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Enterprise-Anwendungen mit Oracle JET entwickeln

Mit Oracle JET – dem JavaScript Extension Toolkit – bietet Oracle ein Toolkit zur Erstellung client-seitiger Webanwendungen. Obwohl es bereits viele JavaScript-Bibliotheken und -Frameworks gibt, decken die wenigsten alle typischen Anforderungen an Enterprise-Anwendungen ab. Andreas Koop, IT-Architekt bei enpit, erklärt im Interview mit DOAG Online, warum sich gerade JET für Enterprise-Anwendungen eignet und welches seine Lieblingsrezepte aus dem JET-Kochbuch sind.

Welches sind die typischen Anforderungen an eine Enterprise-Anwendung?

Das ist im Kern die Fokussierung auf die Business-Funktionalität. Damit verbunden ist konsequenterweise der Wunsch nach einem stabilen und umfangreichen Werkzeugkasten, der die Erstellung von Anwendungen im Hinblick auf Stabilität, Internationalisierbarkeit, Barrierefreiheit durch eine umfangreiche UI-Komponentenbibliothek unterstützt und idealerweise sowohl Anforderungen im Desktop- als auch Mobile/Responsive-Bereich abdeckt.

JavaScript-Bibliotheken und -Frameworks gibt es genügend. Warum sollte man gerade im Enterprise-Umfeld auf Oracle JET setzen?

Genau das ist der Punkt: Es gibt so viele Optionen, dass man sich nicht sicher sein kann, ob ausgewählte Bibliotheken und Frameworks in drei Monaten noch eine Zukunft haben. Zudem sind viele Bibliotheken nicht aufeinander abgestimmt. Es erfordert viel Zeit, sich ein Toolkit zusammenzustellen bevor man mit der eigentlichen Entwicklung fachlicher Features beginnen kann. Mit Oracle JET hat man ein abgestimmtes Toolkit mit UI-Komponenten, Build-Chain und ausführlicher Dokumentation. Bei Austausch einzelner JavaScript-Bibliotheken wird ein Migrationsguide bereitgestellt. Insbesondere stehen auch umfangreiche Visualisierungskomponenten zur Verfügung, wie zum Beispiel Gantt-Diagramme, Maps usw.

Für welche typischen Anwendungsszenarien eignet sich JET am besten?

Typische Anwendungsszenarien sind zum Beispiel Abrechnungssysteme, Dashboards, Administrationsanwendungen, Reisekostenabrechnung oder Zeiterfassung. Alles, was im Unternehmenskontext anfällt und wo ein eigener Style oder eigene Design Patterns nicht die höchste Priorität haben. Denn ein wesentlicher Mehrwert ist die Nutzung des out of the box verfügbaren Alta-UI-Designs, für die Entwicklung von Browser- und Mobil-Anwendungen.

Welche sind Ihre Lieblingsrezepte aus dem JET-Kochbuch?

Das kann ich gar nicht so genau sagen, da es natürlich davon abhängt, welchen Anwendungsfall man realisieren möchte. Das Geniale an JET ist, dass es dieses Kochbuch gibt und man sämtliche Komponenten in all ihren Facetten und Ausprägungen für Desktop, Tablet oder Mobile anschauen und ausprobieren kann, inklusive Code-Vorlagen. Die interessantesten Rezepte sind natürlich aus dem Visualisierungsbereich. Es macht einfach Spaß, die unterschiedlichsten Visualisierungsmöglichkeiten mit den faszinierenden Animationseffekten für Daten live auszuprobieren.

Welche Zukunft hat JET?

Dann wage ich mal einen Blick in die Glaskugel. Oracle JET wird die strategische Oberflächen-Technologie im Oracle-Cloud-Service-Portfolio. Eine starke und weitgehende Verbreitung wird über den Application bzw. Visual Builder Cloud Service stattfinden. Damit lassen sich JET-Anwendungen direkt im Browser mit wenig eigenem Code entwickeln.