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  • Von: DOAG Online
  • Javaland Java JCP
  • 13.09.2017

Java EE: Wahl fällt auf Eclipse Foundation

Die Gespräche von Oracle mit Anbietern, der Community und Open-Source-Foundations bringen erste Fortschritte bezüglich der Zukunft von Java EE ans Tageslicht, wie Oracle in einem Blog-Beitrag schreibt. IBM und Red Hat sollen demnach den Prozess der Umgestaltung stärker unterstützen. Zudem wurde die Eclipse Foundation als Partner ausgewählt, um die Weiterentwicklung der Plattform zu beschleunigen. 

Oracle hat sich an IBM und Red Hat gewendet, um sich die Unterstützung für die neue Richtung der Java-EE-Plattform zu sichern. Beide Unternehmen sind bereits stark in den Weiterentwicklungsprozess eingebunden. Als neuer Partner wurde die Eclipse Foundation ausgewählt, weil sie laut Oracle bereits über langjährige Erfahrung mit Java EE und verwandten Technologien verfügt. Oracle verspricht sich davon eine beschleunigte und gemeinschaftliche Weiterentwicklung der Plattform.

André Sept, Leiter der DOAG Java Community, steht der Entscheidung etwas zwiegespalten gegenüber: „Ich hätte eher auf Apache und nicht die Eclipse Foundation gehofft. Aber da auch das neue MicroProfile bei Eclipse organisiert wird, sind die richtigen Keyplayer wie IBM, RedHat und nicht zu vergessen Tomitribe und Payara schon vereint. Wir von der DJC (DOAG Java Community) werden den Prozess begleiten und unterstützen. Denn das ist eine große Gelegenheit, die Plattform nach vorne zu bringen und sich vor allen Dingen mit der Community einzubringen.“

Oracle betont in dem Blog-Eintrag ebenfalls, dass bestehende Java-EE-Lizenznehmer, einschließlich derer, die auf Java EE 8 umsteigen, sowie bestehende WebLogic-Server-Versionen weiterhin unterstützt werden.

Bezüglich der zukünftigen Pläne, hat Oracle eine Liste mit Vorschlägen unter Vorbehalt von Änderungen veröffentlicht:

  • Bisherige Oracle-geführte Java-EE- und verwandte GlassFish-Technologien sollen an eine Foundation übergeben werden (einschließlich RIs, TCKs und der Projektdokumentation),
  • Demonstration der Fähigkeit, eine kompatible Implementierung unter Verwendung von Foundation-Ressourcen zu erstellen, die vorhandene Java EE 8 TCKs durchläuft,
  • eine neue Marketing-Strategie mit einem neuen Namen für Java EE,
  • Entwicklung eines klaren Prozesses, um bestehende Spezifikationen weiterzuentwickeln und neue einfließen lassen zu können,
  • Developer und Sponsoren rekrutieren, um die Plattform innerhalb der Foundations voranzubringen. Dazu gehört auch eine mögliche Einbindung von Eclipse MicroProfile-Technologien.