InnoDB
InnoDB wurde bereits mit MySQL 5.5 zur Standard-Storage-Engine erklärt. Bisher war allerdings eine Volltextsuche für InnoDB-Tabellen nicht verfügbar. Das ändert sich mit der neuen Version. Die Volltextsuche wird benötigt, wenn ein Wort innerhalb eines Textes gesucht werden soll. Mit einer SQL-Abfrage ohne Volltextindexierung kann die Antwort relativ lange auf sich warten lassen, da das Datenbanksystem unter Umständen den Index auf die gesamte Tabelle durchsuchen muss. Mit InnoDB können die Daten nach dem Erstellen eines Volltextindexes effizienter abgefragt werden.
NoSQL-Schnittstelle
An der Stelle hat Oracle eine NoSQL-Schnittstelle zur InnoDB-Storage-Engine. Anstatt über SQL-Befehle auf die Daten zuzugreifen, werden diese über die Memcached-API über Key-Value-Lookup abgerufen. So erhielten Anwender das "Beste aus beiden Welten“.
Optimizer
Auch der Optimizer wurde auf Vordermann gebracht und soll nun laut Oracle schneller und besser arbeiten. Für einen Gewinn an Effizienz sorgt vor allem eine Optimierung der Unterabfragen mit Semi-Joins-Transformationen und Materialisierung. Was die Diagnose anbelangt, so kann EXPLAIN nun auch zu den Ausführungsplänen der Befehle INSERT, UPDATE und DELETE Informationen liefern. Die Ergebnisse können zusätzlich auch im JSON-Format ausgegeben werden.
Verfügbarkeit
Auch in Sachen Verfügbarkeit hat Oracle an einigen Stellenschrauben gedreht: Mit der neuen Datenbank-Version sind nun viele Funktionen während des laufenden Betriebs sowohl lesend als auch schreibend online verfügbar. Des Weiteren unterstützt MySQL 5.6 sogenannte Global Transaction Identifiers (GTIDs), die ein einfaches, automatisches Erkennen und Beheben von Fehlern ermöglicht.
MySQL 5.6 steht zum Download zur Verfügung.


