DOAG Datenbank Kolumne: Die Power von SQLcl

  • Erstellt von Ulrike Schwinn
  • Datenbank Kolumne, Oracle, PL/SQL

Im Herbst feiert das Oracle-Datenbank-Commandline-Werkzeug SQLcl sein Fünfjähriges!

Das Oracle-SQL-Commandline-Werkzeug, kurz Oracle SQLcl, ist ein kostenfreies Java-basiertes Oracle- Werkzeug, um den Zugriff und das Arbeiten mit der Oracle-Datenbank zu unterstützen – soweit die Kurzdefinition von SQLcl. Im Herbst gibt es SQLcl schon seit 5 Jahren.

Mittlerweile besitzt es einen großen Funktionsumfang mit vielen interessanten Schnittstellen, die in der Community sehr geschätzt werden. Und trotzdem nutzen viele Oracle-Datenbank-Anwender immer noch automatisch das über die Jahre "lieb" gewonnene SQL*Plus (Ausschnitt aus einem Anwender-Originalzitat). Grund genug, ein kurzes Update/Refresher zu SQLcl zu geben.

Wie der Name schon sagt, steht SQLcl für SQL-Kommandozeilen-Werkzeug. Dabei vereint es die Eigenschaften des traditionellen Commandline-Werkzeugs SQL*Plus und dem graphischen Werkzeug SQL Developer. Mit SQLcl können damit SQL- und PL/SQL-Befehle interaktiv oder im Batch ausgeführt werden.

Die Funktionalitäten

Darüber hinaus bietet die Basisfunktionalität die Möglichkeit der Inline-Editierung, eine automatische Vervollständigung, die History-Funktion und das Ausführen von SQL*Plus-Skripten. Spezielle Kommandos wie zum Beispiel CTAS, DLL, REPEAT, FORMAT usw. erleichtern das Arbeiten und das Erstellen von Skripten für unterschiedliche Zwecke.

In der aktuellen Version 21.2.2 gibt es sogar eine Kommandounterstützung und Highlighting für alle emacs- und vi-Nutzer. Aber nicht nur nur das: SQLcl unterstützt auch unterschiedliche Interfaces wie zum Beispiel Oracle Application Express (APEX), Oracle REST Data Service (ORDS), Javascript, JSON, Oracle Cloud Infrastructure (OCI), Object Storage und Liquibase, um nur einige zu nennen.

Download und Installation

Alle neuen Releases erfordern dabei eine Neuinstallation, die einfach und schnell durchgeführt ist. Ein Download und Unzip der Datei in ein leeres Verzeichnis wie bei SQL Developer ist dazu ausreichend. Mittlerweile ist die Installation sogar ohne "Click Trough" möglich, so dass einer Automatisierung nichts mehr im Wege steht.

Möchte man mehr dazu erfahren, kann man auf der Homepage von SQLcl (erreichbar über  www.oracle.com/sqlcl) und in den Blogbeiträgen von Jeff Smith (siehe www.thatjeffsmith.com), dem Produktmanager, fündig werden.

In deutscher Sprache findet man auf blogs.oracle.com/coretec folgenden aktuellen Beitrag: "Für jeden etwas – Oracle SQLcl Anwendungsfälle rund um die Oracle Datenbank".

Viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren!

Ulrike Schwinn

Oracle Deutschland BV&Co GmbH

DOAG-Vertretung von Oracle (DBC)

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Bild von jdesroc auf Pixabay