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  • Von: DOAG online
  • Vereinsleben
  • 27.03.2019

Oracle entlässt in den USA Hunderte Cloud-Experten.

Oracle hat in den letzten Tagen mehrere hundert Mitarbeiter an verschiedenen Standorten entlassen.

Ein großer Teil der Kündigungen entfällt auf den Geschäftsbereich Oracle Cloud Infrastructure (OCI). Am Hauptsitz in Redwood City, südlich von San Francisco, kündigte der Konzern 250 Mitarbeitern, in Seattle kamen 40 und in Santa Clara 100 hinzu. Betroffen sind unter anderen Software-Entwickler, Web-Designer, System-Administratoren, Produktmanager, Datenwissen-schaftler und IT-Manager. Viele Spezialisten sind nur mit einem Arbeitsvisum in den USA angestellt und müssen jetzt möglicherweise das Land verlassen. Sowohl aus Indien als auch Mexiko werden Entlassungen von 50 Mitarbeitern gemeldet. Inwieweit Angestellte in Deutschland um ihren Job bangen müssen, beantwortete Oracles deutsche Niederlassung auf Nachfrage nicht. Auch der Gesamtumfang der aktuellen Entlassungswelle ist nicht bekannt. Mutmaßlich können zwischen 5000 und 14.000 Mitarbeiter betroffen sein, das entspräche zehn Prozent aller Mitarbeiter. Hintergrund sollen auch schon seit Längerem hausinterne unterschiedliche Auffassungen und Auseinandersetzungen über den weiteren Cloud-Weg sein. Marktforschern von RightScale zufolge betrug Oracles Marktanteil im vierten Quartal 2018 rund 16 Prozent, womit Oracle hinter IBM, Google, Microsoft und Amazon auf dem fünften Platz liegt.
Im September 2018 verließ Thomas Kurian das Unternehmen in Richtung Google – ein langjähriger Weggefährte von Larry Ellison und zuletzt für Oracles Cloud-Geschäft verantwortlich. Sein Nachfolger Amit Zavery kündigte ebenfalls und wechselte zu Kurians Google-Team.