Finnische Oracle User Group feiert 25-jähriges Bestehen auf hoher See

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Analog zu Deutschland haben sich auch in Finnland vor 25 Jahren Oracle-Anwender zusammengefunden und die Oracle User Group Finland (OUGF) gegründet. Für ihre Jubiläumskonferenz, die vom 15. bis zum 17. April stattfand, hatten sich OUGF-Präsidentin Heli Helskyaho und ihre Mitorganisatoren einen ungewöhnlichen Veranstaltungsort ausgesucht: Die Teilnehmer trafen sich am Montagmorgen auf der Fähre von Helsinki nach Stockholm. Die DOAG hatte Vorstand Ralf Kölling als Gratulanten entsandt, der für DOAG Online seine Eindrücke wiedergibt.

Zum Jubiläum hatte die OUGF ein besonders attraktives Programm zusammengestellt. So gaben sich neben lokalen Referenten einige bekannte Koryphäen aus dem Oracle-Stammhaus in Redwood Shores die Ehre, darunter zum Beispiel Tom Kyte, Bryn Llewellyn, Kuassi Mensah und Melanie Caffrey. Auch der Kreis der ACE-Direktoren war mit Sprechern wie Dan Morgan, Debra Lilley, Doug Burns und Alex Nuijten prominent vertreten. In mehr als 30 Sessions erhielten die 70 Teilnehmer neueste Informationen zu Themen aus den Bereichen Development, Datenbank und Applications.

Tom Kyte: „The Database which must not be named“

Eine ganz besondere Aufmerksamkeit genoss natürlich die neue Datenbank 12c. „The Database which must not be named“, wie sie Tom Kyte in seinem Vortrag nannte, hatte Oracle-Boss Larry Ellison bekanntlich im vergangenen Oktober auf der Oracle Open World in San Francisco angekündigt. Nun zieht sich der Fertigstellungstermin länger als erwartet hin. Trotzdem verrieten die Datenbank-Gurus interessante Einblicke in die neue Version, natürlich immer mit der Einschränkung des in der Oracle-Welt ja schon länger bekannten „Safe Harbour Statement“.

Vor allem Tom Kyte und Bryn Llewellyn nahmen die kommende Generation von Oracles Flaggschiff unter die Lupe und hoben dabei die erste bemerkenswerte Architekturänderung seit über zehn Jahren hervor, die zum Konzept der Pluggable Database (PDB) geführt hat. Kyte, bekannt als der Kopf hinter der Website "AskTom", gab einen Überblick über die zwölf wichtigsten Neuerungen von Oracle 12c, bevor PL/SQL-Produktmanager Llewellyn anschaulich die Hintergründe und Vorzüge der PDB-Technologie erläuterte.

Ergänzt wurden diese beiden Keynotes von ersten Erfahrungsberichten von Beta-Testern wie Dan Morgan, Doug Burns und Julian Dontcheff. Alle Experten waren sich einig: Dem kalifornischen Softwarekonzern sei mit 12c wieder ein qualitativ hochwertiges Produkt mit zahlreichen Verbesserungen gegenüber der Vorversion gelungen. Durch den Paradigmenwechsel zu PBD werde die Wartung und vor allem die Konsolidierung von Datenbanken deutlich vereinfacht, was gerade großen Kunden den Umstieg schmackhaft machen dürfte.

Termin immer noch unbekannt

Allerdings konnte auch in dieser hochkarätig besetzten Runde von Oracle-Fachleuten niemand einen Termin nennen, an dem die Datenbank (endlich) ausgeliefert wird. Man darf gespannt sein, ob es bis zur <link events konferenzen doag-2013-datenbank.html>DOAG 2013 Datenbank Konferenz am 14. Mai hierzu schon weitere Informationen gibt.

Den Teilnehmern hat diese rundum hervorragend organisierte Veranstaltung jedenfalls gut gefallen. Da ein Großteil der Präsentationen auf Englisch gehalten wurde, ist sie auch für nicht Finnisch sprechende Interessenten durchaus zu empfehlen.