"JavaLand ist eine der geekesten Konferenzen, die ich erlebt habe: Einfach großartig, super Atmosphäre und Vorträge", schreibt der Java Specification Lead Anatole Tresch auf Twitter. Rund 800 Besucher hat die erste Auflage der Java-Konferenz im Vergnügungspark Phantasialand versammelt. Für viele steht fest: Das Konzept ist aufgegangen. Nächstes Jahr sind sie wieder dabei.



Dienstagvormittag, 8.30 Uhr. Die ersten Teilnehmer schlendern am doppelstöckigen Pferdekarussell vorbei und besiedeln langsam das JavaLand. Halt machen sie in dem großen Saal "Wintergarten", in dem normalerweise Magie-Shows aufgeführt werden. Heute empfängt der Raum mit der Bücherregal- und Steinbögen-Kulisse die Java-Community.
"Ihr seid die Stars! Ihr seid da", begrüßt DOAG-Geschäftsführer Fried Saacke die Teilnehmer. Die Einführungssession ist für die Organisatoren die Gelegenheit, die Teilnehmer die Intension dieser Konferenz zu erläutern: Eine Konferenz, die ehrenamtliche JUG-Mitgliedern für die Java-Community auf die Beine gestellt hat.
Dieser Community-Gedanke ist auf der zweitägigen Konferenz allgegenwärtig: Wer nicht den Vorträgen beiwohnt, hackt mit Gleichgesinnten im Hackersgarden oder in der Early Adopters Area. Am Nebentisch probieren die Teilnehmer die "Augmented Reality"-Brille Oculus Rift aus oder steuern Drohnen mit dem Leap Motion Controller.
Der Spaß an den Java-Technologien ist auch in den Vorträgen spürbar. Seine Keynote über Threading Bugs hält der Java Champion Heinz Kabutz in der Form eines kleinen Quiz. Bevor er seine Beispiele ausführt, fragt er die Teilnehmer, welches Ergebnis zu erwarten ist.
Markus Eisele von der DOAG, der das Vortragsprogramm verantwortet, lässt die Anfangszeiten noch Revue passieren: "Es ist der schlimmste Job, den ich mir vorstellen kann." Warum? Weil er sehr vielen Referenten, die gute Vorträge eingereicht hatten, eine Absage erteilen musste. Von den über vierhundert Vortragseinreichungen schafften es gerade mal 65 ins offizielle Programm. Die 38 weiteren Sessions wurden von Partnern angeboten.
Wer neue Gesichter kennenlernen will, ist im JavaLand gut aufgehoben. Die vielen Workshops verbinden Spaß und Technik auf wunderbarer Weise. Wer eine kurze Pause braucht, schaut ins Java User Group Café vorbei. "Noch nie hatte ich auf einer Konferenz so viel mit anderen Leuten rumgealbert", erzählt ein Besucher.
Zur außergewöhnlichen Stimmung trage auch das Ambiente des Vergnügungsparks bei, meint er. Besonders spürbar wird es, als die Fahrgeschäfte für ein paar Stunden aufmachen und alle nur noch von der Black Mamba reden. Im Nachhinein ist die besagte Achterbahn allerdings nur noch ein Highlight unter vielen.


