DOAG 2015 BSK: Der digitalen Transformation einen Schritt näher gekommen

  • Erstellt von DOAG Online
  • Business Solutions

Nach zwei Tagen intensiven Networkings, umfassender Auseinandersetzung mit Oracle-Unternehmensapplikationen sowie Projektmanagement und zukunftsweisender Vorträge rund um die bevorstehende digitale Transformation ist die DOAG 2015 Business Solutions zu Ende gegangen. Rund 170 Oracle-Spezialisten nahmen am 9. und 10. Juni in Darmstadt an der diesjährigen Jahresveranstaltung der Business Solutions Community der DOAG teil und wurden ermutigt, getreu Darwins Worten „the Survival of the Fittest“, ihre Anpassungsfähigkeit – und somit Wettbewerbsfähigkeit – unter Beweis zu stellen.

Nach zwei Tagen intensiven Networkings, umfassender Auseinandersetzung mit Oracle-Unternehmensapplikationen sowie Projektmanagement und zukunftsweisender Vorträge rund um die bevorstehende digitale Transformation ist die DOAG 2015 Business Solutions zu Ende gegangen. Rund 170 Oracle-Spezialisten nahmen am 9. und 10. Juni in Darmstadt an der diesjährigen Jahresveranstaltung der Business Solutions Community der DOAG teil und wurden ermutigt, getreu Darwins Worten „the Survival of the Fittest“, ihre Anpassungsfähigkeit – und somit Wettbewerbsfähigkeit – unter Beweis zu stellen.

Digitale Transformation im Anmarsch

Dass die digitale Transformation seit geraumer Zeit im Anmarsch ist, stand außer Frage. Sowohl der Geschäftsführer der Trevisto Dirk Schmachtenberg als auch der Gründer und Firmenchef von KPIT Technologies Ravi Pandit, beide Keynote-Speaker der DOAG 2015 Business Solutions, zeigten das rasche Vordrängen der sogenannten vierten Revolution anhand von Beispielen aus dem Alltag. „Früher haben wir den Papierverbrauch gemessen, heute die Datenströme“, fasste Schmachtenberg den Stand der Evolution zusammen.

Evolution und Revolution: Faszination für die disruptive Kraft

Dass es sich bei der digitalen Transformation zum Teil um eine disruptive Kraft handelt, thematisierten beide Keynote-Speaker. Während sie Pandit als „Tsunami“ bezeichnete, berief sich Schmachtenberg auf die Theorie der „Schöpferischen Zerstörung“ vom österreichischen Ökonomen Joseph Schumpeter. Die Notwendigkeit der Anpassung leitete der Manager beispielhaft von Unternehmen ab, die trotz Innovation den Sprung in die digitale Welt nicht geschafft haben – sei es der Erfinder der Digitalfotografie Kodak oder der Mobiltelefon-Hersteller Nokia

Cloud als Selbstverständlichkeit

„Früher haben wir die Muskelkraft durch die Maschinenkraft ersetzt. Jetzt ersetzen wir das Denken“, merkte Schmachtenberg an. In einer Welt, die Daten zum Kern von Geschäftsmodellen macht, produzieren Flugzeuge bereits jetzt rund 20 TBytes Daten pro Stunde. Für alle Impulsgeber stand fest: Die sogenannten Digital Natives werden die Cloud als Selbstverständlichkeit wahrnehmen. Laut Hakan Yüksel, Applications-Chef bei Oracle Deutschland, sei bereits eine Akzeptanz am Markt zu beobachten. In dem neulich abgeschlossenen Fiskaljahr hätte Oracle im Bereich Applikationen etwa 70 bis 80 Prozent seines Umsatzes im Cloud-Geschäft generiert.

Die Evolutionstheorie brachte allerdings der Berater für Führungskräfte und Biologe Patrick van Veen ins Spiel. Mit den von Charles Darwin geprägten Worten „Survival of the Fittest“ machte er auf die Notwendigkeit der Anpassung aufmerksam.

Sozialverhalten im Unternehmen und Projektmanagement

Tenor seiner Keynote „Hilfe, mein Chef ist ein Affe“ war allerdings ein ganz anderer: Mit einem Vergleich der Verhaltensweisen und Sozialstrukturen von Affenfamilien und  Menschen sorgte van Veen nicht nur für den einen oder anderen Lacher, sondern gab dem Publikum einen schönen Denkanstoß zum eigenen Verhalten im Unternehmen.

Ein weiteres Highlight hatte die Konferenz in Sachen Projektmanagement in petto. Der Koordinator der Infrastrukturprojekte der Olympischen Spiele 2012 in London, Klaus Grewe, zeigte in einem spannenden Vortrag, welche Herausforderungen in der englischen Hauptstadt gemeistert wurden. Nach dem Erfolg von 2012 ist der Projektleiter jetzt bei der Kandidatur von Hamburg für die Olympischen Spiele 2024 mit von der Partie.

Ob in Großbritannien  oder in der Hansestadt  – Grewe verstehe die Massenveranstaltung als Katalysator für Stadtentwicklung. „Es ist keine Hamburger Bewerbung, sondern eine deutsche. Wenn wir dafür in Lederhosen auftreten müssen, dann machen wir das“, meinte der Projektleiter zur Bewerbung der Hafenstadt.

Aus den Fehlern der Vergangenheit habe man gelernt: Ungenutzte Stadien, die inzwischen vom Zerfall bedroht sind – wie zum Beispiel bei den Spielen in Griechenland im Jahre 2004, gibt es in London nicht. Was nicht dauerhaft gebraucht wurde, wurde von vorne rein als provisorische Infrastruktur geplant und gebaut und nach den Spielen komplett abgebaut. Dazu zählen die 47 provisorischen Brücken, von denen jetzt keine Spur mehr zu sehen ist. Dabei ist auch der reelle Bedarf der Stadt in die Planung mit eingeflossen: Dies macht sich mit Gebäuden wie die Handballhalle bemerkbar. Diese hat sich inzwischen in ein vollkommen ausgebuchtes Gemeindezentrum verwandelt, in dem unter anderem pakistanische Hochzeiten gefeiert werden. Das erklärt die farbenfrohe Inneneinrichtung, über die sich seinerzeit der eine oder andere Handballer möglicherweise gewundert haben könnte.

Erfolgskriterium: Eine akribische Planung

Die Erfolgskriterien, die Grewe immer wieder betonte, sind einfach: Eine akribische Planung sowie die starke Einbindung der Bevölkerung. „Zuerst bauen, dann planen, das funktioniert nicht“, sagte er. Und doch fänden diese Grundsätze im Projektgeschehen ausgerechnet in Deutschland so wenig Beachtung.

Agile Projekte sind auch fragil

Als Grewe erzählte, dass eine Kollegin zu diesem Zeitpunkt den größten Flugzugträger aller Zeiten auf Basis von acht Jahre alten Plänen baue, kam der eine oder andere nicht umhin, die in der IT-Branche stark verbreiteten agilen Methoden wie Scrum oder Kanban zu hinterfragen. Auf die Herausforderungen, Risiken und Chancen der agilen Software-Entwicklung ging später Sebastian Graf von Promatis näher ein. Zu diesem Thema sagte Dr. Julian Kopmann von der Technischen Universität Berlin in einem Vortrag zu den Erfolgsfaktoren im Multiprojektmanagement: „Agile Projekte sind auch fragil“.

Auseinandersetzung mit den Oracle-Unternehmensapplikationen

Ob on-premise oder in der Cloud, auch die Oracle-Unternehmensapplikationen wurden während der zweitägigen Konferenz unter die Lupe genommen. Zusätzlich zu den vielen Erfahrungsberichten von Anwendern und Oracle-Partnern war auch das Oracle-Projektmanagement  da, um die Roadmap der jeweiligen Produkte vorzustellen.

Networking beim Whiskey-Tasting

Sowohl zu den Mittagspausen in der Ausstellung als auch am ersten Veranstaltungsabend hatten die Teilnehmer viele Gelegenheiten, in einer lockeren Atmosphäre zu Netzwerken. Die einstündige Stadtführung durch das historische Darmstadt und das anschließende Abendessen mit Whiskey-Tasting im Bräustüb’l verliehen dem Abend einen entspannten und genussvollen Ausklang.

DOAG-Botschafter Sven Naegels

Im Rahmen der DOAG 2015 Business Solutions Konferenz zeichnete die DOAG  den E-Business-Spezialisten Sven Naegels, Applications Lead bei der Magna BDW Technologies Soest GmbH, für sein hohes Engagement innerhalb der Organisation aus. Der im Jahr 2010 zum ersten Mal verliehene Ehrenpreis wird jährlich in den zwei Kategorien „Technologie" und „Applications" vergeben.