DOAG Datenbank Kolumne: "Hilfe, mein Vortrag wurde angenommen!"

  • Erstellt von Ernst Leber
  • Datenbank Kolumne, Datenbank

Jetzt ist es also passiert! Mein Vortrag wurde angenommen!

Kommt Freude auf oder ist es eher das Gefühl: "Jetzt muss ich den Vortrag ausarbeiten und tatsächlich halten!" Wie dem auch sei, es schwingt auch die bange Erwartung mit, dass mein Vortrag in ein schönes Zeitfenster gelegt wird. Also nicht morgens den Eisbrecher machen, mittags gegen das Suppenkoma reden und abends den letzten Slot will ich auch nicht so wirklich.

Beim Schreiben des letzten Satzes, stelle ich mir die Frage: "Wann soll der Vortrag deiner Meinung nach denn nun eingeplant werden?" Bei so viel Einschränkungen bleiben ja nicht viele Slots übrig und ich habe die Analogie mit dem Bus im Kopf: Der Bus müsste unheimlich breit sein, weil alle in der ersten Reihe sitzen wollen. Also lassen wir uns überraschen!

Die Vortrags-Erstellung

Zurück zum Vortrag, den muss ich jetzt erstellen! Als erstes nochmal das Abstrakt durchlesen und verinnerlichen, dann noch nachschauen: "War das mit oder ohne Demo?" Das mag jetzt seltsam klingen, aber ich habe mich bei einem Vortrag schon mal auf mein Gedächtnis verlassen und durfte ihn kurz vor der Fertigstellung ändern, weil er sonst am Thema vorbei gegangen wäre!

Also zur eigenen Erinnerung, das Vortragsthema ist:

"Duplizieren einer Datenbank ohne AUDIT-Daten"

Mit dem Abstrakt und dem Thema  im Hinterkopf erstelle ich eine grobe Struktur und teile den Vortrag in Kapitel ein. Das sind die ersten Seiten des Vortrages. In meinem Vortrag ist keine Demo dabei, aber es sollen Abläufe beschrieben werden. Also überlege ich mir die richtige Reihenfolge der Abläufe und habe einen Arbeitsplan, das ist die nächste Folie im Vortrag!

So, jetzt geht es los: Theorie und Praxis treffen aufeinander. Ich gehe den Arbeitsplan mit einer Beispieldatenbank nochmal durch und protokolliere jeden Schritt. Damit habe ich das "Fleisch" zusammen und kann damit den Vortrag erstellen.

Geschafft! Die Folien und damit der Vortrag ist fertig!

Von der Schrift zum Wort

Weit gefehlt! Ich gehöre leider nicht zu der Spezies, die einen Vortrag einfach so in Folien packen und es stimmt dann alles!

Jetzt geht es erst richtig los, ich übe diesen Vortrag. Dabei werden Folien getauscht, zusammengefasst oder Neue eingebaut. Jetzt kriege ich ein Gefühl für den zeitlichen Ablauf und weiß, wie lange ich brauche. Hört sich einfach an, aber bis ich die Folien wirklich fertig und in einer logischen Reihenfolge habe, brauche ich erfahrungsgemäß fünf bis sechs Durchläufe. Erst dann gelingt es mir den Vortrag in einem Stück zu üben und die Zeiten werden realistischer.

Ganz nebenbei finde ich Schreibfehler und kann diese verbessern.

Wenn es zeitlich funktioniert, halte ich den Vortrag vor Kollegen und dann ist es geschafft, ich fühle mich ausreichend präpariert, den Vortrag zu halten.


Ernst Leber
Principal

 

Bild von Alexa auf Pixabay