Datenbank-Technologie – noch lange nicht am Ende
In Zusammenhang mit Hadoop-Frameworks, noSQL- und In-Memory-Technologien wird derzeit viel über die Zukunft klassischer Datenbanktechnologien spekuliert. Günther Stürner, Vice President Server Technologies und Sales Consulting bei Oracle, versicherte dem CIO-Magazin Anfang des Jahres in einem Interview, dass klassische Datenbanken immer noch eine Daseinsberechtigung haben. Warum die relationale Datenbank noch lange nicht am Ende ist, erfahren die Teilnehmer der DOAG 2013 Datenbank Community Konferenz in der Keynote des Oracle-Managers.
Auf Herz und Nieren geprüft: Oracle Database 12c
Einen besonderen Platz räumt die neue Oracle Database 12c ins Programm ein. Die Teilnehmer erfahren in einem eigenen Stream, welche neuen Features Oracle Database 12c in puncto Performance mit sich bringt. Neben Erweiterungen bei der Indizierung oder im Statistik-Management werden auch Kommandos thematisiert, die eine größere Unterbrechungsfreiheit gewährleisten können. 12c bietet auch in Hinblick auf Hochverfügbarkeit interessante Verbesserungen für Data Guard, RMAN, RAC und ASM.
Welche Neuerungen die neue Datenbankversion in Sachen Partitionierung mit sich bringt, wird ebenfalls in diesem Stream beleuchtet. Dabei wird anhand von kurzen Demos die neue Syntax der einzelnen Features erklärt. Wer vor Fallstricken gewarnt werden will, ist in diesem Vortrag gut aufgehoben. Darüber hinaus bekommen Besucher auch einen Überblick über die Integration von 12c mit dem Windows Server 2012 und Windows 8.
Von den Cyberkriminellen bis hin zum compromised Insider
Auch die Security kommt in Bezug auf die neue Datenbank nicht zu kurz: Mit dem neuen Release eröffnen sich im Hinblick auf Datenbank-Sicherheit ganz neue Möglichkeiten. Die Referenten vermitteln einen Überblick der Funktionen und Optionen, die in Frage kommen.
Dass Sicherheitsangelegenheiten sich nicht auf Oracle Database 12c beschränken, zeigt Dr. Günter Unbescheid in seinem Vortrag über Personalisierte DBA-Accounts. Der Referent informiert über Lösungsszenarien und ihre Vor- und Nachteile. Ein weiterer Vortrag nimmt das Authentisierungsprotokoll Kerberos unter die Lupe. Der Vortrag räumt mit Vorurteilen ab und stellt dar, wie die Nutzung von Kerberos im Zusammenspiel mit einer Oracle-Datenbank funktioniert.
Über die Cyber-Angriffe hinaus stellen oftmals die eigenen Mitarbeiter und Partner einer Firma eine große Gefahr dar. Anhand von konkreten Beispielen werden diverse Szenarien durchgespielt, für die mögliche Strategie- und Lösungsansätze vorgestellt werden.
Von Performance und Appliance
Eine große thematische Vielfalt bietet der Stream Performance, Tuning und Monitoring. Welche Features von Enterprise Manager Cloud Control 12c für das Monitoring und Tuning der Datenbank zum Einsatz kommen, wird in diesem Stream thematisiert. Wer erfahren möchte, welche Auswirkungen der Verzicht auf natürliche Primärschlüssel auswirkt, sollte außerdem der Vortrag „Technischer contra natürlicher PK und Anwendungsperformanz“ besuchen. Im SAP-Umfeld dürfte indes die Vorstellung der SAP-Servicetools zur Performance-Analyse besonders von Interesse sein.
Auch Oracle Exadata wird im Hinblick auf Performance unter die Lupe genommen. Beleuchtet werden anhand von Beispielen aus der Praxis das Tuning bei einer Exadata X2-2. Der Referent stellt auch Exadata-spezifische Features vor, die dabei helfen, Performance-Probleme abzumildern. Wer im Allgemeinen mehr über das Lebenszyklus einer Exadata-Maschine in Erfahrung bringen möchte, kann den Vortrag „Mein Leben mit Oracle Exadata“ besuchen. Von der Planung über die Konfiguration bis hin zum Betrieb und Monitoring liefern die Referenten einen guten Einblick in die Welt der Engineered Systems.
Administration
In puncto Administration und Migration hat der letzte Stream weitere Highlights anzubieten. Angesprochen werden unter anderem die Flashback-Technologien, die den Datenbankadministratoren viel Stress und Zeit ersparen können. In einem Erfahrungsbericht erfahren die Teilnehmer mehr über die Installation von Oracle Datenbank 11gR2 mit RAC und RAC One Node. Neben einem Überblick der Installationsvarianten liefert der Referent zudem Informationen zu den notwendigen Schritten für die Installation des Betriebssystems.
MySQL: Security und Performance
Neben der Oracle-Datenbank nimmt natürlich auch MySQL einen wichtigen Platz ins Programm ein. Die gravierenden Sicherheitsprobleme Ende 2011 haben in der MySQL-Community für Aufregung gesorgt. Deswegen ist es an der Stelle hilfreich zu wissen, wie Datenbankadministratoren MySQL durch eine Optimierung der Konfiguration besser schützen können.
Was die Leistungsfähigkeit der MySQL-Datenbank angeht, so ermöglicht das Performance_Schema seit MySQL 5.5 eine tiefgehende Analyse des Serververhaltens. Dies wurde in der Version 5.6 verbessert. Anhand von Beispielen zeigt der Referent, wie dieses Tool zur Optimierung der Schreib- und Lesevorgänge beitragen kann. Außerdem: Wer erfahren möchte, welche Möglichkeiten für den Aufbau eines hochverfügbaren HA-Clusters zur Verfügung stehen, wird in dem Vortrag“ MySQL HA: Ein Vergleich von Implementierungen“ gut aufgehoben sein.


