Für die Reihe JavaLand x Women in Tech hat Ixchel Ruiz weibliche Referentinnen der kommenden JavaLand 2026 im Europa-Park interviewt. Diese Speaker-Spotlights bieten euch die Möglichkeit, die Referentinnen besser kennenzulernen und wertvolle Einblicke und Informationen zu aktuellen Themen zu erhalten. Weitere Informationen zur Women-in-Tech-Bewegung sowie zu Ixchels Motivation dafür findet ihr in unserem vorherigen Artikel.
Titel:KI + AST + ESLint = Codequalität auf dem nächsten Level
Zeit: Dienstag, 10.03.2026 | 11:00 – 11:40
Raum: Bellevue
Sprache: Deutsch
Fokus: Quality & Testing
KI ist derzeit allgegenwärtig. Sie schreibt Tests. Sie generiert Code. Sie erstellt sogar Dokumentationen. Aber wie hilft sie jenseits der Schlagworte wirklich bei der täglichen Entwicklungsarbeit?
In ihrem Vortrag beginnt Milena Fluck mit einer praktischen Frage: Wie kann KI Entwicklerinnen und Entwickler sinnvoll dabei unterstützen, die Codequalität zu verbessern?
Anstatt abstrakte Versprechungen zu machen, präsentieren sie und ihr Kollege Andy Schmidt einen konkreten Anwendungsfall. Gemeinsam haben sie ein kleines Tool namens Lint-E entwickelt, das im Hintergrund KI nutzt, um die Erstellung benutzerdefinierter ESLint-Regeln zu beschleunigen.
Meet the Speaker: Milena Fluck
Milena Fluck, die bei adesso SE arbeitet, hat die JavaLand zu einer jährlichen Tradition für sich gemacht. Für sie ist die Konferenz ein technisches Highlight und eine Gelegenheit, wieder mit der Community in Kontakt zu treten.
In dieser Präsentation untersucht sie gemeinsam mit Andy Schmidt vier Schlüsselthemen: Linting, Prompt Engineering, Fundamentmodelle und abstrakte Syntaxbäume. Obwohl KI eine wichtige Rolle spielt, wird sich der Vortrag nicht auf den Hype konzentrieren. Stattdessen zeigt Milena, wo KI einen echten Mehrwert bietet und wo menschliches Fachwissen nach wie vor notwendig ist.
Warum Milena dieses Thema mit zur JavaLand bringt
Die Aufrechterhaltung einer hohen Codequalität ist unerlässlich, doch Standard-Lint-Regeln berücksichtigen oft nicht die projektspezifischen Konventionen. Benutzerdefinierte ESLint-Regeln lösen dieses Problem zwar, doch ihre manuelle Erstellung erfordert ein tiefgreifendes Verständnis von abstrakten Syntaxbäumen und der internen Architektur von ESLint.
Milena und Andy schlagen einen effizienteren Ansatz vor. Durch die Kombination von KI-Modellen mit einem soliden Verständnis von ASTs zeigen sie, wie benutzerdefinierte Lint-Regeln schneller und mit weniger repetitivem Aufwand generiert werden können.
Gleichzeitig geht der Vortrag über KI allein hinaus. Er befasst sich eingehend mit den technischen Grundlagen von Linting und Kompilieren, die auf ASTs basieren. Selbst skeptische Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten praktische Einblicke in die Funktionsweise von ASTs und ihre Bedeutung.
Das Ziel ist nicht, das Fachwissen der Developer zu ersetzen, sondern es zu ergänzen.
Was sie euch mitgeben möchte
Obwohl KI schnelle Ergebnisse liefern kann, ersetzt sie nicht das technische Verständnis.
Milenas zentrale Botschaft ist, dass der effektive Einsatz von KI ein tiefgreifendes Verständnis des jeweiligen Fachgebiets erfordert. Entwicklerinnen und Entwickler sind nach wie vor dafür verantwortlich, das eigentliche Problem zu identifizieren, es klar zu formulieren und die von einem KI-System erarbeiteten Lösungen zu validieren.
Unabhängig davon, ob wir KI-Agenten als Werkzeuge, Algorithmen oder Mitarbeiter betrachten, hängt ihre Wirksamkeit vollständig von unserer Interaktion mit ihnen und unserem Verständnis der zugrunde liegenden Modelle und Probleme ab.
KI macht Fachwissen nicht überflüssig. Sie verstärkt lediglich die Wirkung derjenigen, die über dieses Fachwissen verfügen.
Ihre Perspektive: Brillanz statt Konformität
Milena lässt sich von einem Zitat von Chimamanda Ngozi Adichie inspirieren:
„Wir erziehen Mädchen dazu, sich gegenseitig als Konkurrentinnen zu sehen, nicht um Arbeitsplätze oder Erfolge – was meiner Meinung nach eine gute Sache sein kann –, sondern um die Aufmerksamkeit von Männern.“
Sie reflektiert darüber, wie sich der Wettbewerb um Aufmerksamkeit in der Tech-Branche verändert hat. Heutzutage werden KI-Agenten oft als die neuen „Star-Performer“ in Entscheidungsprozessen angesehen. In einigen Ländern konkurrieren Investitionen in maschinelles Lernen mittlerweile mit Investitionen in die menschliche Bildung oder übertreffen diese sogar. Manchmal hat man das Gefühl, dass Maschinen mehr „Recht“ auf Entwicklung haben als bestimmte Gruppen von Menschen.
Ihre Sichtweise ist klar: Wir haben intelligente, kreative menschliche Köpfe mit Werten, Ideen und Ambitionen, die nach wie vor nicht ausreichend genutzt werden. Frauen haben erst vor kurzem begonnen, in der Tech-Branche Fuß zu fassen, doch es gibt bereits Spekulationen, dass Teile der Belegschaft durch besser kontrollierbare Systeme ersetzt werden könnten.
Ihre Botschaft an Frauen in der Tech-Branche ist wirkungsvoll:
KI mag zwar Standard-Programmieraufgaben ersetzen, aber brillante Informatikerinnen und Informatiker werden immer gebraucht werden. Frauen in der Tech-Branche hatten nie den Luxus, durchschnittlich zu sein. Sie mussten schon immer außergewöhnlich sein.
Milena glaubt, dass KI die menschlichen Fähigkeiten verstärken und nicht ersetzen wird. Frauen in der Tech-Branche sind in einer einzigartigen Position, um diese Zukunft mitzugestalten, indem sie für ihre Brillanz anerkannt werden und sich nicht anpassen.
Warum die JavaLand der richtige Ort für diesen Vortrag ist
Für Milena geht es bei JavaLand sowohl um Technologie als auch um Menschen. Sie freut sich darauf, bekannte Gesichter wiederzusehen, neue Leute kennenzulernen, spannende Diskussionen zu führen und die einzigartige Atmosphäre des Europa-Parks zu erleben.
Außerdem freut sie sich auf die Keynote, die für sie oft ein Highlight ist, und auf Gespräche, die über die Sitzung selbst hinausgehen.
Beteiligt euch an der Konversation
Die Session lädt euch dazu ein, zu überdenken, wie KI in Ihren Entwicklungsworkflow passt.
Wenn euch die Codequalität am Herzen liegt, ihr abstrakte Syntaxbäume besser verstehen möchtez oder neugierig seid, wie KI das Fachwissen von Ingenieurinnen und Ingenieuren unterstützen, aber nicht ersetzen kann, bietet dieser Vortrag praktische Einblicke und durchdachte Überlegungen.
Bringt eure Neugier und euer kritisches Denken mit zur JavaLand 2026 und entdeckt, wie KI und menschliches Fachwissen zusammenwirken können, um die Codequalität zu verbessern.
Die Grammatik und Syntax dieses Artikels wurden mit ChatGPT und DeepL optimiert. Der Inhalt spiegelt die Ideen, Hoffnungen und Aussagen des Speakers wider.


