Die Oracle Code One werde eine Keynote zur Java-Technik mit den neuesten Informationen über die Java-Plattform aus den Händen der Architekten des Java-Teams enthalten, so Chin. Die neuesten Details über Java 11, Fortschritte bei OpenJDK und andere grundlegende Java-Entwicklungen sollen ebenfalls Konferenzthemen sein. Chin: „Wir planen bestimmte Tracks für die serverseitige Java EE-Technologie einschließlich Jakarta EE (jetzt Teil der Eclipse Foundation), Spring und die neuesten Fortschritte bei Java Microservices und Containern.“ Auch eine Fülle von Community-Inhalten zu Client-Entwicklung, JVM-Sprachen, IDEs, Test-Frameworks und weiteren Themen werde geboten.
Feedback aus der Community: Enttäuschung und Hoffnung
Die Neuerung wird bei den Java-Nutzern und -Entwicklern im Netz auch mit kritischen Tönen begleitet. Die Überbleibsel von JavaOne seien überschaubar. Nur drei von elf Tracks hätten einen expliziten Java-Bezug. Bei vier Tagen mit zehn Sessions pro Track würden wohl nicht mehr als rund 120 Vorträge zusammenkommen – deutlich weniger als bisher, so ein in der Java-Szene aktiver Experte.
Von anderer Spezialisten-Seite aus wird gefragt, aus welchen Gründen sich Oracle von einer derart traditionsreichen Konferenzmarke wie der JavaOne verabschiede. Die JavaOne habe lange Zeit als das zentrale Treffen der Java-Welt gegolten, nun laufe die neue Oracle Code One Gefahr, den Nimbus als Mekka der Java Community zu verlieren.
Ein Java Champion beklagt, dass die Erweiterung der Themen sicherlich dem durchschnittlichen Entwickler helfen werde, es allerdings bereits viele Konferenzen gebe, die diesen Bedarf abdecken. Er habe das Gefühl, eine der besten und zielgerichtetsten Java-Konferenzen zu verlieren. Java sei der Klebstoff, der viele andere Technologien miteinander verbindet, so wiederum der Leiter einer regionalen Java Community. Er hoffe, dass die neue Konferenz dies widerspiegeln werde.
Bei aller Diskussion: Die Oracle Code One wird vom 22. bis 25. Oktober in Moscone West in San Francisco stattfinden. Für die zeitgleich ebenfalls in San Francisco laufende Oracle OpenWorld ist die Anmeldung gestartet.


