Schon damals war klar: Ich bin im Thema drin. Beim Bewerbungsgespräch bei der ALH-Gruppe war die Passung dann sofort da. Ich wollte mich auf Datenbanken spezialisieren, und genau das wurde dort gesucht. So kam es, dass ich bei ALH im DBA-Team landete.
In der Ausbildung bei der ALH-Gruppe durchlief ich verschiedene Abteilungen und sammelte Erfahrungen in Clientbetreuung, Linux, Netzwerktechnik und schließlich auch in der Datenbankadministration. Schon früh stellte sich heraus, dass letztere besonders gut zu mir passte und mein Interesse endgültig geweckt war.
Nun bin ich seit gut einem Jahr als DBA tätig, und die Arbeit hat mir gezeigt, dass die größte Herausforderung darin liegt, den Überblick über das große Ganze zu behalten. Datenbanken sind ein riesiges Thema, das man nicht an einem Tag erlernt. Das stetige Weiterentwickeln und Anpassen ist ein fester Bestandteil des Jobs. Ich schätzte diesen kontinuierlichen Lernprozess, weil er dafür sorgt, dass man nie stehen bleibt und sich immer weiterbewegt.
Besonders spannend finde ich die Möglichkeit, Probleme auf unterschiedliche Arten anzugehen. Es gibt nicht immer nur den einen richtigen Weg zur Lösung – oft kann man verschiedene Ansätze ausprobieren. Das macht die Arbeit abwechslungsreich und sorgt für viele Aha-Momente. Manchmal vertiefte ich mich dabei so sehr, dass ich mehr Zeit investiere als geplant, weil ich das Problem wirklich bis ins Detail verstehen möchte. Dann dauert es vielleicht auch mal zwei Tage, aber am Ende habe ich es vollständig durchdrungen und alle Zusammenhänge verstanden. Das macht für mich den Reiz an diesem Beruf aus: die thematische Vielfalt und die Chance, sich mit immer neuen Fragestellungen auseinanderzusetzen.
Herausforderungen und Zukunft
Natürlich gibt es auch Aspekte, die weniger erfreulich sind. Ich würde mir manchmal etwas mehr Freiheit und Unabhängigkeit von anderen Abteilungen wünschen. In großen Unternehmen kann es vorkommen, dass scheinbar kleine Aufgaben, wie das Ausführen eines bestimmten Skripts, mehrere Tage in Anspruch nehmen, weil sie von verschiedenen Stellen freigegeben werden müssen. Diese Abhängigkeiten können den Ablauf verlangsamen, was gelegentlich frustrierend ist.
Wenn ich darüber nachdenke, was einen guten DBA ausmacht, sehe ich vor allem die Fähigkeit, über den Tellerrand hinauszuschauen. Ein DBA sollte offen für ein breites Spektrum an Wissen sein und nicht nur an einem Thema kleben. Auch die Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln und neue Herausforderungen anzunehmen, ist wichtig. Die Vielfältigkeit des Berufs ist das Spannende daran – es gibt immer neue Themen, und langweilig wird es nie. Freunden und Bekannten rate ich oft, sich schon im Studium mit Datenbanksystemen zu beschäftigen. Es ist ein solides, praxisnahes IT-Thema, das in fast jedem Unternehmen von zentraler Bedeutung ist und wertvolle Grundlagen für die Praxis legt.
Die Frage, ob der Beruf des DBA irgendwann überflüssig wird, höre ich oft, gerade im Kontext von Cloud-Services und Automatisierung. Für mich ist das jedoch kein Grund zur Sorge. Früher wurde auch gesagt, dass Großrechner bald verschwinden würden, und trotzdem sind sie noch in vielen Unternehmen im Einsatz. Die Rolle des DBA wird sich vielleicht verändern, aber die Expertise wird weiterhin gebraucht. Auch in einer Welt voller KI braucht es Menschen, die diese Technologien steuern, überwachen und weiterentwickeln. Datenbanken entwickeln sich weiter, und der Bedarf an qualifizierten Administratoren bleibt bestehen.
Im Vergleich zu anderen DBAs, die ich kenne, sehe ich meine Position bei der ALH-Gruppe positiv. Wir haben hier mehr Freiheiten und arbeiten ohne den extremen Zeitdruck, den ich in anderen Unternehmen erlebt habe. Während viele DBAs anderswo auf eine einzige Exadata mit wenigen Datenbanken beschränkt sind, betreut mein Team vier Exadatas mit insgesamt 18 Container-Datenbanken und rund 84 Pluggable-Datenbanken. Dabei kommen auch Software-Tools wie EM Grid Control und RMAN zum Einsatz, und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Abteilungen sorgt für eine abwechslungsreiche und vielseitige Tätigkeit.
Beim Blick in die Zukunft stehen spannende Projekte an: Die Migration auf Oracle 23c, die Einführung von Auditing und Verschlüsselung und möglicherweise auch der Einstieg in die Cloud. Für mich bleibt der DBA-Job damit nicht nur vielseitig, sondern auch zukunftsorientiert – ein Bereich, der mich auch nach einem Jahr immer noch fasziniert und fordert.
Michael Koschowoj


