Bereits mit der OpenWorld im Jahr 2011 startet Oracle eine breit angelegte Cloud-Offensive auf unterschiedlichen Ebenen. Inzwischen werden bereits 16 verschiedene Angebote auf der zentralen Webseite gelistet. Dieses Jahr legt nun der Software-Hersteller in Sachen Vermarktung mit der weltweiten RoadShow Oracle CloudWorld einen Schritt zu: Am 15. Mai präsentiert das Unternehmen im Rahmen einer kostenfreien Veranstaltung mit ausgewählten strategischen Partnern Produkte und Dienstleistungen für die Cloud. Oracle-President Marc Hurd und Oracle-Executive-Vice-President Thomas Kurian werden die aktuelle Cloud-Computing-Strategie des Konzerns präsentieren. Es werden ca. 1.000 Teilnehmer erwartet.
Auf die verschiedenen Cloud-Architekturschichten IaaS, PaaS, SaaS und die hybride Nutzung von Private- und Public-Cloud dürften unter anderem laut Programm die Referenten am 15. Mai eingehen. Für Unternehmen wird das Zusammenspiel zwischen Cloud Services, selbst geschriebenen Cloud-Anwendungen innerhalb von PaaS, On-Premise-Anwendungen, künftig immer wichtiger werden.
Die Orchestrierung in Form einer Service-Komposition mit SaaS und Cloud-Anwendungen erfordert die Konnektivität und technische Fähigkeit, Daten zwischen Services auszutauschen und setzt dabei eine solide und standardbasierte Cloud-Integration voraus. Beispielhaft zeigt Oracle auf der Veranstaltung eine Service-Integrations-Plattform auf Basis von Oracle Fusion Middleware bei einem großen deutschen Logistik-Unternehmen, des interne und externe Dienste verwendet.
Application Services
|
Eine weitere Demonstration zeigt, wie eine bestehende Vertriebsanwendung mit Hilfe des Oracle Database Cloud Services allen Vertriebsmitarbeitern per Internet zugänglich gemacht werden kann. Für die Analyse von Verkaufszahlen einzelner Standorte wurde Google Maps integriert. Gezeigt wird auch die Erweiterung der Benutzeroberfläche mit zusätzlichen Daten.
Über Oracle SQL Developer werden in der Demo größere Datensätze von einer lokalen Datenbank in die Cloud geladen. Diese Daten können dann mit interaktiven Berichten zur Datenanalyse in die Anwendung integriert werden. Des Weiteren ermöglicht die Cloud Mitarbeitern auch den Zugriff über mobile Geräte. Die Anwendung kann um mobile Seiten erweitert werden und ausgewählte Daten können als RESTful Web Service in andere Systeme integriert werden.
Platform Services
|
Alle Dienste haben eins gemeinsam: Sie basieren auf dem Oracle-Middleware-Stack – konkreter auf dem Java-EE-Server WebLogic und der Oracle-Datenbank. Diese beiden, als Plattform-Services bezeichneten Angebote, sind bereits verfügbar und können erworben werden.
Die zentrale Webseite listet nicht weniger als 16 verschiedene Services, welche Kunden erwerben können. Grundsätzlich gliedert sich das Cloud-Angebot heute in vier verschiedene Bereiche. Am oberen Bildrand (vgl. Abbildung 1) stehen die fertigen Anwendungen. Neben Enterprise Resource Planning (ERP), Financial Reporting und Planning and Budgeting gehören auch Talent Management, Human Capital Management, Sales and Marketing sowie eine Customer Service und Support zum Bereich „Application Services“. Dies sind die Software-as-a-Service (SaaS) aus dem Fusion-Applications-Bereich von Oracle.
Im Bereich „Social Services“ findet man Oracle Social Network, eine Social-Marketing- und -Monitoring-Lösung, sowie eine Analytics-Anwendung. Ebenfalls alles SaaS-Lösungen.
Die „Common Infrastructure Services“ bieten Infrastruktur-Dienste wie Storage und Messaging an, welche sich in Richtung Infrastructure-as-a-Service (IaaS) entwickeln. Mit dem Begriff „Plattform Services“ werden der Java-, Database- sowie Developer-Service bezeichnet. Bei beiden handelt es sich entlang der bekannten Definitionen um die Platform-as-a-Service-Angebote (PaaS).
Social Services
|


