei Roche benutzen wir bestimmte definierte Metriken, um die quantitative Analyse durchzuführen.

Wie schaffen Sie es, den Überblick über große Projekte zu behalten?
Die Terminpläne werden bei uns regelmäßig analysiert. Die Verantwortung dabei liegt beim Projektleiter, wie es üblich ist. Die Qualität wird bei den sogenannten Gate Reviews am Ende einer jeden Phase geprüft und der Terminplan für die nachfolgende Phase freigegeben.

Warum ist ein guter Terminplan beim Projektmanagement zwingend notwendig?
Die Transparenz ist für die erfolgreiche Durchführung eines Projektes entscheidend. Ein guter Terminplan bereitet alle Phasen des Projekts für das Team entsprechen auf und sollte jeden gut informieren – sonst stochert das Team im Dunkeln. Mit einem schlechten Terminplan haben Sie das Projekt nicht mehr unter Kontrolle und die Kommunikation innerhalb des Projektteams funktioniert nicht mehr. Also ist ein guter Terminplan immer förderlich für die Projektkommunikation.

Welche Rolle spielt die Projektgröße für die Terminplanung?
Man muss die Komplexität zunächst definieren. Die rein monetäre Größe eines Projektes ist nicht ausschlaggebend. Viel entscheidender sind die Schnittstellen und das Umfeld des Projektes. Ein Beispiel: Sie können ein Projekt im Bereich von 500.000 oder 1.000.000 Euro haben, wobei es aber nur um den Austausch einer Pumpe geht. Da wird die Terminplanung nicht wahnsinnig komplex sein. Bei Projekten, wo es aber darum geht, viele kleine Arbeiten im Brownfield-Umfeld umzusetzen, gibt es sehr viele Schnittstellen unterschiedlicher Disziplinen. Da wird die Terminplanung sofort komplexer.

Warum besuchen Sie den Primavera Community Day bereits zum vierten Mal?
Auf der Veranstaltung kann man die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Primavera demonstrieren. Vor zwei Jahren auf dem Primavera Day in Wien hat zum Beispiel ein Unternehmen eine Art Kostenermittlungstool auf Basis von P6 vorgestellt. Das war eine super Idee. Es geht also um den Ideenaustausch. Als Enduser ist die Veranstaltung für mich auch ideal, um Bugs und Probleme direkt an Primavera kommunizieren zu können.

Der zehnte DOAG Primavera Community Day findet am 15. Februar 2017 in München statt. Jetzt online anmelden.