Das 2. Berliner Expertenseminar fand am 14. und 15. September 2009 in der DOAG-KonferenzLounge statt. Referent zum Thema "Advanced Oracle Objekt Monitoring/Datenbank Monitoring" war Marco Patzwahl von MuniQSoft.
An vielen Praxisbeispielen zeigte Marco Patzwahl zum Beispiel schnelle und effektive Wege, die Datenbank auf verschiedene Arten zu monitoren und Sperren, Blockaden und Engpässe zu erkennen und zu beheben. Des Weiteren lernten die Teilnehmer die wichtigsten Fehlerfälle kennen, die eine Datenbank zum Hängen bringen kann und bekamen ein Package an die Hand, um mehrere Datenbanken einfach zu überwachen .
Die Begeisterung über das Seminar war groß. Ein Teilnehmer sprach sogar vom besten Seminar, dass er je besucht hat.
Abends zeigte sich Berlin dann von seiner besten Seite – vom Wasser aus. Bei einer Spreefahrt vorbei an Regierungsviertel, Kanzleramt und Museumsinsel konnten die Gespräche des Tages in entspannter Atmosphäre beim Abendessen fortgesetzt werden.
Wegen der großen Nachfrage bereits im Vorfeld des Seminars findet eine Wiederholung am 9. und 10. Februar 2010 statt.
Interview mit dem Dozenten
DOAG: Ihre beiden Veranstaltungen "Advanced Oracle Objekt Monitoring" und "Advanced Oracle Datenbank Monitoring" waren in kurzer Zeit ausgebucht. Worauf führen Sie das große Interesse an den beiden Themen zurück?
Patzwahl: Als wir das Thema "Datenbank Monitoring" bereits 2007 zum DOAG-Schulungstag im Rahmen der Anwenderkonferenz angeboten haben, waren wir selbst überrascht, dass sich 43 Teilnehmer angemeldet hatten. Damit war offensichtlich, dass dieses Thema den Nerv der Administratoren trifft. Seitdem entwickeln wir das Thema ständig weiter.
DOAG: Was hat Ihnen bei den beiden Veranstaltungen in der DOAG KonferenzLounge besonders gut gefallen?
Patzwahl: Die Organisation und Betreuung während des Seminars war rundum perfekt und professionell. Die KonferenzLounge selbst ist mit der schönen Dachterrasse, die zur Kaffeepause im Freien einlädt, natürlich ein Highlight.
DOAG: Woher beziehen Sie Ihre Expertise in den Bereichen "Objekt Monitoring" und "Datenbank Monitoring"?
Patzwahl: Mit mehr als sechzehn Jahren Oracle-Erfahrung, davon fünf Jahre als Mitarbeiter bei Oracle, bekomme ich sehr häufig die Probleme der Administratoren zu hören und versucht, diese zu lösen. Auch unsere Consulting-Abteilung liefert immer neuen Stoff aus aktuellen Kundenprojekten. Irgendwann kennt man dann die schlimmsten Sorgen und hat ein Rezept dafür.
DOAG: Was sind die größten Probleme, die ein Anwender in diesem Bereich bekommen Kann und wie geht er damit um?
Patzwahl: Probleme, die man nicht in seiner Datenbank finden möchte sind: Wenn die Datenbank steht/hängt sollte z.B. geprüft werden, ob die Archivierung noch durchgeführt werden kann. Häufig sind die Platten voll, oder die Flash-Recovery-Area ist zu klein dimensioniert. Auch kann es sein, dass die alert.log auf ihrer Platte nicht mehr wachsen kann und die DB bleibt stehen. Zweiter Beispielfall: Wenn die Datenbank sehr langsam arbeitet können viele Ursachen aufgetreten sein, etwa ein falsch geschriebener Select, der durch eine fehlende Join-Verknüpfung die CPU- und Memory-Auslastung bis an die Grenzen treibt. Auch PL/SQL-Programmierer lieben ihre Schleifen, manchmal werden daraus dann Endlos-Schleifen, die die Datenbank in die Knie zwingen. Hier kann man die Wait-Statistiken der Sessions auswerten. Ich möchte natürlich nicht alles verraten, schließlich gibt es ja noch im Februar 2010 den Wiederholungstermin für das Seminar.
DOAG: Auf welche Dinge sollte ein Anwender beim Objekt Monitoring und Datenbank Monitoring besonders achten?
Patzwahl: Er sollte sich bei den vielen Tipps & Ratschlägen nicht verzetteln. Erste Regel: Für eine schnellere Datenbank gibt es (meist) keine Gehaltserhöhung. Aber bei einer langsamen Datenbank bekommt man häufig Ärger. Ergo stellt sich die Frage, welche Schritte sich lohnen. Auch muss beachtet werden, dass man seinen Support nicht verliert, wenn man beispielsweise munter Indizes löscht oder hinzufügt. Einge Hersteller reagieren sehr verschnupft, wenn man in ihre Anwendung eingreift. Sobald geklärt ist, was man für Schritte durchführen darf, sollte man sich die wichtigsten zehn Objekte vornehmen, die man etwa nach Größe oder Benutzungshäufigkeit aussucht. Diesen kann man dann eine Vorzugsbehandlung angedeihen lassen, wie "bessere Statistiken", "Reorg und dadurch eventuelle Reduzierung der High Watermark und des I/O-Aufkommens", "Indizes hinzufügen oder entfernen" sowie "in den Speicher pinnen".
DOAG: Gibt es noch weitere Themen, die Sie als Expertenseminar anbieten möchten?
Patzwahl: Bei Interesse würden wir in 2010 gerne Themen wie "Advanced APEX", "PL/SQL-Packages" oder "PL/SQL für Experten" oder womöglich auch ein spezielles Datenbank- Thema aus den Bereichen Tuning, Hochverfügbarkeit oder Migration anbieten. APEX ist dann ja hoffentlich schon auf der Version 4.0.