Hermann Bär: "Think big, start small"

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  • Development, Data Warehouse, Event

Die DOAG 2012 Business Intelligence Konferenz heute in München neigt sich dem Ende zu. In der letzten Kaffeepause unterhalten sich die rund 150 Teilnehmer rege über die neu gewonnenen Erkenntnisse. Die Ausstellung ist gut besucht. "Auch im zweiten Jahr eine runde Sache", schlussfolgert Christian Weinberger, Leiter des Bereichs Data Warehouse & Business Intelligence bei der DOAG. Gleich geht es weiter – doch noch bleibt ein bisschen Zeit fürs Networking. Dann läutet die Glocke und die Besucher verlassen die Ausstellung.

Heute werden vier Tracks angeboten. Ähnlich wie im vergangenen Jahr stehen Data Warehouse und ETL, Business Intelligence Technology sowie Business Solutions & Management auf dem Programm. Das Angebot wurde außerdem um einen Stream Third Party erweitert. Gerade der Themenbereich Big Data scheine sehr gut anzukommen, so Weinberger weiter.

Big Data – womöglich der derzeit größte Hype überhaupt – war aus diesem Grund auch die Keynote gewidmet. "Big Data is hot", bestätigt Keynote Speaker Hermann Bär, Director of Product Management bei Oracle, und fügt hinzu: Jeder spreche darüber, aber wenige wüssten, wovon sie sprechen.
"Big Data ist kein Produkt, sondern vielmehr ein Konzept", betont der selbsternannte "Data Warehousing-Dinosaurier". So bezeichnet er sich am Anfang seines Vortrags. Dabei stelle Big Data keine Gefahr für das Data Warehousing dar, sondern es sei vielmehr als Erweiterung zu verstehen. Das Data Warehouse sei weiterhin die Plattform für transaktionelle Daten. Doch Big Data erweitert die Möglichkeiten der Datenhaltung und –Analyse um unstrukturierte und semistrukturierte Daten. Dann folgen Beispiele: Nehmen Sie eine Bohrinsel mit 3.000 bis 5.000 Sensoren, die am Tag mehrere Terabytes an Informationen generieren. Ohne Big Data weiß man mit diesen Informationen nichts anzufangen. Mit Big Data hingegen können diese Daten, die auf den ersten Blick nicht aussagekräftig sind, korreliert werden, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. Schlussendlich sorgt es für ein besseres Verständnis des Unternehmens und der Kunden.

Für Oracle seien beide Themen, Data Warehousing und Big Data, weiterhin wichtig. Noch vielmehr: "Es sind komplementäre Technologien". Bei dem Einsatz von Big Data empfiehlt Bär, nach der Devise vorzugehen: "Think big, start small." Und fügt hinzu: "But start now!"

Lesen Sie demnächst das Interview mit Hermann Bär zum Thema Big Data.