Neue Backup-Appliance: Einmal Full-Backup und dann nie wieder

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Auf dem ersten Blick sieht die Maschine wie eine Exadata aus. Auf dem Serverschrank thront allerdings ein R. R steht für Recovery – Zero Data Loss Recovery Appliance, um genau zu sein. Kurzform: ZDLRA. Es ist die neue Erfindung aus dem Hause Oracle, die den Bereich "Backup & Recovery" revolutionieren soll: "Die meisten Backup-Appliances behandeln Datenbanken als Dateien. Sie sollten ihre Datenbanken nicht so sichern", meint Larry Ellison in seiner Eröffnungskeynote auf der Oracle Open World.

Auf dem ersten Blick sieht die Maschine wie eine Exadata aus. Auf dem Serverschrank thront allerdings ein R. R steht für Recovery – Zero Data Loss Recovery Appliance, um genau zu sein. Kurzform: ZDLRA. Es ist die neue Erfindung aus dem Hause Oracle, die den Bereich "Backup & Recovery" revolutionieren soll: "Die meisten Backup-Appliances behandeln Datenbanken als Dateien. Sie sollten ihre Datenbanken nicht so sichern", meint Larry Ellison in seiner Eröffnungskeynote auf der Oracle Open World.

Der Vorteil der neuen Maschine: Sie biete eine Datensicherheit in Real-Time, habe einen geringen Einfluss auf die Performance und sei skalierbar. Genutzt wird diese bereits vom Forschungsinstitut CERN und Research-Haus IDC.

Die ZDLRA dürfte RMAN-Nutzern gefallen, denn sie nutzt den Recovery Manager. Full-Backups müssen mit der Appliance nur einmal realisiert werden und dann nie wieder. Dann greifen die inkrementellen Backups. Damit die Leistungsfähigkeit des Systems nicht beeinträchtigt wird, sendet das Produktionssystem über Delta Push-Verfahren nur die Änderungen.

In diesem Zusammenhang laufen auf allen geschützten Datenbanken zwei Operationen: Real-Time Redo Transport und Incremental-Forever Backup. Ersteres nutzt Data Guard, um die Daten in Echtzeit zu schützen, während Zweiteres virtuelle Full Backups erzeugt. Diese seien laut Oracle bis zu zehn Mal platzsparender.

Im Storage-Bereich greift dann Delta Store: Die Maschine validiert die Änderungen, komprimiert sie auf der Platte. Die Appliance braucht zum Arbeiten ein- bis zweimal die Größe der gesicherten Datenbank. Diese werden dann auf Band weggespeichert.

Über einen Plugin erhalten die Administratoren volle Kontrolle über die Appliance im Enterprise Manager und können zum Beispiel das wöchentliche ein- und ausgehende Volumen beobachten. Die Monitoring-Oberfläche basiert auf BI Publisher. In Sachen Security bringt die Maschine Sicherheitsvorkehrungen, die auf Policies basieren.

Was die Hardware anbelangt, wird die Maschine ähnlich wie die Exadata ausgestattet. Im Full Rack beinhaltet sie zwei Compute Server und 14 Storage Server. Die Performance per Rack könne die ZDLRA laut Oracle bis zu 120 TBytes pro Stunde sichern und bis zu 12 TBytes pro Stunde wiederherstellen. Die Maschine skaliert auf 18 Racks.