APEX, warum so seXy?

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Eigentlich hatte sie sich geschworen, auf gar keinen Fall Softwareentwicklerin zu werden. Und doch ist es anders gekommen. Schuld an der Sinneswandlung ist dieses klitzekleine Ding, das unsere Neugier tagaus tagein herauskitzelt und aus einem Entwicklungswerkzeug wie APEX ein Objekt der Begeisterung macht.

"Ursprünglich war ich der Meinung, dass mir die Software-Entwicklung überhaupt nicht liegt. Aber 2008 wurde ich zu einer APEX-Schulung geschickt. Ich war sofort begeistert von dem Framework", erzählt Svenja Schriever. "APEX war ganz anders. Es entsprach absolut meinen Vorstellungen, weil es sehr nah an der Datenbank ist. Ich hatte schon immer eine gewisse Affinität zur Datenbank und ein Faible für die Datenmodellierung. Mit APEX ist das perfekt."

Nach der Schulung legt die gelernte Fachinformatikerin einfach los und beginnt, ohne praktische Programmierkenntnisse mit APEX zu entwickeln. "Ich habe mit der Version 3.1 angefangen und mich sehr schnell in die Grundfunktionalitäten eingearbeitet. Nach und nach habe ich dann immer mehr Kenntnisse erlangt und 2010 meine Haupttätigkeit daraus gemacht."

Unheimlich schnell: APEX Geheimwaffe 

Hand in Hand mit den APEX-Releases, die wie Pilze aus dem Boden schießen, wächst auch die Begeisterung für das Tool. Was auch immer für kleine Macken, Schwächen und fehlende Funktionalitäten entdeckt werden – die APEX-Community verzeiht sie schnell.

Anfangs ist die Anordnung der Items mühselig. Vieles muss manuell in JavaScript gemacht werden. Auch die Implementierung dynamischer Elemente erweist sich zu Beginn als schwierig. Aber das APEX-Entwicklerteam haut ein Release nach dem anderen heraus und implementiert, was das Herz der APEX-Community begehrt. "Die Entwicklungszeit mit dem Framework hat sich von Version zu Version verkürzt. Man muss immer weniger entwickeln." Extreme Entwicklungsgeschwindigkeit. Die Geheimwaffe von APEX.

Das beliebte Drag&Drop-Layout gibt das Entwicklerteam von Oracle zugunsten des Grid-Layouts auf. Schwamm drüber: Man freut sich bereits auf den neuen Page Designer von APEX 5.0. Die Trivadis-Mitarbeiterin ist kein Einzelfall: Der Enthusiasmus für das Werkzeug gewinnt immer weiter an Land. "Ich muss nur die 'Interactive Reports' zeigen, um Kunden für das Produkt zu begeistern. Sie wollen APEX sofort einsetzen."

Express-Umfrage zu APEX

In Puncto Faszination hält das Entwickler-Werkzeug durchaus einem Vergleich mit Apple-Produkten stand. APEX ist sexy – so sexy, dass der Start des Early-Adopter-Programms für APEX 5.0 im Frühjahr einem Wettlauf um die Bestellung von Workspaces nahe kam. Über 4.000 Entwickler haben an der ersten Phase teilgenommen, berichtete Produktmanager Joel Kallman in seinem Blog.

Der Zusammenhalt innerhalb der Community ist hoch – auch zwischen APEX-Team und Entwicklern. Und die Begeisterungswelle scheint nicht zu stoppen zu sein. "Die Community ist jung und dynamisch. Wir finden Neues gut und mögen Veränderungen", so Svenjas Einschätzung. Sind das die Erfolgsfaktoren von einem Produkt wie APEX?

Genau das möchte die gelernte Fachinformatikerin untersuchen. Wem diese Fragestellung leicht esoterisch vorkommt, der hat sich wahrscheinlich noch nicht intensiv mit User Experience (UX – auf Deutsch: Nutzenerlebnis), Usability oder Interaction Design (IxD) beschäftigt. 

"Die User Experience wird meistens außer Acht gelassen", bedauert die APEX-Entwicklerin. "Dabei ist dieser Aspekt ausschlaggebend, um ein Produkt erfolgreich auf den Markt zu bringen." Das hat die Wirtschaft mittlerweile erkannt und zeigt ein wachsendes Interesse für diesen Themenkomplex. Große Unternehmen suchen inzwischen gezielt nach UX-Spezialisten. An den Hochschulen haben sich die Hörsäle schon längst gefüllt.

mit Spaß damit arbeiten

Genau mit diesen Aspekten der Softwareentwicklung beschäftigt sich Svenja. Sie studiert nebenberuflich Medieninformatik an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften. Ihre Bachelor-Arbeit zum Thema APEX hat sie 2013 abgeschlossen und setzt ihre universitäre Laufbahn mit einem Master fort. Sie hat sich auf die Mensch-Computer-Interaktion spezialisiert. "Neben Software-Engineering geht es auch viel um Webdesign und Psychologie. Ein System muss nicht nur gut funktionieren. Es ist extrem wichtig, dass die Mitarbeiter mit Spaß damit arbeiten."

Wie es in Sachen User Experience um APEX selbst bestellt ist, möchte sie auf der DOAG 2014 Konferenz + Ausstellung präsentieren. Dafür ist sie auf die Hilfe der APEX-Anwender angewiesen: Eine Express-Befragung soll Bestandteil der Untersuchung sein.